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23. März 2013 um 19:30
Heim

Suhl W

13
Auswärts

Hamburg W

AI

VT Aurubis Hamburg gewinnt das Pre-Playoff-Rückspiel mit 3:1 beim VfB Suhl und zieht ins Viertelfinale der 1. Bundesliga Frauen ein. Setzstände: 20:25, 25:20, 17:25, 21:25.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

VT Aurubis Hamburg gewinnt Pre-Playoff-Serie gegen VfB Suhl

Der VT Aurubis Hamburg hat sich souverän ins Play-off-Viertelfinale der 1. Volleyball-Bundesliga der Frauen gespielt. Die Mannschaft von Trainer Helmut von Soosten setzte sich im zweiten Pre-Playoff-Spiel am 23. März 2013 mit 3:1 (25:20, 20:25, 25:17, 25:21) beim VfB Suhl durch und entschied die Best-of-three-Serie damit vorzeitig mit 2:0 für sich.

Vor rund 1.000 Zuschauern in der Suhler Wolfsgrube entwickelte sich eine umkämpfte Partie, in der die Führungen mehrfach wechselten. Während die Norddeutschen im ersten Pre-Playoff eine Woche zuvor in der CU Arena noch einen klaren 3:0-Erfolg gefeiert hatten (25:15, 30:28, 25:21), mussten sie diesmal deutlich mehr Widerstand der Thüringerinnen überstehen.

Satz für Satz: Der Spielverlauf

Satz 1 (20:25): Die Gäste aus Hamburg erwischten den besseren Start. Über eine frühe Führung arbeitete sich VT Aurubis Satz für Satz ab und sicherte sich den ersten Durchgang mit 25:20. Die Suhlerinnen taten sich schwer, gegen den gut eingestellten Gegner ihr gewohntes Spiel durch die Mitte aufzuziehen.

Satz 2 (25:20): Der VfB Suhl kämpfte sich zurück. Beflügelt von der heimischen Kulisse fanden die Suhlerinnen besser ins Spiel und glichen mit einem deutlichen 25:20 zum 1:1 aus. Silvia Sperl avancierte zur treibenden Kraft im Angriffsspiel der Hausherrinnen.

Satz 3 (17:25): Nach dem Satzausgleich schlug Hamburg zurück. Die Mannschaft von Helmut von Soosten erhöhte den Druck auf die Annahme der Suhlerinnen und dominierte den dritten Durchgang deutlich. Vendula Merkova, die selbst aus Suhl stammte und von Felix Koslowski später zur wertvollsten Hamburger Spielerin gewählt wurde, zeigte eine starke Vorstellung. Mit 25:17 zogen die Gäste davon.

Satz 4 (21:25): Der entscheidende Satz war lange offen. Hamburg führte früh 8:3, ehe die Suhlerinnen zurückkamen und sogar mit 14:16 in Führung gingen. In der Schlussphase behielt Hamburg jedoch die Nerven – angeführt von Els Vandesteene (15 Punkte) und Ciara Michel (12) – und zog zum 25:21 davon.

Stars und Schlüsselfiguren

Auf Hamburger Seite ragten drei Spielerinnen besonders heraus. Els Vandesteene erzielte mit 15 direkten Zählern die meisten Punkte für VT Aurubis. Die Ex-Suhlerin Vendula Merkova steuerte 14 Punkte bei und bereitete ihrer ehemaligen Mannschaft damit ein schmerzhaftes Ende der Saison. Ciara Michel kam auf 12 Punkte und war vor allem am Netz ein gewichtiger Faktor.

Bei den Suhlerinnen war Silvia Sperl mit 17 Zählern die überragende Punktesammlerin. Doch es half nichts – dem Team von Trainer Felix Koslowski fehlte in den entscheidenden Phasen die Durchschlagskraft. Dazu trug auch der Ausfall von Mittelblockerin Ivana Isailovic bei, die sich im Training eine Verletzung am Fuß zugezogen hatte und nur zuschauen konnte.

Die Vorgeschichte: Überraschende Wende

Die Pre-Playoff-Niederlage kam überraschend, hatte Suhl doch beide Hauptrunden-Duelle gegen Hamburg mit 3:0 für sich entschieden (24. November 2012 zuhause, 23. Februar 2013 auswärts). Cheftrainer Felix Koslowski hatte vor dem ersten Aufeinandertreffen in Hamburg noch gewarnt: „Sie werden sich akribisch auf uns vorbereiten. Aber wenn wir unser eigenes Spiel aufziehen können, erwarte ich ein richtig spannendes Spiel.“

Doch das eigene Spiel gelang den Suhlerinnen nur selten. Die Annahme hatte enorme Probleme mit den wuchtigen Angriffen der Hamburgerinnen, insbesondere mit denen der ehemaligen Suhlerin Vendula Merkova. Der zweite Satz des ersten Pre-Playoffs in Hamburg war der Knackpunkt der gesamten Serie: Suhl führte mit 19:15 und wehrte insgesamt vier Satzbälle ab, konnte aber einen eigenen Satzball beim Stand von 24:23 nicht nutzen. „Dieser Satz war für uns eindeutig der Knackpunkt des Spiels“, räumte Koslowski ein.

Saisonausklang und Ausblick

Für den VfB Suhl (VolleyStars Thüringen) war die Saison 2012/13 damit beendet. Das Team, das ab der folgenden Spielzeit unter dem Namen „VolleyStars Thüringen“ antreten sollte, verpasste den Einzug ins Viertelfinale und schloss das Jahr als Tabellenzehnter der Hauptrunde ab.

Der VT Aurubis Hamburg zog als Siebter der Hauptrunde ins Viertelfinale ein und traf dort am Karsamstag auf den Hauptrundenzweiten Rote Raben Vilsbiburg. Die Hamburgerinnen schrieben damit ein weiteres Kapitel ihrer wechselvollen Bundesliga-Geschichte, die den Verein später auch nach internationalen Einsätzen im CEV Challenge Cup führte.

Fazit

Der 1:3-Erfolg in der Wolfsgrube war der verdiente Lohn für eine konzentrierte Vorstellung der Hamburgerinnen, die nach zwei klaren Hauptrunden-Niederlagen gegen Suhl ihre Lehren gezogen hatten. Während Hamburg den Schwung ins Viertelfinale mitnahm, blieb in Suhl die Ernüchterung über eine Saison, die nach vielversprechenden Hauptrunden-Auftritten gegen den gleichen Gegner in der entscheidenden Phase der Saison ihr abruptes Ende fand.

Rivalität seit 2009

Suhl W vs Hamburg W Direkter Vergleich· 15

Suhl W und Hamburg W trafen 15 Mal aufeinander — Suhl W gewann 9 Mal, Hamburg W 6 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Suhl W führt den Direktvergleich mit 9 Siegen aus 15 Begegnungen an. Insgesamt fielen 56 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.73 pro Spiel (29 für die Heimmannschaft, 27 für die Gäste). Beide Teams trafen in 8 Spielen (53%). In 15 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2014.

9
Siege
Unentschieden
0
·
Hamburg W
6
Siege
Tore gesamt
56 · 3.7/Spiel
Beide getroffen
8/15 · 53%
Über 2,5
15/15 · 100%

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