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1 Bundesliga WomenSaison 2012

Dresdner SC W vs Vilsbiburg W

20. April 2013 um 17:30
23
Auswärts

Vilsbiburg W

AI

Der Dresdner SC verpasst den vorzeitigen Finaleinzug: Im zweiten Playoff-Halbfinale unterliegt der Hauptrundenerste den Roten Raben Vilsbiburg mit 2:3 (25:20, 19:25, 25:23, 21:25, 15:17) vor 3.000 Fans in der Margon Arena.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Rote Raben Vilsbiburg erzwingen Entscheidungsspiel – 3:2-Auswärtssieg beim Dresdner SC im Halbfinal-Krimi

Der Dresdner SC hat den vorzeitigen Einzug ins Finale der Deutschen Volleyball-Meisterschaft verpasst. Im zweiten Playoff-Halbfinale der „Best-of-Three“-Serie unterlag der Hauptrundenerste den Roten Raben Vilsbiburg vor 3.000 Zuschauern in der Margon Arena mit 2:3 (25:20, 19:25, 25:23, 21:25, 15:17). Damit kommt es am Mittwoch in Vilsbiburg zum entscheidenden dritten Duell.

Vilsbiburg schlägt zurück

Nach dem klaren 3:0-Auswärtserfolg im ersten Spiel eine Woche zuvor in Vilsbiburg (25:21, 25:21, 25:11) waren die Dresdnerinnen als klarer Favorit in die Partie gegangen. Doch die Roten Raben, die in der Hauptrunde den zweiten Platz belegt hatten, präsentierten sich in der Margon Arena von Beginn an entschlossen, die Serie zu verlängern.

Der Spielverlauf

Satz 1 – Dresdner SC 25:20 Der DSC startete druckvoll und zeigte sich vor heimischem Publikum von seiner besten Seite. Mit einer stabilen Annahme und effektiven Angriffskombinationen über die Außenpositionen setzten sich die Gastgeberinnen früh ab. Vilsbiburg fand nur schwer ins Spiel, kämpfte sich zwar Mitte des Satzes auf 16:16 heran, doch der DSC erhöhte zum Ende hin noch einmal das Tempo und sicherte sich den ersten Durchgang mit 25:20.

Satz 2 – Rote Raben Vilsbiburg 25:19 Im zweiten Satz drehten die Gäste aus Niederbayern auf. Vilsbiburgs Blockarbeit wurde deutlich aggressiver, und auch die Aufschläge der Roten Raben setzten die DSC-Annahme zunehmend unter Druck. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und punktgenauen Angriffen zog Vilsbiburg auf 15:9 davon und ließ sich die Führung nicht mehr nehmen. 25:19 – der Ausgleich war geschafft.

Satz 3 – Dresdner SC 25:23 (Krimi mit Dresdner Comeback) Der dritte Satz wurde zur emotionalen Achterbahnfahrt. Vilsbiburg startete furios und führte bereits mit 18:11 – die Gäste schienen auf dem Weg zur 2:1-Führung. Doch dann leitete der DSC eine der bemerkenswertesten Aufholjagden der Saison ein: Punkt für Punkt kämpften sich die Waibl-Schützinnen heran, drehten beim Stand von 22:22 erstmals wieder die Partie und machten aus einem 11:18-Rückstand einen 25:23-Satzgewinn. Die Margon Arena tobte.

Satz 4 – Rote Raben Vilsbiburg 25:21 Die Moral der Roten Raben war jedoch nicht gebrochen. Vilsbiburg zeigte sich von der verpassten Chance im dritten Satz unbeeindruckt und dominierte den vierten Durchgang von Beginn an. Mit konsequenten Blockvarianten und einer wiedererstarkten Aufschlagserie setzten sich die Gäste auf 18:13 ab. Der DSC kam zwar in der Schlussphase noch einmal auf 21:23 heran, doch Vilsbiburg behielt die Nerven und erzwang mit 25:21 den Tiebreak.

Satz 5 – Rote Raben Vilsbiburg 17:15 (Entscheidung im Tiebreak) Der fünfte Satz war ein einziger Nervenkrimi. Beide Teams schenkten sich nichts, die Führung wechselte mehrfach. Beim Seitenwechsel führte Vilsbiburg knapp mit 8:7. Der DSC kämpfte sich auf 14:14 heran und hatte Satzball, doch Vilsbiburg wehrte ab. Beim Stand von 15:15 war es erneut Vilsbiburg, das die entscheidenden Punkte machte – ein unhaltbarer Aufschlag und ein erfolgreicher Block verwandelten den 17:15-Sieg für die Gäste.

126 Minuten Hochspannung

Nach 126 packenden Spielminuten stand der 3:2-Auswärtssieg der Roten Raben fest. Mit einem Gesamtpunktverhältnis von 105:110 spiegelte das Ergebnis die enorme Ausgeglichenheit dieser Partie wider. Für den DSC war es die erste Heimniederlage in dieser Playoff-Saison.

„Wir haben nicht unser allerbestes Spiel gemacht und wollen nun unsere Fehler abstellen“, kündigte DSC-Trainer Alexander Waibl vor dem entscheidenden dritten Spiel an. Die Analyse des vergangenen Sonnabends sollte einige Erkenntnisse liefern, die im alles entscheidenden Match umgesetzt werden mussten.

Ausgangslage für das dritte Spiel

Durch den Sieg erzwangen die Roten Raben Vilsbiburg das dritte und entscheidende Duell der Halbfinalserie, das am Mittwoch, dem 24. April 2013, um 20:00 Uhr in der Ballsporthalle Vilsbiburg stattfand. Der Sieger dieser Partie würde im Finale auf den Schweriner SC treffen, der sich souverän mit zwei 3:0-Erfolgen gegen den VC Wiesbaden durchgesetzt hatte.

Der DSC reiste mit breitem Kader an – alle Spielerinnen standen Trainer Waibl zur Verfügung. Rund 20 bis 30 Dresdner Fans begleiteten das Team nach Niederbayern, und der DSC stellte sogar seine Kameratechnik zur Verfügung, um die Partie via Livestream auf www.dvl-live.tv zu übertragen.

Historischer Kontext

Der Dresdner SC hatte die Hauptrunde der Saison 2012/13 als Tabellenerster abgeschlossen und zählte zu den Topfavoriten auf den Meistertitel. Die Rote Raben Vilsbiburg, die in jener Spielzeit unter dem Namen ihrer Hauptsponsorin firmierten, hatten sich als Zweiter der Hauptrunde ebenfalls für die Playoffs qualifiziert. In den direkten Duellen der Saison hatte der DSC stets die Oberhand behalten – bis zu diesem denkwürdigen Abend in Dresden.

Die 3.000 Zuschauer in der ausverkauften Margon Arena erlebten eines der spannendsten Halbfinalspiele der Bundesliga-Geschichte – ein Volleyball-Krimi mit fünf Sätzen, der alle Erwartungen übertraf und die Dramatik der Playoff-Phase perfekt einfing.

Rivalität seit 2010

Dresdner SC W vs Vilsbiburg W Direkter Vergleich· 40

Dresdner SC W und Vilsbiburg W trafen 40 Mal aufeinander — Dresdner SC W gewann 31 Mal, Vilsbiburg W 9 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. Dresdner SC W führt den Direktvergleich mit 31 Siegen aus 40 Begegnungen an. Insgesamt fielen 151 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.77 pro Spiel (103 für die Heimmannschaft, 48 für die Gäste). Beide Teams trafen in 22 Spielen (55%). In 40 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2016.

Unentschieden
0
·
Vilsbiburg W
9
Siege
Tore gesamt
151 · 3.8/Spiel
Beide getroffen
22/40 · 55%
Über 2,5
40/40 · 100%

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API-Daten: 11. Juni 2026