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16. Oktober 2013 um 19:30
Heim

Munster W

32
Auswärts

Suhl W

AI

USC Münster gewinnt zum Saisonauftakt 2013/14 ein packendes Fünf-Satz-Duell gegen die VolleyStars Thüringen. Nach einem Kaderumbruch und U23-Rückkehrerinnen zeigt der USC Moral.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Ein neuer USC nach dem Umbruch

Die Vorzeichen vor der Partie waren alles andere als einfach. Der USC Münster hatte im Sommer einen tiefgreifenden personellen Umbruch erlebt. Fünf Leistungsträgerinnen verließen den Verein: Die Hauptangreiferinnen Hana Cutura (nach Japan) und Lonneke Sloetjes (Italien), Zuspielerin Laura Dijkema (Türkei), Blockerin Lea Hildebrand (Gladbeck) sowie die langjährige Kapitänin Andrea Berg, die ihre Karriere beendete.

Mit Nationalspielerin Nadja Schaus vom VC Wiesbaden kam nur ein externer Neuzugang. Die weiteren neuen Gesichter kamen aus der eigenen Talentschmiede des USC 2. Das Durchschnittsalter der Mannschaft sank auf etwas mehr als 21 Jahre – ein klares Signal der Verjüngung. Zur neuen Spielführerin wurde die 23-jährige Ines Bathen ernannt.

„Wir als Trainerteam und die ganze Mannschaft freut sich, dass es jetzt endlich losgeht“, sagte USC-Trainer Axel Büring vor dem Spiel gegenüber der Volleyball-Bundesliga. „Natürlich freuen wir uns auch, dass die Youngsters von der U23-WM wieder zurück sind. Dass vier Spielerinnen von uns da mitgefahren sind, zeugt von großer Wertschätzung auch für uns als Verein.“ Gleichzeitig schränkte er ein: „Allerdings werden die vier uns gegen Suhl vermutlich noch nicht allzu sehr helfen können.“

Tatsächlich waren mit Alisha Ossowski, Leonie Schwertmann, Wiebke Silge und Irina Kemmsies gleich vier Kaderspielerinnen von der U23-Weltmeisterschaft in Mexiko erst 48 Stunden vor dem Saisonauftakt aus Mexiko zurückgekehrt und dementsprechend angeschlagen.

Der Gegner: VolleyStars Thüringen mit neuem Namen

Auch die Gäste aus Suhl gingen mit neuem Namen an den Start. Aus dem VfB Suhl wurden die VolleyStars Thüringen – ein Zeichen des sportlichen Neuanfangs. Coach László Hollósy vertraute auf ein Team mit viel individueller Klasse, insbesondere die starken Außenangreiferinnen Martina Utla und Vendula Merkova galten als trumpffähig.

Büring zeigte großen Respekt vor dem Gegner: „Die VolleyStars wollen da anknüpfen, wo sie als VfB Suhl 2011/12 standen. Die individuelle Klasse, über die das Team in dieser Saison verfügt, ist unbestritten.“

Die Partie: Ein Wechselbad der Gefühle

Satz 1: Suhl erwischt den besseren Start (22:25)

Die VolleyStars erwischten den deutlich besseren Start. Mit druckvollen Aufschlägen und einer stabilen Annahme setzten sich die Thüringerinnen früh ab. Der USC fand nur schwer ins Spiel, leistete sich einige Abstimmungsprobleme – die fehlende gemeinsame Vorbereitung nach den U23-Rückkehrerinnen war spürbar. Suhl nutzte die Unsicherheiten konsequent und sicherte sich Satz 1 mit 25:22.

Satz 2: Ein Krimi für die Volleyball-Geschichtsbücher (32:30)

Der zweite Durchgang entwickelte sich zu einem absoluten Thriller. Beide Teams schenkten sich nichts, kämpften um jeden Ball und lieferten sich ein beeindruckendes Aufschlagspiel. Satzball wechselte auf Satzball, ehe sich der USC mit 32:30 durchsetzen konnte – ein packender 37-Minuten-Durchgang, der die 1.731 Zuschauer im Volleydome in Atem hielt. Dieser Satzgewinn war der emotionale Wendepunkt für die Hausherrinnen.

Satz 3: Suhl kontert und dominiert (19:25)

Doch die VolleyStars ließen sich nicht entmutigen. Sie stabilisierten ihr Spiel, forcierten die Fehler beim USC und zogen mit cleveren Angriffskombinationen davon. Besonders über die Diagonalposition fanden die Gäste immer wieder Lücken im Münsteraner Block. Mit 25:19 gingen die Thüringerinnen erneut in Führung.

Satz 4: Münster zeigt seine Klasse (25:15)

Der USC antwortete mit einer Machtdemonstration. Angeführt von Kapitänin Ines Bathen und einer starken Nadja Schaus spielten die Münsteranerinnen wie befreit auf. Im Aufschlag und im Block zeigte das Team seine ganze Klasse. Mit 25:15 erzwangen die Münsteranerinnen den Tiebreak – ein klares Zeichen der Moral und Geschlossenheit.

Satz 5: Nervenstark zum Sieg (15:11)

Im entscheidenden fünften Satz behielt der USC die Nerven. Die Mannschaft von Trainer Axel Büring legte konzentriert vor, ließ sich auch von einer Auszeit der Gäste nicht aus dem Rhythmus bringen und spielte die Angriffe geduldig zu Ende. Am Ende stand ein 15:11-Erfolg, der den Heimsieg perfekt machte. Die Erleichterung im Münsteraner Lager war nach dem Schlusspfiff riesig.

Gesamtbilanz: Ein geglückter Auftakt

Mit insgesamt 113 gewonnenen Ballpunkten gegenüber 106 für Suhl war es am Ende ein knappes, aber verdientes 3:2 für den USC Münster. Die Zuschauer in der Sporthalle Berg Fidel sahen eine hochklassige und dramatische Begegnung, die bereits früh in der Saison zeigte, wie ausgeglichen die Liga in dieser Spielzeit besetzt war.

Der USC knüpfte damit nahtlos an die Heimstärke der Vorsaison an. Die Westfälischen Nachrichten berichteten später, dass die Unabhängigen an diesem Abend den Grundstein für eine erfolgreiche Saison legten – und dass der Auftaktsieg gegen die VolleyStars in der Erinnerung vieler Fans bis heute als „packender Krimi“ nachwirkt.

Ausblick

Für den USC Münster war dieser Sieg der Auftakt zu einer Saison, die weit über den Erwartungen liegen sollte. Die Mannschaft, die vor der Saison von vielen Experten im unteren Tabellendrittel gesehen wurde, spielte eine starke Hauptrunde und belegte am Ende einen soliden Platz im Mittelfeld. Die VolleyStars Thüringen hingegen fanden im Laufe der Saison ebenfalls zu ihrer Form und etablierten sich in der Liga.

Rivalität seit 2009

Munster W vs Suhl W Direkter Vergleich· 35

Munster W und Suhl W trafen 35 Mal aufeinander — Munster W gewann 23 Mal, Suhl W 12 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Munster W führt den Direktvergleich mit 23 Siegen aus 35 Begegnungen an. Insgesamt fielen 126 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.60 pro Spiel (77 für die Heimmannschaft, 49 für die Gäste). Beide Teams trafen in 17 Spielen (49%). In 35 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Suhl W ist in den letzten 3 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2019.

Munster W
23
Siege
Unentschieden
0
·
12
Siege
Tore gesamt
126 · 3.6/Spiel
Beide getroffen
17/35 · 49%
Über 2,5
35/35 · 100%

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