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19. Oktober 2013 um 18:30
30
Auswärts

Munster W

AI

SC Potsdam startete mit einem 3:0 (25:23, 25:20, 25:21) gegen den USC Münster in die Saison 2013/14. Nikola Radosova wurde zur MVP gewählt.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Auftakt nach Maß für die Brandenburgerinnen

Für Potsdam war es das erste Saisonspiel der Spielzeit 2013/14 – und das erste von drei aufeinanderfolgenden Heimspielen zum Auftakt. Die Mannschaft um die kubanisch-spanische Neuverpflichtung Jessica Rivero und die slowakische Diagonalangreiferin Nikola Radosova präsentierte sich vor heimischem Publikum von Beginn an präsent, wenngleich die Partie enger verlief, als es das glatte 3:0 vermuten lässt.

Die Gäste aus Münster reisten mit breiter Brust an. Der USC hatte seinen Saisonauftakt drei Tage zuvor mit einem 3:2-Erfolg gegen die VolleyStars Thüringen (ehemals VfB Suhl) erfolgreich gestaltet. Trainer Axel Büring musste jedoch einen tiefgreifenden Umbruch verkraften: Gleich fünf Leistungsträgerinnen – darunter die kroatische Topangreiferin Helena Čutura, die niederländische Diagonalangreiferin Lonneke Sloetjes sowie Zuspielerin Laura Dijkema – hatten den Klub verlassen. Zudem kehrten vier Spielerinnen erst kurz vor Saisonbeginn von der U23-Weltmeisterschaft aus Mexiko zurück.

Satz 1: Nervöser Start mit glücklichem Ende

Die erste Saisonbegegnung war vor allem von Nervosität geprägt. „Es war das erste Spiel der Mannschaft, und natürlich waren die Spielerinnen nervös. Das ist völlig normal“, sagte Salomoni nach der Partie. Die Startformation der Potsdamerinnen bildeten Kathy Radzuweit, Lisa Rühl, Nikol Sajdova, Elisa Muri, Josephine Dörfler sowie die beiden Neuzugänge Rivero und Radosova.

Münster erwischte den besseren Start und lag im ersten Durchgang zunächst vorn. Beim Stand von 8:6 und 16:13 für die Gäste deutete einiges auf eine Überraschung hin. Der SC Potsdam kämpfte sich jedoch zurück, nutzte die entscheidenden Punkte in der Crunchtime und sicherte sich den ersten Satz mit 25:23.

Satz 2: Die Wende durch Doreen Engel

Auch der zweite Satz begann mit einer Führung für den USC Münster. Doch nach einer Einwechslung von Doreen Engel für Elisa Muri änderte sich das Bild schlagartig. Engel brachte mit einer beeindruckenden Aufschlagserie die Münsteraner Annahme durcheinander und legte den Grundstein für den 25:20-Erfolg der Hausherrinnen.

Lisa Gründing, die erst am Montagabend von der U23-Weltmeisterschaft aus Mexiko zurückgekehrt war, zeigte nach ihrer Einwechslung im zweiten Satz ebenfalls eine starke Leistung und trug zur Stabilisierung des Potsdamer Spiels bei.

Satz 3: Comeback aus dem Rückstand

Der dritte Satz schien zunächst eine Wende einzuläuten. Münster kämpfte verbissen und lag zwischenzeitlich mit 13:9 vorn. Der SC Potsdam zeigte jedoch einmal mehr seine moralische Stärke. Punkt für Punkt kämpften sich die Brandenburgerinnen heran, gingen in Führung und ließen sich diese nicht mehr nehmen. Mit 25:21 endete auch der dritte Durchgang – und damit das gesamte Spiel – zugunsten des SC Potsdam.

„Wenn wir trotz der vielen Fehler, die wir gemacht haben, am Ende dennoch mit 3:0 gewinnen, ist es okay“, zog Salomoni ein durchaus selbstkritisches Fazit. „Viele Fehler schlichen sich immer wieder beim Aufschlag, in der Annahme und im Angriff ein.“

Radosova und Rivero als Matchwinnerinnen

Besonders hervorzuheben waren die beiden Neuzugänge des SC Potsdam. Nikola Radosova wurde zur wertvollsten Spielerin (MVP) der Partie gewählt. Die Slowakin überzeugte vor allem in der Annahme und zeigte ein nahezu fehlerfreies Spiel. Die erst 18-jährige Jessica Rivero aus Kuba und Spanien machte ihrem Ruf als hochexplosive Angreiferin alle Ehre und punktete immer wieder mit hammerstarken Angriffsschlägen.

„Ich freue mich, dass wir gewonnen haben“, sagte Rivero nach der Partie bescheiden. „Wir haben zwar nicht so gespielt, wie wir es uns vorgenommen haben, aber wir haben gewonnen.“

Ausblick und Tabellensituation

Mit einem Spiel weniger als die meisten anderen Erstligisten stand der SC Potsdam nach dem Auftaktsieg auf dem vierten Tabellenplatz. Es war der erste von drei Heimspielen zum Saisonstart – eine gute Gelegenheit, sich in der oberen Tabellenhälfte zu etablieren.

Für den USC Münster war es hingegen eine frühe Standortbestimmung. Nach dem Umbruch im Kader zeigte die Mannschaft von Axel Büring über weite Strecken eine ansprechende Leistung, konnte die engen Sätze aber nicht für sich entscheiden. Die Moral und das kämpferische Potenzial waren jedoch erkennbar – der USC sollte im Laufe der Saison noch für einige Überraschungen gut sein.

Rivalität seit 2009

Potsdam W vs Munster W Direkter Vergleich· 28

Potsdam W und Munster W trafen 28 Mal aufeinander — Potsdam W gewann 11 Mal, Munster W 17 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Munster W führt den Direktvergleich mit 17 Siegen aus 28 Begegnungen an. Insgesamt fielen 110 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.93 pro Spiel (52 für die Heimmannschaft, 58 für die Gäste). Beide Teams trafen in 16 Spielen (57%). In 28 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2023.

11
Siege
Unentschieden
0
·
Munster W
17
Siege
Tore gesamt
110 · 3.9/Spiel
Beide getroffen
16/28 · 57%
Über 2,5
28/28 · 100%

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API-Daten: 11. Juni 2026