Kopenicker Berlin W
SC Schweriner W
Der SC Schweriner W besiegt den Köpenicker SC Berlin auswärts mit 3:0. Die Satzergebnisse von 25:27, 22:25, 16:25 täuschen über den engen Spielverlauf hinweg – der KSC hielt lange mit. Überschattet wurde die Partie von einer Knieverletzung Saskia Hippes.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungDeutscher Meister Schwerin gewinnt 3:0 in Köpenick – KSC hält lange mit
Der SC Schweriner W hat am 2. November 2013 in der 1. Volleyball-Bundesliga der Frauen einen glatten 3:0-Auswärtssieg beim Köpenicker SC Berlin gefeiert. Die Satzergebnisse von 25:27, 22:25 und 16:25 täuschen jedoch über den wahren Spielverlauf hinweg – der KSC hielt vor heimischer Kulisse in der Hämmerlinghalle zwei Sätze lang ausgezeichnet mit. Überschattet wurde die Begegnung von einer schweren Knieverletzung der Schweriner Nationalspielerin Saskia Hippe, bei der der Verdacht auf einen Kreuzbandriss bestand.
Verletzungsschock für Saskia Hippe
Bereits im ersten Durchgang ereignete sich der Schlüsselmoment des Spiels. Die gebürtige Berlinerin Saskia Hippe, die beim KSC ihre sportliche Ausbildung erhalten hatte und zur deutschen Nationalspielerin gereift war, jagte beim Stand von 11:9 einen Ball zum Punktgewinn auf das Feld der Gastgeberinnen – bei der Landung verdrehte sie sich jedoch das Knie. Minutenlang wurde die Angreiferin mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Feld behandelt, bevor sie in die Kabine getragen werden musste. Eine Untersuchung am darauffolgenden Montag sollte Klarheit über die Schwere der Verletzung bringen.
Der Schock saß bei beiden Teams tief. Schwerin fand nach dem emotionalen Ausfall seiner Spitzenspielerin nur langsam zurück in den Rhythmus, und der KSC witterte seine Chance.
KSC startet mutig – Ashley Frazier gibt Debüt
Die Berlinerinnen begannen personell verändert: Auf der Diagonalposition kam Ashley Frazier zu ihrem ersten Liga-Einsatz und ersetzte Pia Riedel. Die ersten Minuten gehörten jedoch dem deutschen Meister aus Schwerin, der schnell mit 8:3 in Führung ging. Angeführt von Saskia Hippe verschafften sich die Gäste ein klares Übergewicht in den Angriffsaktionen. Doch der KSC kämpfte sich zurück und verkürzte auf 11:9 – bis zur Verletzung von Hippe.
Nach der Unterbrechung waren beide Mannschaften zunächst paralysiert. KSC-Trainer Benedikt Frank brachte Pia Riedel für Saskia Radzuweit, und die Umstellung zeigte Wirkung. Die Berlinerinnen holten den Rückstand auf und gingen sogar in Führung. In einer dramatischen Schlussphase sicherten sich die Gäste jedoch die entscheidenden Punkte und holten Satz eins mit 27:25.
Souza Ziegler als Matchwinnerin
Auch im zweiten Satz hielt der KSC lange mit. Doch der Schweriner SC präsentierte sich nach dem Ausfall von Hippe erstaunlich ausgeglichen – andere Spielerinnen traten in ihre Fußstapfen. Vor allem die brasilianische Außenangreiferin Lousiane Souza Ziegler zeigte eine Weltklasse-Leistung: Von 35 Angriffsversuchen verwandelte sie sagenhafte 21 in Punktgewinne, ob platziert oder mit Wucht durch den Block. Der Berliner Trainer kürte sie nach dem Spiel verdient zur MVP. Auch die Mittelblockerinnen Hroncekova und Isailovic agierten auf höchstem Niveau und machten dem KSC das Leben schwer.
Satz zwei endete 25:22 aus Sicht der Gäste, Satz drei mit 25:16 – hier war das Übergewicht des Meisters dann deutlich spürbar.
Kämpferische Leistung des KSC
Trotz der klaren Ergebnisnote zeigte der Köpenicker SC eine couragierte Leistung. Kapitänin Patricia Grohmann trieb ihr Team immer wieder an, und die Berlinerinnen widersetzten sich beeindruckend den Angriffswellen der Gäste. Die Defensive um Block und Feldabwehr gehörte jedoch klar den Schwerinerinnen. Von den Außenpositionen gelang es dem KSC zu selten, die nötige Durchschlagskraft zu entwickeln. Die Mittelblockerinnen hielten zwar gut mit, hatten aber am starken Schweriner Block zu kratzen.
Trainer Benedikt Frank versuchte durch Wechsel das Ruder noch herumzureißen, doch die Gäste waren an diesem Abend eine Nummer zu groß. Die kämpferische Leistung stimmte dennoch – der KSC konnte auf dem Gezeigten aufbauen.
Ausblick
Der Schweriner SC, der in der Vorsaison 2012/13 die deutsche Meisterschaft gewonnen hatte, untermauerte mit diesem Auswärtssieg seinen Anspruch an der Tabellenspitze. Für den KSC ging es bereits am Mittwoch im DVV-Pokal bei Aurubis Hamburg weiter, ehe am kommenden Samstag die Überraschungsmannschaft der Saison, die Ladies in Black Aachen, in der Hämmerlinghalle gastierte.
Spielstatistik
Köpenicker SC Berlin – SC Schweriner W 0:3 (25:27, 22:25, 16:25)
- Datum: 2. November 2013
- Ort: Hämmerlinghalle, Berlin-Köpenick
- Zuschauer: k.A.
- Spieldauer: 32+26+24 = 82 Minuten
- MVP: Lousiane Souza Ziegler (Schweriner SC)
Rivalität seit 2010
Kopenicker Berlin W vs SC Schweriner W Direkter Vergleich· 16
Kopenicker Berlin W und SC Schweriner W trafen 16 Mal aufeinander — Kopenicker Berlin W gewann 1 Mal, SC Schweriner W 15 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 15 Siegen aus 16 Begegnungen an. Insgesamt fielen 54 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.38 pro Spiel (8 für die Heimmannschaft, 46 für die Gäste). Beide Teams trafen in 6 Spielen (38%). In 16 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. SC Schweriner W ist in den letzten 13 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 1–3 im Jahr 2017.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026