VT Aurubis Hamburg holt ersten Saisonpunkt gegen die VolleyStars Thüringen, verliert aber 2:3 im Tiebreak. Helmut von Soosten kritisiert Schwachpunkte.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungVT Aurubis Hamburg vs. VolleyStars Thüringen 2:3 – Erster Saisonpunkt im Tiebreak-Krimi
Hamburg – Die Volleyballerinnen des VT Aurubis Hamburg haben am 16. November 2013 ihren ersten Punkt in der 1. Bundesliga-Saison 2013/14 eingefahren – doch am Ende stand erneut eine Niederlage. Vor heimischer Kulisse in der CU Arena unterlag das Team von Trainer Helmut von Soosten den VolleyStars Thüringen (VfB Suhl) mit 2:3 (25:19, 22:25, 16:25, 25:17, 12:15).
Matchverlauf: Starker Start, dann Einbruch, Comeback und Tiebreak-Drama
Die Partie begann vielversprechend für die Gastgeberinnen. Nach einem frühen Rückstand kämpfte sich Hamburg zurück, übernahm die Kontrolle und sicherte sich den ersten Satz verdient mit 25:19. Auch im zweiten Durchgang lief es zunächst gut – bis zur ersten technischen Auszeit lag Hamburg in Front.
Doch dann verlor das Team von Helmut von Soosten zunehmend die Konstanz. Fehler im Zuspiel und im Block häuften sich, die Abstimmung auf dem Feld ließ nach. Die VolleyStars Thüringen nutzten die Schwächephase eiskalt aus, gewannen Satz zwei mit 25:22 und dominierten den dritten Satz nach Belieben (25:16). Mit 1:2 im Rücken und dem Rücken zur Wand zeigte Hamburg jedoch eine bemerkenswerte Reaktion.
Im vierten Satz präsentierten sich die Gastgeberinnen wieder mit ansehnlichem Volleyball. Die Annahme stand sicherer, der Angriff fand die Lücken, und mit 25:17 erzwangen die Hamburgerinnen den Tiebreak.
Der Tiebreak: Eine Frage der Nerven
Im entscheidenden fünften Satz versuchte Helmut von Soosten, sein Team immer wieder zu motivieren und zu stabilisieren. Hamburg kämpfte, doch am Ende waren es die VolleyStars Thüringen, die die entscheidenden Punkte machten. Ein Angriff über die rechte Seite besiegelte den 15:12-Erfolg für die Gäste.
„Ich bin damit schon zufrieden. Ich denke, dass wir gut gespielt haben in vielen Bereichen“, zeigte sich ein Hamburger Akteur nach dem Spiel kämpferisch. Trainer Helmut von Soosten hingegen fand deutliche Worte: „Ich sehe auch einzelne Verbesserung – ich sehe aber auch ganz, ganz viele Schwachpunkte, die wir ganz schnell umstellen müssen. […] Wenn wir auf diesem Niveau wirklich mithalten wollen, dann müssen wir diese Änderung viel schneller vollziehen.“
„Der Druck ist wahrscheinlich sehr groß“, analysierte von Soosten weiter. „Denn immer dann, wenn nichts anderes mehr möglich ist und wir frei aufspielen können, spielen wir gut. Heute hatten wir eine gute Chance, auch Suhl zu schlagen, und soweit sind wir leider noch nicht.“
Ehemalige Hamburgerinnen als Gegnerinnen
Eine besondere Note erhielt die Partie durch mehrere Spielerinnen auf Seiten der VolleyStars Thüringen, die zuvor das Trikot des VT Aurubis Hamburg getragen hatten. Mareike Hindriksen, die zwei Jahre für Hamburg gespielt hatte, sowie Natalia Cukseeva und weitere ehemalige Hamburgerinnen standen für Suhl auf dem Feld.
Hindriksen zeigte Verständnis für die schwierige Lage ihres Ex-Klubs: „Natürlich sieht es dunkel aus, wenn man Letzter ist. Aber ich denke, dass man Geduld haben muss. Die Mannschaft braucht Zeit, sich zu entwickeln. Wenn man in einer Negativspirale drin ist, muss man irgendwo ein Erfolgserlebnis herkriegen. Vielleicht war das heute ein Anfang – dass sie den Punkt geholt haben.“
Saisonkontext: Ein schwerer Weg für Hamburg
Der Punktgewinn gegen die VolleyStars Thüringen war der erste überhaupt für VT Aurubis Hamburg in der Saison 2013/14. Nach sechs Spieltagen stand das Team mit einem Punkt am Tabellenende – ein herber Rückschlag für einen Verein, der in der Vorsaison noch die Play-offs erreicht und im Challenge Cup den dritten Platz belegt hatte.
Die VolleyStars Thüringen, ein im Sommer 2013 gegründetes Kooperationsprojekt zwischen dem VfB 91 Suhl, dem Thüringer Volleyballverband und dem Zweitligisten SWE Volley Team Erfurt, präsentierten sich als solide Mittelfeldmannschaft. Mit dem 3:2-Erfolg in Hamburg sicherten sie sich wichtige Punkte im Kampf um eine gute Ausgangsposition.
Ausblick: Doppelbelastung für Hamburg
Bereits zwei Tage später stand für Hamburg die nächste Bewährungsprobe an: Im Pokal-Viertelfinale musste das Team beim Dresdner SC antreten. Dort zeigte sich Hamburg trotz der 0:3-Niederlage keineswegs wie ein Abstiegskandidat – zwei Sätze gingen erst im Tiebreak mit 27:29 verloren.
Und die englische Woche war noch nicht zu Ende: Bereits am Mittwoch empfing Hamburg im Challenge Cup ein slowakisches Team aus Bratislava. „Im Challenge Cup haben wir nicht groß etwas zu verlieren“, gab ein Spieler zu Protokoll. „Vielleicht können wir uns da ein paar Erfolge holen, damit es in der Bundesliga wieder ein bisschen leichter wird.“
Fazit: Ein Punkt mit Signalwirkung?
Für VT Aurubis Hamburg war der 2:3-Erfolg im Tiebreak eine moralisch wichtige Leistung – der erste Punktgewinn nach fünf Niederlagen. Dass die Mannschaft nach einem zwischenzeitlichen Einbruch zurückkam und den Tiebreak erzwang, sprach für den Charakter des Teams. Dass am Ende erneut eine Niederlage stand, offenbarte jedoch die tieferliegenden Probleme: mangelnde Konstanz, strukturelle Schwächen in der Abstimmung und die Last einer Negativserie.
Für die VolleyStars Thüringen war es ein verdienter Auswärtssieg in einer hart umkämpften Partie – und ein weiterer Beleg dafür, dass die neugegründete Mannschaft auf dem richtigen Weg war.
Rivalität seit 2009
Hamburg W vs Suhl W Direkter Vergleich· 15
Hamburg W und Suhl W trafen 15 Mal aufeinander — Hamburg W gewann 7 Mal, Suhl W 8 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Suhl W führt den Direktvergleich mit 8 Siegen aus 15 Begegnungen an. Insgesamt fielen 55 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.67 pro Spiel (28 für die Heimmannschaft, 27 für die Gäste). Beide Teams trafen in 8 Spielen (53%). In 15 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2014.
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API-Daten: 11. Juni 2026
