Rote Raben Vilsbiburg besiegen Allianz MTV Stuttgart 3:0 (28:26, 25:22, 25:18) und erobern die Tabellenführung zurück. Die 18-jährige Lena Stigrot wird zur MVP gekürt.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungRote Raben Vilsbiburg vs. Allianz MTV Stuttgart
1. Bundesliga Frauen – Saison 2013/14, 7. Spieltag Datum: 16. November 2013, 19:00 Uhr | Ort: Ballsporthalle Vilsbiburg Zuschauer: 1.376
Drei Tage nach der herben 0:3-Niederlage in Münster haben die Roten Raben Vilsbiburg eindrucksvoll zurückgeschlagen. Mit einem letztlich glatten 3:0 (28:26, 25:22, 25:18) besiegten die Niederbayern den Tabellenvierten Allianz MTV Stuttgart und eroberten sich die Tabellenführung in der Volleyball-Bundesliga zurück.
Rückkehr an die Spitze
Die Pleite beim USC Münster am 13. November hatte Vilsbiburg die Tabellenführung gekostet. Zeitgleich hatte der Dresdner SC durch ein klares 3:0 in Stuttgart die Spitzenposition übernommen – und am 16. Spieltag war der DSC spielfrei. Die Roten Raben nutzten die Gunst der Stunde: Mit dem Heimsieg zogen sie wieder am Titelkonkurrenten aus Sachsen vorbei.
Personelle Notlage gemeistert
Trainer Jorge Munari musste erneut auf gleich vier Stammspielerinnen verzichten. Jenna Hagglund, Tamari Miyashiro, Liana Mesa Luaces und Michelle Bartsch fehlten aufgrund von Nationalmannschafts-Nominierungen beziehungsweise Verletzungen. Die junge Garde um Zuspielerin Linda Helterhoff und Libera Anna Pogany machte ihre Sache jedoch hervorragend.
Der Spielverlauf
Erster Satz (28:26): Vilsbiburg tat sich anfangs schwer. Bis zum 19:22 deutete wenig auf einen Heimsieg hin. Dann drehten die Roten Raben mit einer Energieleistung den Satz und verwandelten ihn nach einer dramatischen Schlussphase mit 28:26. Das war der psychologisch wichtige Wendepunkt der Partie.
Zweiter Satz (25:22): Auch der zweite Durchgang war umkämpft. Stuttgart, nach dem schnellen Trainerwechsel hoch motiviert, hielt dagegen. Doch erneut behielten die Gastgeberinnen knapp die Oberhand und sicherten sich den Satz mit 25:22.
Dritter Satz (25:18): Im dritten Satz waren die Roten Raben eindeutig die bestimmende Mannschaft. Über 8:5 und 16:10 zogen sie davon und machten mit 25:18 ungefährdet den Deckel drauf.
Die Spielerin des Abends
Im Mittelpunkt des Abends stand Lena Stigrot. Die erst 18-jährige Außenangreiferin aus dem eigenen Nachwuchs war mit ihrer Dynamik die auffälligste Spielerin auf dem Feld und wurde völlig zu Recht als MVP ausgezeichnet. Stigrot, die später zu einer der prägendsten Spielerinnen der Liga werden sollte, zeigte an diesem Abend erstmals ihr ganzes Potenzial.
Stimmen zum Spiel
Trainer Jorge Munari lobte hinterher die „gute Einstellung“ und den „starken Kampfgeist“ seines Teams. In seiner Spielanalyse zeigte er sich mit dem Sideout sehr zufrieden, erkannte aber angesichts von 18 Aufschlagfehlern enormes Verbesserungspotenzial. Mit Blick auf die personellen Probleme der letzten zwei Wochen zeigte sich der Argentinier stolz: „Gratulation vor allem an die jungen Mädels, sie werden jeden Tag ein bisschen besser und wachsen als Mannschaft immer besser zusammen.“
Ausblick
Bereits am folgenden Mittwoch stand für die Roten Raben der nächste Höhepunkt an: Im DVV-Pokal-Viertelfinale empfingen sie die Ladies in Black Aachen in der Ballsporthalle. Für dieses Spiel durfte Munari mit der Rückkehr der ein oder anderen Stammkraft rechnen.
Rivalität seit 2009
Vilsbiburg W vs Stuttgart W Direkter Vergleich· 38
Vilsbiburg W und Stuttgart W trafen 38 Mal aufeinander — Vilsbiburg W gewann 10 Mal, Stuttgart W 28 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Stuttgart W führt den Direktvergleich mit 28 Siegen aus 38 Begegnungen an. Insgesamt fielen 132 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.47 pro Spiel (41 für die Heimmannschaft, 91 für die Gäste). Beide Teams trafen in 15 Spielen (39%). In 38 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Stuttgart W ist in den letzten 24 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2020.
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