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23. November 2013 um 18:30
32
Auswärts

Hamburg W

AI

SC Potsdam besiegt VT Aurubis Hamburg 3:2 nach einer Achterbahnfahrt über fünf Sätze. Potsdam führte bereits 2:0, ehe Hamburg zurückschlug und den Tiebreak erzwang.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Hin und Her in der MBS Arena

Die Partie begann aus Potsdamer Sicht vielversprechend. Coach Alberto Salomoni, der zuvor seine wiedergenesenen Spielerinnen Nikolina Jelić und Josephine Döfler zurück im Kader begrüßen durfte, sah seine Mannschaft im ersten Satz dominieren. Satte fünf Satzbälle erspielte sich Potsdam – doch jedes Mal wehrten sich die Gäste aus Hamburg mit viel Herz und Kampfgeist. Erst mit dem siebten Satzball nach 28 Minuten machte Potsdam den Sack zu und sicherte sich den ersten Durchgang mit 27:25.

Im zweiten Satz schien die Vorentscheidung bereits gefallen zu sein. Die Hamburgerinnen fielen in ein mentales Loch, wie es im offiziellen Spielbericht der Volleyball Bundesliga hieß. Nach nur 23 Minuten stand ein klares 25:17 für Potsdam – die Führung war auf 2:0 angewachsen, alles deutete auf einen glatten Drei-Satz-Sieg hin.

Hamburg kämpft sich zurück

Doch der VT Aurubis Hamburg hatte nicht vor, sich kampflos geschlagen zu geben. Im dritten Satz dominierten zwar erneut die Gastgeberinnen über lange Strecken und standen kurz vor dem Matchgewinn – doch dann schlugen die „Kupfer-Ladies“ zurück. Mit einer furiosen Aufholjagd glich Hamburg von 22:24 auf 24:24 aus und schnappte sich den Satz mit 26:24.

Auch der vierte Durchgang folgte einem ähnlichen Muster. Die Partie war nun ausgeglichener, mit vielen sehenswerten Ballwechseln. Wieder waren es die Hamburgerinnen, die auf der Ziellinie die Nerven behielten und den Satz mit 25:23 für sich entschieden. Der Tiebreak war erreicht, der zweite Saisonpunkt für Aurubis Hamburg war bereits sicher.

Potsdam dominiert den Tiebreak

Im entscheidenden fünften Satz ließ Potsdam jedoch keinen Zweifel aufkommen. Mit einer Machtdemonstration zogen die Brandenburgerinnen davon und ließen den Gästen aus der Hansestadt nur sieben Punkte. Das 15:7 nach wenigen Minuten war die klare Antwort einer Mannschaft, die sich den Heimsieg nicht mehr nehmen lassen wollte.

Die Schlüsselspielerinnen

Auf Hamburger Seite war erneut Anika Brinkmann mit 21 Punkten die erfolgreichste Angreiferin. Noch effektiver agierte jedoch Jennifer Pettke, die mit 17 Punkten aufwarte und von Potsdams Trainer Salomoni zur MVP des Spiels gekürt wurde. Für Potsdam erhielt Lisa Rühl, die einst selbst das Trikot des VT Aurubis trug, die Auszeichnung als wertvollste Spielerin ihrer Mannschaft.

Bemerkenswert: Mit Kathy Radzuweit und Lisa Rühl standen gleich zwei ehemalige Hamburgerinnen im Potsdamer Kader, die gegen ihren Ex-Club eine starke Vorstellung ablieferten.

Tabellensituation

Für Potsdam war es der sechste Saisonsieg in der noch jungen Spielzeit 2013/14. Die Mannschaft von Alberto Salomoni festigte damit den Anschluss an die Spitzengruppe der Liga. Der VT Aurubis Hamburg hingegen blieb auch nach diesem Spiel ohne Bundesliga-Sieg und rangierte mit nur einem Punkt aus den ersten Partien am Tabellenende – einzig der Punkt aus dem Tiebreak in Potsdam sorgte für einen kleinen Lichtblick. Am Mittwoch zuvor hatten die Hamburgerinnen jedoch im Challenge Cup gegen VK Doprastav Bratislava einen 3:2-Sieg gefeiert und damit Selbstvertrauen getankt.

Trainerstimmen

„Obwohl Hamburg momentan den letzten Listenplatz einnimmt, dürfen wir diese Mannschaft nicht unterschätzen“, hatte Salomoni vor dem Spiel gewarnt – eine Einschätzung, die sich als absolut richtig erwies. „In den Pokalspielen gegen Köpenick und Dresden haben sich die Elbstädterinnen sehr gut präsentiert. Gerade in den Sätzen gegen den DSC haben sie sehr hart gekämpft und ihr Potenzial gezeigt“, so der Potsdamer Coach weiter.

Der SC Potsdam bestätigte einmal mehr, dass die MBS Arena ein schwer zu bespielendes Pflaster ist – auch wenn es diesmal deutlich enger wurde als erwartet.

Rivalität seit 2010

Potsdam W vs Hamburg W Direkter Vergleich· 13

Potsdam W und Hamburg W trafen 13 Mal aufeinander — Potsdam W gewann 5 Mal, Hamburg W 8 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. Hamburg W führt den Direktvergleich mit 8 Siegen aus 13 Begegnungen an. Insgesamt fielen 53 Tore in diesen Partien, im Schnitt 4.08 pro Spiel (23 für die Heimmannschaft, 30 für die Gäste). Beide Teams trafen in 10 Spielen (77%). In 13 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2016.

5
Siege
Unentschieden
0
·
Hamburg W
8
Siege
Tore gesamt
53 · 4.1/Spiel
Beide getroffen
10/13 · 77%
Über 2,5
13/13 · 100%

Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.

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