Allianz MTV Stuttgart besiegte VT Aurubis Hamburg mit 3:1 (25:18, 20:25, 25:15, 25:23). Deborah van Daelen überzeugte mit einer Aufschlagserie im ersten Satz.
Spielanalyse
KI-Zusammenfassungvan Daelen dreht den ersten Satz
Die Partie begann für die Gastgeberinnen denkbar ungünstig. Hamburg startete stark und führte im ersten Durchgang bereits mit 18:12 – ein Polster, das nach einem Sechs-Punkte-Rückstand gegen ein Team am Tabellenende bedrohlich wirkte. Doch dann übernahm Deborah van Daelen das Kommando. Mit einer beeindruckenden Aufschlagserie drehte die Außenangreiferin das komplette Geschehen: Stuttgart gewann 13 der nächsten 14 Punkte und holte Satz eins noch mit 25:18. Diese Wende war der Wendepunkt der gesamten Begegnung.
Hamburg kämpft sich zurück
Im zweiten Satz zeigte VT Aurubis Hamburg Moral. Die Mannschaft von Trainer Helmut von Soosten spielte befreit auf, nutzte Stuttgarter Nachlässigkeiten in der Annahme und holte sich den Durchgang mit 25:20. Die Hamburgerinnen um die erfahrene Kapitänin Imke Wedekind und die kanadische Mittelblockerin Sarah Ammerman hielten das Niveau hoch – ein Satzgewinn, der für den Außenseiter die Hoffnung auf eine Überraschung nährte. Allerdings musste Hamburg erneut auf ihre beste Angreiferin Anika Brinkmann verzichten, die krankheitsbedingt ausfiel. Wedekind, auf die Diagonalposition beordert, traf nur fünfmal aus 26 Angriffsversuchen (19 Prozent) – ein deutliches Handicap.
Stuttgart zieht davon
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Stuttgart wie verwandelt. Das Team von Trainer Guillermo Hernandez legte eine formidable Leistung hin und dominierte den dritten Satz nach Belieben. Mit einer geschlossenen Block-Leistung und einer deutlich verbesserten Annahme ließen die Gastgeberinnen den Hamburgerinnen keine Chance – 25:15 nach nur 24 Minuten. Die neue kanadische Zuspielerin Megan Cyr, die den Großteil der Partie auf dem Feld stand, fand immer besser ins Spiel und verteilte die Angriffe variabel.
Nervenprobe im vierten Satz
Der vierte Durchgang entwickelte sich zur spannendsten Phase der Partie. Hamburg wehrte sich verbissen und hielt das Spiel lange offen. Beim 23:23 bahnte sich gar eine Verlängerung an, doch Stuttgart behielt die Nerven. Mit zwei entscheidenden Punkten – darunter ein blockierter Angriff der starken Lucia Varela – sicherte sich das Heimteam den Satz mit 25:23 und damit den Gesamtsieg. Insgesamt dauerte die Begegnung 1 Stunde und 39 Minuten.
Statistik: Stuttgarts Effizienz entscheidet
Die Zahlen untermauern den Stuttgarter Erfolg. Während die Gastgeberinnen auf eine Angriffseffizienz von 43 Prozent kamen, blieb Hamburg bei schwachen 31 Prozent hängen. Stuttgart verbuchte acht Blockpunkte mehr (15 zu 8) und leistete sich weniger Eigenfehler. Top-Scorerin war Deborah van Daelen mit 20 Angriffspunkten, gefolgt von Katharina Stalzer mit 17 Zählern und Kim Renkema (Engelhardt) mit zehn Treffern.
Auf Hamburger Seite war die Niederländerin Tess von Piekracht (Gravesteijn) mit zwölf Angriffspunkten die beste Angreiferin. Sarah Ammerman steuerte zehn Punkte bei. Hamburgs Gesamtangriffsquote von 31 Prozent offenbarte jedoch die offensive Schwäche des Tabellenletzten, der in dieser Saison erst einen Sieg verbuchen konnte.
Tabellenlage: Stuttgart auf Kurs, Hamburg in der Krise
Mit dem Sieg kletterte Allianz MTV Stuttgart in der Tabelle auf den achten Platz (12 Punkte aus 9 Spielen) und festigte den Anschluss an das Mittelfeld. Für die Schwäbinnen, die nach einem durchwachsenen Saisonstart zuletzt eine Aufwärtstendenz zeigten, war es der vierte Saisonsieg.
VT Aurubis Hamburg hingegen bleibt mit nur zwei Punkten aus neun Partien abgeschlagenes Schlusslicht. Die Mannschaft hat inzwischen sieben ihrer neun Spiele verloren und wartet seit dem zweiten Spieltag auf einen weiteren Erfolg. Die zweite Saisonhälfte verspricht für das Team aus der Hansestadt eine enorme Herausforderung zu werden.
Ausblick
In der kommenden Woche stehen zunächst die Pokal-Halbfinals auf dem Programm, bevor am 8. Januar die letzte Runde der ersten Saisonhälfte ansteht. Stuttgart empfängt dann den VC Olympia Berlin, während Hamburg beim Tabellenzweiten Dresdner SC antreten muss.
Rivalität seit 2010
Stuttgart W vs Hamburg W Direkter Vergleich· 13
Stuttgart W und Hamburg W trafen 13 Mal aufeinander — Stuttgart W gewann 7 Mal, Hamburg W 6 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. Stuttgart W führt den Direktvergleich mit 7 Siegen aus 13 Begegnungen an. Insgesamt fielen 54 Tore in diesen Partien, im Schnitt 4.15 pro Spiel (28 für die Heimmannschaft, 26 für die Gäste). Beide Teams trafen in 11 Spielen (85%). In 13 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2016.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026