VC Wiesbaden besiegt VT Aurubis Hamburg souverän mit 3:0 (25:15, 30:28, 25:16). Der Tabellenführer der 1. Bundesliga Frauen feiert den achten Sieg in Folge und untermauert die Spitzenposition.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungVC Wiesbaden dominiert Tabellenschlusslicht aus Hamburg
Der VC Wiesbaden hat seine Pflichtaufgabe am 18. Januar 2014 souverän erfüllt und Tabellenschlusslicht VT Aurubis Hamburg vor rund 1.000 Zuschauern in der Sporthalle am 2. Ring mit 3:0 (25:15, 30:28, 25:16) besiegt. Der Tabellenführer der 1. Bundesliga Frauen untermauerte damit eindrucksvoll seine Ambitionen in der Saison 2013/14.
Das Team von Trainerin Qiao Junang, die den Verein am Saisonende verlassen sollte, zeigte von Beginn an wenig Zweifel an der eigenen Stärke. Angetrieben von einer starken Annahme und einem druckvollen Aufschlagspiel, setzten die Wiesbadenerinnen die Gäste aus der Hansestadt früh unter Druck.
Satz 1: Früh die Richtung vorgegeben
Der erste Satz war von Beginn an eine klare Angelegenheit. Der VCW zog schnell davon und ließ Hamburg kaum zur Entfaltung kommen. Mit einer konstant starken Aufschlagserie und einer gut organisierten Blockarbeit ließ die Vollmer-Elf — so der damalige Name des Aufstellungsbogens — den Gästen wenig Raum. Anke Borowikow, Kapitänin und erfahrene Angreiferin, führte ihr Team mit präzisen Angriffen über die Position 4. Nach 22 Minuten war der erste Durchgang mit 25:15 beendet.
Satz 2: Die Nervenprobe im Tiebreak
Der zweite Satz entwickelte sich zur großen Herausforderung des Abends. Hamburg, angeführt von Trainer Jean-Pierre Staelens, kämpfte sich nach verhaltenem Start besser ins Spiel. Josephine Dörfler verletzte sich jedoch am Sprunggelenk und musste durch Nikolina Kovacic ersetzt werden, was das Hamburger Spiel kurzzeitig ins Stocken brachte.
Doch die Gäste fingen sich. Die Annahme stabilisierte sich, und plötzlich stand es 12:12. Wiesbaden geriet erstmals in Rückstand (15:16), als die Hamburgerinnen um Carmen Kotchare (Zuspiel) und Paulina Gumulka ihre beste Phase erwischten. Was folgte, war echter Spitzensport: Beide Teams schenkten sich nichts, wehrten Satzbälle ab und kämpften um jeden Punkt. Am Ende behielt Wiesbaden beim Stand von 30:28 die Oberhand — ein Satz, der die Moral und die Nehmerfähigkeiten des Tabellenführers eindrucksvoll belegte.
Bereits mit dem zweiten Satzgewinn stand fest: Der VCW hatte den achten Sieg in Folge perfekt gemacht und lag auf Rekordkurs. In der Saison 2009/10 hatte der Verein bereits einmal zehn Siege in Serie gefeiert.
Satz 3: Konzentriert zum Matchball
Nach dem Kraftakt im zweiten Satz fand Wiesbaden schnell zurück in die Spur. Die Hessinnen übernahmen von Beginn an das Kommando und ließen sich auch vom zwischenzeitlichen 11:11-Ausgleich nicht aus dem Rhythmus bringen. Libera Katja Medvedev prägte die Defensive mit Übersicht und Ruhe, während Regina Mapeli Burchardt mit druckvollen Angriffen für die entscheidenden Punkte sorgte. Beim 25:16 war der dritte Durchgang nach 24 Minuten beendet.
Ksenija Ivanovic als Trumpf
Besonders erfreulich aus Wiesbadener Sicht: Die zuvor lange verletzte Angreiferin Ksenija Ivanovic feierte ein gelungenes Comeback und brachte frische Energie auf das Feld. „Es ist immer eine große Motivation für uns, zu spielen“, hatte die Montenegrinerin vor der Partie betont.
Blick nach vorn
Mit dem neunten Saisonsieg festigte der VCW seine Spitzenposition in der 1. Bundesliga Frauen und setzte die Siegesserie fort. Nur der Schweriner SC (Platz 6, drei Niederlagen aus den letzten vier Spielen) hatte dem VCW in der Saison zuvor zwei Niederlagen beigebracht — am dritten Spieltag mit 3:0 und im DVV-Pokal-Achtelfinale mit 3:1. Die Rote Raben Vilsbiburg feierten am selben Wochenende einen 3:1-Heimsieg gegen den SSC — gute Nachrichten für Wiesbaden.
Für Hamburg hingegen bleibt die Situation prekär: Als Tabellenschlusslicht mit nur fünf Pluspunkten aus der Hinrunde (davon ein 3:0-Sieg gegen Köpenick) droht der Abstiegskampf.
Fazit
Der VC Wiesbaden präsentierte sich an diesem Januar-Abend als reifes Team, das auch in engen Phasen die Ruhe bewahrt. Während die Mannschaft im ersten Satz dominierte, zeigte sie im zweiten Durchgang Comeback-Qualitäten und bewies im dritten Satz die nötige Konzentration, um den Sack zuzumachen. Mit dieser Geschlossenheit und der Rückkehr von Ksenija Ivanovic kann der VCW zuversichtlich in die Rückspielrunde blicken.
Rivalität seit 2009
VC Wiesbaden W vs Hamburg W Direkter Vergleich· 13
VC Wiesbaden W und Hamburg W trafen 13 Mal aufeinander — VC Wiesbaden W gewann 8 Mal, Hamburg W 5 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. VC Wiesbaden W führt den Direktvergleich mit 8 Siegen aus 13 Begegnungen an. Insgesamt fielen 45 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.46 pro Spiel (26 für die Heimmannschaft, 19 für die Gäste). Beide Teams trafen in 4 Spielen (31%). In 13 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2012.
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API-Daten: 11. Juni 2026

