Allianz MTV Stuttgart besiegt VolleyStars Thüringen am 13. Spieltag der 1. Bundesliga Frauen 2013/14 mit 3:1 (25:21, 25:19, 20:25, 25:22) in der SCHARRena. Lindsay Stalzer wird MVP.
Spielzusammenfassung
Stuttgart W besiegte Suhl W 3:1. Das Spiel fand in der 1. Bundesliga Women 2013 statt.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungStuttgart beendet Negativserie mit souveränem 3:1 gegen Suhl
Allianz MTV Stuttgart hat am 13. Spieltag der 1. Bundesliga Frauen 2013/14 einen wichtigen Heimsieg eingefahren. Vor 1.850 Zuschauern in der SCHARRena besiegten die Stuttgarterinnen die VolleyStars Thüringen mit 3:1 (25:21, 25:19, 20:25, 25:22) und beendeten damit eine kleine Negativserie von drei Niederlagen aus den vorangegangenen vier Partien.
Pre-Match: Druck auf beiden Seiten
Die Ausgangslage vor dieser Partie war für beide Teams angespannt. Stuttgart ging als Tabellenachter (5 Siege, 8 Niederlagen, 16 Punkte) in das erste Heimspiel der Rückrunde, während die VolleyStars Thüringen mit 4 Siegen und 9 Niederlagen (15 Punkte) auf Rang neun lagen. Nur je ein Punkt trennte die beiden Teams – und beide wussten, dass ein Sieg für den Anschluss an die Playoff-Plätze essenziell war.
Die Stuttgarterinnen hatten zuletzt eine schwierige Phase durchlebt. Nach einer 0:3-Niederlage gegen den SSC Palmberg Schwerin am 8. Januar und einer 1:3-Pleite bei den Ladies in Black Aachen nur eine Woche später war der Druck auf das Team von Trainer Guillermo Hernandez spürbar gewachsen. Das Hinspiel gegen die Thüringerinnen am 19. Oktober hatte Stuttgart zwar mit 3:2 für sich entschieden, doch die Formkurve zeigte seitdem nach unten.
Der Spielverlauf
Satz 1: Stuttgart startet druckvoll
Von Beginn an zeigte sich Stuttgart entschlossen, die Negativserie zu beenden. Lindsay Stalzer, die später zur wertvollsten Spielerin des Abends gekürt wurde, übernahm früh die Verantwortung im Angriff. Unterstützt von einer starken Annahme durch das Libero-Duo Lena Geschendter und Evelyn Delogú sowie präzisen Zuspielen der Kanadierin Megan Cyr dominierten die Gastgeberinnen den ersten Satz. Mit 25:21 holte sich Stuttgart verdient den ersten Satzgewinn.
Satz 2: Stuttgarter Dominanz
Im zweiten Durchgang steigerten sich die Hausherrinnen noch einmal. Die Diagonalangreiferin Deborah van Daelen punktete aus aussichtsreichen Positionen, während Kapitänin Svenja Engelhardt mit ihrer Erfahrung das Spiel lenkte. Die Blockarbeit von Franziska Bremer und Rebecca Pavan bereitete den Thüringerinnen erhebliche Probleme. Mit 25:19 zog Stuttgart auf 2:0 davon – die SCHARRena tobte.
Satz 3: Thüringen schlägt zurück
Die VolleyStars Thüringen, die sich zu diesem Zeitpunkt der Saison noch VolleyStars Thüringen nannten (heute VfB Suhl LOTTO Thüringen), kämpften sich nach der Pause zurück ins Spiel. Stuttgart erwischte einen schwächeren Start in den dritten Satz, leistete sich einige Eigenfehler und fand nicht mehr in den Rhythmus der ersten beiden Durchgänge. Die Gäste nutzten die Unkonzentriertheiten konsequent aus und verkürzten mit 25:20 auf 1:2.
Satz 4: Nervenstarker Endspurt
Der vierte Satz entwickelte sich zur spannendsten Phase der Partie. Beide Teams schenkten sich nichts, die Führung wechselte mehrfach. Stuttgart kämpfte sich nach einem ausgeglichenen Start (8:7 zur ersten technischen Auszeit) Punkt um Punkt vor. Bei 22:22 blieb es noch einmal eng, doch dann zeigten die Stuttgarterinnen ihre Nehmerqualitäten. Mit drei Punkten in Folge sicherte sich Stuttgart den Satz mit 25:22 und den Gesamtsieg.
Schlüsselspielerinnen
Lindsay Stalzer war die herausragende Akteurin auf dem Feld. Die US-amerikanische Außenangreiferin, die nach ihrer College-Karriere an der Bradley University nach Deutschland gewechselt war, erzielte nicht nur wichtige Punkte, sondern überzeugte auch in der Annahme und Abwehr. Ihre Auszeichnung als MVP war die logische Konsequenz einer starken Vorstellung.
Megan Cyr dirigierte das Stuttgarter Spiel als Zuspielerin mit Übersicht und Präzision. Die Kanadierin, später auch Nationalspielerin, fand immer wieder die richtigen Angreiferinnen und hielt die gegnerische Blockformation in ständiger Bewegung.
Franziska Bremer zeigte in der Mitte ihre ganze Klasse. Die Mittelblockerin, die nach der Saison ihre Profikarriere beenden sollte, war sowohl im Block als auch im Angriff ein entscheidender Faktor.
Reaktionen
„Die Mannschaft hat sich mit diesem Sieg für die mehr als harte Arbeit in 2014 belohnt“, sagte Stuttgarts Manager Bernhard Lobmüller nach dem Schlusspfiff. „Ein unglaubliches Publikum mit über 1.800 Zuschauern – das hat wieder mitgeholfen, aus dem Tief heraus zu finden. Weiter so, liebes Publikum, danke.“
Tabellensituation und Ausblick
Mit dem Sieg kletterte Stuttgart in der Tabelle zunächst auf 19 Punkte und festigte den achten Tabellenplatz, der zur Teilnahme an den Pre-Playoffs berechtigte. Die VolleyStars Thüringen blieben mit 15 Punkten auf Rang neun, rutschten aber durch die Niederlage noch tiefer ins Mittelfeld.
Der weitere Saisonverlauf sollte zeigen, wie wichtig dieser Sieg für Stuttgart war. Am 23. Januar folgte eine knappe 2:3-Niederlage beim SC Potsdam, bevor die Mannschaft in der Rückrunde wieder Tritt fasste. Am Ende der regulären Saison qualifizierte sich Stuttgart tatsächlich für die Pre-Playoffs, wo es erneut auf die VolleyStars Thüringen traf – und sich in einem packenden Duell erst im dritten Entscheidungsspiel geschlagen geben musste.
Für die VolleyStars Thüringen war die Niederlage ein herber Rückschlag, dennoch schafften auch sie den Sprung in die Pre-Playoffs. Dort setzten sie sich gegen Stuttgart durch und zogen ins Viertelfinale ein, wo sie auf den Dresdner SC trafen.
Fazit
Der 3:1-Sieg von Allianz MTV Stuttgart gegen die VolleyStars Thüringen am 18. Januar 2014 war mehr als ein gewöhnlicher Ligaerfolg. Er war ein Signal der Moral und des Zusammenhalts in einer schwierigen Phase. Vor beeindruckender Kulisse bewies Stuttgart, dass man auch nach Rückschlägen zurückschlagen kann – eine Eigenschaft, die den Verein in den folgenden Jahren zu einem der erfolgreichsten deutschen Frauen-Volleyballteams machen sollte.
Rivalität seit 2009
Stuttgart W vs Suhl W Direkter Vergleich· 39
Stuttgart W und Suhl W trafen 39 Mal aufeinander — Stuttgart W gewann 32 Mal, Suhl W 7 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Stuttgart W führt den Direktvergleich mit 32 Siegen aus 39 Begegnungen an. Insgesamt fielen 148 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.79 pro Spiel (106 für die Heimmannschaft, 42 für die Gäste). Beide Teams trafen in 23 Spielen (59%). In 39 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2026.
Letzte Begegnungen
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API-Daten: 11. Juni 2026