SC Potsdam feiert historischen 3:2-Sieg gegen Allianz MTV Stuttgart – der erste Bundesliga-Erfolg gegen die Schwäbinnen in der Vereinsgeschichte.
Spielzusammenfassung
Potsdam W besiegte Stuttgart W 3:2. Das Spiel fand in der 1. Bundesliga Women 2013 statt.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungHistorischer Premierensieg: SC Potsdam bezwingt Stuttgart im Tiebreak-Krimi
Der SC Potsdam hat am 23. Januar 2014 in der MBS-Arena einen historischen Erfolg gefeiert. Mit einem packenden 3:2 (25:17, 20:25, 25:15, 18:25, 19:17) besiegten die Brandenburgerinnen den Allianz MTV Stuttgart – und das zum ersten Mal überhaupt in der Bundesliga-Geschichte des Vereins.
In ihrer fünfjährigen Zugehörigkeit zur 1. Volleyball-Bundesliga war es den Potsdamerinnen zuvor nie gelungen, gegen Stuttgart zu gewinnen. In der Vorsaison hatte es zwei bittere 2:3-Niederlagen gegeben, und auch das Hinspiel dieser Spielzeit hatten die Salomoni-Frauen mit 1:3 verloren. Umso größer war der Jubel, als Laura Emons im Tiebreak den entscheidenden Punkt zum 19:17 verwandelte.
Domianz im ersten Satz
Vor heimischer Kulisse erwischte der SC Potsdam einen Traumstart. Die Mannschaft von Trainer Alberto Salomoni zeigte von Beginn an keine Nervosität, sondern dominierte das Geschehen nach Belieben. Mit einer starken Aufschlagserie und einer geschlossenen Blockarbeit setzte sich Potsdam früh ab und gewann den ersten Durchgang souverän mit 25:17. Die Stuttgarterinnen um ihren starken Mittelblock mit Rebecca Pavan, Franziska Bremer und Alessandra Jovy-Heuser fanden zunächst überhaupt keinen Zugriff.
Stuttgart schlägt zurück
Im zweiten Satz kam der Allianz MTV Stuttgart besser ins Spiel. Die Gäste stabilisierten ihre Annahme und konnten nun auch ihr Angriffsspiel durchsetzen. Potsdam leistete sich einige Unkonzentriertheiten und musste den Satz mit 20:25 an die klar verbesserten Stuttgarterinnen abgeben. Die Partie war wieder völlig offen.
Potsdams Antwort im dritten Satz
Der dritte Durchgang gehörte wieder eindeutig den Hausherrinnen. Wie schon im ersten Satz zeigte der SC Potsdam eine konzentrierte Leistung, variierte im Angriff und setzte die gegnerische Abwehr immer wieder unter Druck. Besonders der Mittelblock um Kathy Radzuweit, die vor der Partie angekündigt hatte: „Wir werden am Donnerstag Vollgas geben!“, war nur schwer zu nehmen. Mit 25:15 zog Potsdam unmissverständlich davon und stellte die Wege auf 2:1.
Stuttgarts hartnäckige Antwort
doch Stuttgart bewies Moral. Im vierten Satz kämpften sich die Gäste erneut zurück und diktierten das Geschehen. Die Stuttgarterinnen agierten geduldig in der Offensive und ließen sich auch von lautstarken Potsdamer Fans nicht aus dem Konzept bringen. Am Ende hieß es 18:25 aus Potsdamer Sicht – der Tiebreak musste die Entscheidung bringen.
Tiebreak-Drama bis zur letzten Minute
Der fünfte Satz entwickelte sich zu einem wahren Krimi. Kein Team konnte sich entscheidend absetzen, beide Mannschaften schenkten sich nichts. Punkt um Punkt wurde hart umkämpft, die Nerven lagen blank. Potsdam kämpfte verbissen, Stuttgart wehrte sich nach Kräften. Beim Stand von 19:17 war es schließlich Laura Emons, die mit einem cleveren Angriff den historischen Sieg perfekt machte – der erste Potsdamer Erfolg gegen Stuttgart in der Bundesliga.
Tabellen- und Kontextbedeutung
Mit diesem Sieg kletterte der SC Potsdam in der Tabelle der 1. Bundesliga Women auf den vierten Rang und unterstrich seine Ambitionen in der Saison 2013/14. Für die Mannschaft von Alberto Salomoni war es ein immens wichtiger Befreiungsschlag und ein klares Signal, dass man auch gegen die Spitzenteams der Liga bestehen kann.
„Wir haben viele Stärken, und die müssen wir sofort zeigen und bis zum Ende durchziehen“, hatte Salomoni vor der Partie gefordert – und seine Spielerinnen setzten dies auf dem Feld eindrucksvoll um. Die Art und Weise, wie sich Potsdam nach zwei Satzrückschlägen immer wieder zurückkämpfte, zeugt von einer großen mentalen Stärke.
Für den Allianz MTV Stuttgart war die Niederlage ein Rückschlag im Kampf um die Playoff-Plätze. Dabei hatten die Gäste durchaus gezeigt, dass sie auf Augenhöhe mit Potsdam agieren können – zu oft jedoch ließen sie sich in entscheidenden Phasen den Rhythmus von den Gastgeberinnen diktieren.
Ausblick
Der historische Premierensieg gegen Stuttgart war für den SC Potsdam ein Meilenstein in der Vereinsgeschichte. Das Team hatte bewiesen, dass es nicht nur mithalten, sondern auch die vermeintlich großen Namen der Liga bezwingen kann. Für die weitere Saison war dies ein wichtiges Ausrufezeichen.
Rivalität seit 2009
Potsdam W vs Stuttgart W Direkter Vergleich· 44
Potsdam W und Stuttgart W trafen 44 Mal aufeinander — Potsdam W gewann 13 Mal, Stuttgart W 31 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Stuttgart W führt den Direktvergleich mit 31 Siegen aus 44 Begegnungen an. Insgesamt fielen 164 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.73 pro Spiel (62 für die Heimmannschaft, 102 für die Gäste). Beide Teams trafen in 24 Spielen (55%). In 44 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2022.
Letzte Begegnungen
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026