Ladies in Black Aachen besiegen den amtierenden Meister Schweriner SC im ausverkauften Hexenkessel mit 3:1 und feiern den fünften Sieg in Serie.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungLadies in Black Aachen bezwingen den amtierenden Meister
Aachen – Die Ladies in Black haben ein weiteres Kapitel ihrer Erfolgsstory in der Saison 2013/2014 geschrieben. Am Samstagabend besiegte das Team von Trainer Marek Rojko den amtierenden Meister Schweriner SC vor ausverkauftem Haus mit 3:1 (27:25, 25:23, 16:25, 25:20) und feierte den fünften Sieg in Serie.
Bereits 150 ungeduldige Fans hatten sich um 16.50 Uhr vor der Halle an der Neuköllner Straße eingefunden – der „Hexenkessel“ war eine Stunde vor Spielbeginn restlos ausverkauft. Früh war an diesem Samstagabend klar, dass es ein besonderer werden sollte.
Auftakt nach Maß
Schon der erste Durchgang ließ erahnen, dass die Ladies in Black einmal mehr in dieser Saison zu Besonderem berufen sind. Vom Start weg fanden die Aachenerinnen immer wieder Lücken im stark besetzten Schweriner Block. Jordanne Scott und Tatiana Crkonova drückten dem Spiel mit Diagonalangriffen und Einbeinern über Kopf ihren Stempel auf. Nachdem die Ladies dauerhaft vorn gelegen hatten, nutzten sie schließlich den dritten Satzball zum 27:25 gegen das Team der Ex-Aachenerin Jana Franziska Poll.
Zweiter Satz – Nervenstärke bewiesen
Im zweiten Durchgang erwischten die Aachenerinnen erneut den besseren Start, auch weil sich die Gäste aus Schwerin bis dato reichlich Aufschlagfehler leisteten. Der zehnfache Meister bewies jedoch seine Klasse: Lousiane Souza Ziegler und Co. stellten beim 20:20 den Ausgleich her. Am Ende behielten die Ladies in Black aber die Nerven – Jordanne Scott hämmerte einen ihrer vielen krachenden Angriffsbälle zum 25:23-Endstand ins Schweriner Feld.
Schwacher dritter Satz
Die kurze Geschichte des dritten Abschnitts handelt von nachlassender Aachener Konzentration und Schweriner Oberwasser. Beim 6:16 aus Sicht der Kaiserstädter war die Sache beinahe gelaufen. Marek Rojko nutzte die Gelegenheit für Umstellungen, unter anderem erhielt Julia van den Berghen umjubelte Spielzeit vor heimischem Publikum. Das deutliche 16:25 bedeutete die bis dahin höchste Satzniederlage der Saison.
Die Wende im vierten Satz
Dass das Wort „Aufgeben“ im Sprachschatz der Ladies nicht vorkommt, sollte sich im vierten Satz zeigen. Hier war der Biss im Spiel von Karolina Bednarova und ihren Teamkolleginnen plötzlich wieder da. Aachen legte ein 11:5 vor – Gästecoach Felix Kosslowski versuchte es mit weiteren Umstellungen, aber gegen die entschlossenen Angriffe der Ladies in Black war für seine Schützlinge an diesem Abend nichts mehr zu holen. Fassungslose Gesichter auf Seiten des Meisters nach dem 25:20, riesiger Jubel im PTSV-Lager.
Tabellensprung und Stimmen
Mit dem fünften Sieg in Serie kletterten die Ladies in Black vorläufig auf Platz zwei der Tabelle und gehen mit 34 Punkten in die Endphase der regulären Saison. Femke Stoltenborg auf Aachener Seite und Ivana Isailovic bei den Gästen wurden von den Trainern als wertvollste Spielerinnen ausgezeichnet.
Marek Rojko (Trainer Ladies in Black): „Was soll man sagen? Wir haben gegen Schwerin gewonnen. Punkt. Unsere veränderte Strategie ist aufgegangen. Der erste Teil des vierten Satzes war besonders wichtig, hier haben wir gut aufgeschlagen und so vorgelegt.“
Felix Kosslowski (Trainer Schweriner SC): „Wir haben insgesamt sicher zu viele Fehler gemacht, um hier etwas reißen zu können. Aachen hat das clever gemacht. So ist man zurecht oben dabei.“
Femke Stoltenborg (MVP Ladies in Black): „Das war ein richtungsweisendes Spiel. Für uns ist jetzt sichtbar, dass wir momentan in toller Form sind. Wir haben aggressiv angefangen und zwei Sätze lang unser Ding gemacht, dann kam die Pause. Die hat uns heute mal nicht so gut getan. Im vierten Satz waren wir wieder da. Es ist toll, dass wir wieder bewiesen haben, dass wir bestehen können, wenn es mal eng wird.“
Jordanne Scott (Ladies in Black): „Es war ein Auf und Ab, mit dem besseren Ende für uns. Wir haben zwei Sätze lang gut vorgelegt, uns dann im dritten aber etwas den Rhythmus nehmen lassen. Das Zusammenspiel mit Femke war wieder fantastisch, sie setzt uns einfach gut in Szene.“
Ivana Isailovic (MVP Schweriner SC): „Es war schwer für uns, und zum Teil waren wir selbst schuld daran. Aachen war über weite Strecken besser, aber wir haben einfach zu viele eigene Fehler gemacht. Im dritten Satz sah es ganz gut aus, aber danach sind wir wieder eingebrochen.“
Ausblick
Mit diesem wichtigen Sieg gegen den Titelverteidiger untermauerten die Ladies in Black ihre Ambitionen für die anstehenden Playoffs. Der „Hexenkessel“ an der Neuköllner Straße hat einmal mehr bewiesen, dass er zu den stimmungsvollsten Hallen der Liga zählt – und die Mannschaft trägt diese Energie auf das Feld.
Rivalität seit 2009
Aachen W vs SC Schweriner W Direkter Vergleich· 31
Aachen W und SC Schweriner W trafen 31 Mal aufeinander — Aachen W gewann 4 Mal, SC Schweriner W 27 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 27 Siegen aus 31 Begegnungen an. Insgesamt fielen 114 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.68 pro Spiel (29 für die Heimmannschaft, 85 für die Gäste). Beide Teams trafen in 15 Spielen (48%). In 31 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. SC Schweriner W ist in den letzten 4 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2021.
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API-Daten: 11. Juni 2026