Vilsbiburg gewinnt 3:0 in Stuttgart – souveräner Auswärtssieg der Roten Raben in der SCHARRena vor 1.900 Zuschauern.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungRote Raben Vilsbiburg demontieren MTV Stuttgart: 3:0-Kantersieg in der SCHARRena
Stuttgart – 1.900 Zuschauer in der SCHARRena erlebten am Samstagabend eine Machtdemonstration der Gäste. Die Roten Raben Vilsbiburg ließen Allianz MTV Stuttgart beim 3:0 (25:23, 25:22, 25:12) keine Chance und fegten die Gastgeberinnen nach einem engen ersten Satz regelrecht aus der Halle.
Überraschungssieg als Rückenwind – und doch ein früher Dämpfer
Nach dem beeindruckenden 3:2-Auswärtserfolg gegen den Dresdner SC am vorausgegangenen Wochenende war die Stimmung bei Allianz MTV Stuttgart optimistisch. Trainer Guillermo Hernandez und sein Team hatten gezeigt, dass sie auch gegen die Spitzenmannschaften der Liga mithalten können. Der DSC führte die Tabelle mit 30 Punkten an – die Sensation war perfekt, und der Auftrieb entsprechend groß.
Doch mit Vilsbiburg wartete der Tabellendritte auf Stuttgart (Platz 8), und die Roten Raben waren gewarnt. Was folgte, war ein Spiel mit zwei Gesichtern.
Erster Satz: Auf Augenhöhe – bis zum entscheidenden Moment
Der Beginn verlief vielversprechend für die Hausherrinnen. Angestachelt vom Erfolg gegen Dresden hielten Alessandra, Deborah, Franziska Bremer, Lindsay, Pia und Svenja hervorragend dagegen. Die Annahme stand, die Angriffe fanden ihre Wege, und Punkt um Punkt blieben die Stuttgarterinnen den Gästen auf den Fersen. Auch das neu eingespielte Libero-Duo Evelyn und Lena – Evelyn wurde später als MVP des Spiels ausgezeichnet – arbeitete zuverlässig.
Erst in der entscheidenden Phase des Satzes zog Vilsbiburg einen kleinen Vorsprung davon. Mit 25:23 sicherten sich die Roten Raben Satz eins – ein Ergebnis, das täuschen konnte. Stuttgart war auf Augenhöhe gewesen, der Eindruck eines ausgeglichenen Spiels blieb bestehen.
Zweiter Satz: Das Fundament bröckelt
Doch der zweite Satz offenbarte die entscheidende Schwäche der Stuttgarterinnen an diesem Abend. Die Annahme wurde zunehmend wackeliger, Aufschläge blieben im Netz hängen, und Angriffe prallten am gut organisierten Vilsbiburger Block ab. Bei den technischen Auszeiten lag Stuttgart mit 4:8 und 9:16 bereits deutlich zurück.
Trainer Hernandez reagierte und wechselte im Laufe des Satzes die komplette Ersatzbank ein – ein klares Signal, dass die Stammformation an diesem Tag nicht mehr an die Leistung aus Dresden anknüpfen konnte. Doch auch die personellen Veränderungen und der unermüdliche Zuspruch der 1.900 Fans konnten den 2:0-Satzvorsprung der Gäste nicht abwenden. Mit 25:22 ging auch der zweite Durchgang an die Roten Raben.
Dritter Satz: Totaler Einbruch
Was im dritten Satz folgte, war ein einseitiges Bild. Bei Stuttgart lief nichts mehr zusammen. Die Fehlerquote stieg rasant, während Vilsbiburg konzentriert und souverän sein eigenes Spiel durchzog. Die Roten Raben profitierten von jedem Stuttgarter Patzer und ließen den Gastgeberinnen keine Verschnaufpause.
Mit nur zwölf eigenen Punkten konnte Stuttgart kaum noch Gegenwehr leisten. Vilsbiburg zog davon und machte nach knapp 70 Minuten den Deckel drauf: 25:12 – ein vernichtender dritter Satz, der den souveränen 3:0-Auswärtssieg der Gäste besiegelte.
Stimmen zum Spiel
Trainer Guillermo Hernandez zeigte sich nach der Partie enttäuscht, stellte aber auch die Klasse des Gegners heraus: „Es ist ja nicht so, als hätten wir heute nur 50 Prozent gegeben. Das Team hat auf dem Feld alles gegeben, aber Vilsbiburg ist einfach eine sehr gute Mannschaft. Wenn dann die Basics wie Annahme und Aufschlag nicht funktionieren, dann kannst du eben nicht dein eigenes Spiel machen.“
Mit Blick auf das anstehende Auswärtsspiel in Wiesbaden (Mittwoch, 19. Februar 2014) gab sich Hernandez wenig optimistisch – auch wenn Stuttgart im Vorjahr in Wiesbaden einen 3:0-Erfolg feiern konnte. Positive Töne kamen dagegen von Außenangreiferin Jelena Wlk, die sich mit ihrem Einsatz einen Stammplatz in der ersten Mannschaft erspielt hatte und meinte: „Ein Auswärtsspiel macht immer besonders Spaß, weil die Atmosphäre, wenn die ganze Halle eigentlich gegen dich ist, einen besonders pusht.“
Saisonkontext und Ausblick
Mit dem Sieg festigte Vilsbiburg seinen Platz in der Spitzengruppe der Tabelle. Die Roten Raben standen vor diesem 14. Spieltag mit 24 Punkten aus 13 Partien (8 Siege, 5 Niederlagen) auf Rang 3 – hinter Dresdner SC (30 Punkte) und dem 1. VC Wiesbaden (29 Punkte). Stuttgart hingegen rutschte mit der fünften Saisonniederlage auf Rang 8 ab (16 Punkte aus 13 Spielen: 5 Siege, 8 Niederlagen) und musste den Blick nach unten richten.
Während für Vilsbiburg die Playoffs bereits in greifbarer Nähe waren, blieb Stuttgart im Kampf um die restlichen Ränge unter Druck. Am 19. Februar stand das schwierige Auswärtsspiel beim 1. VC Wiesbaden an – eine weitere Bewährungsprobe für die Mannschaft von Hernandez.
Fazit
Das Spiel offenbarte die fehlende Konstanz von Allianz MTV Stuttgart. Nach dem Hoch aus Dresden folgte ein tiefer Fall. Vilsbiburg zeigte sich von der ersten Minute an konzentriert und nutzte die Fehler der Gastgeberinnen eiskalt aus. Besonders der dritte Satz mit nur zwölf Punkten für Stuttgart blieb als Warnzeichen – gegen Spitzenteams der Liga sind auch 100 Prozent Einsatz manchmal nicht genug, wenn die technischen Grundlagen nicht stimmen.
Rivalität seit 2009
Stuttgart W vs Vilsbiburg W Direkter Vergleich· 38
Stuttgart W und Vilsbiburg W trafen 38 Mal aufeinander — Stuttgart W gewann 28 Mal, Vilsbiburg W 10 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Stuttgart W führt den Direktvergleich mit 28 Siegen aus 38 Begegnungen an. Insgesamt fielen 132 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.47 pro Spiel (91 für die Heimmannschaft, 41 für die Gäste). Beide Teams trafen in 15 Spielen (39%). In 38 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Stuttgart W ist in den letzten 24 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2020.
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API-Daten: 11. Juni 2026