Rote Raben Vilsbiburg besiegten den Tabellenführer Dresdner SC 3:1 (27:25, 27:29, 25:14, 25:20) vor 1.639 Fans in der Ballsporthalle. Liana Mesa Luaces war mit 22 Punkten die beste Spielerin.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungRote Raben bezwingen Dresdner SC in einer packenden Begegnung
Die Rote Raben Vilsbiburg haben am Mittwochabend in der Ballsporthalle ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Vor 1.639 begeisterten Zuschauern besiegten sie den Tabellenführer Dresdner SC mit 3:1 (27:25, 27:29, 25:14, 25:20) und fegten die favorisierten Gäste phasenweise vom Feld.
Die Mannschaft von Trainer Jonas Kronseder zeigte von Beginn an, dass sie nicht gewillt war, sich dem Spitzenreiter kampflos zu ergeben. Besonders die enorme kämpferische Geschlossenheit und eine taktisch clevere Spielanlage machten den Unterschied gegen das individuell hochkarätig besetzte Team von Alexander Waibl.
Spannung bis zum letzten Ballwechsel
Der erste Satz war ein echter Krimi. Nach einem 3:7-Rückstand kämpften sich die Roten Raben Punkt für Punkt zurück und belohnten sich am Ende mit einem knappen 27:25. Michelle Bartsch und Liana Mesa Luaces erwiesen sich dabei als zuverlässige Angreiferinnen, während Celin Stöhr im Block immer wieder für entscheidende Unterbrechungen sorgte.
Auch der zweite Durchgang blieb bis zum Schluss offen. Dresden legte zunächst vor (10:6, 20:17), doch Vilsbiburg steckte nicht auf. Bei 25:24 bot sich den Gastgeberinnen sogar die Chance auf den Satzball, doch Liana Mesa Luaces' Schmetterball wurde vom Schiedsgericht als „Aus" gewertet. Der Dresdner SC nutzte seine Möglichkeit und glich mit 29:27 zum 1:1 nach Sätzen aus.
Machtdemonstration im dritten Satz
Der verlorene zweite Satz schien die Roten Raben erst richtig zu beflügeln. Was im dritten Durchgang folgte, war eine einseitige Angelegenheit. Vilsbiburg dominierte nach Belieben, fand in der Annahme und im Angriff die Antwort auf alles, was der DSC aufbot, und fegte mit einem 25:14 über den Tabellenführer hinweg. Die Halle tobte.
„Wir haben sehr konzentriert gespielt und unseren Rhythmus über die gesamte Spieldauer gehalten", analysierte Kronseder nach dem Spiel.
Verdienter Endstand
Im vierten Satz ließen die Gastgeberinnen nichts mehr anbrennen. Über 8:4 und 16:9 zogen sie unaufhaltsam davon. Jennifer Geerties setzte mit dem 25:20 den Schlusspunkt einer beeindruckenden Mannschaftsleistung.
Liana Mesa Luaces, die mit 22 Punkten zur wertvollsten Spielerin des Abends gekürt wurde, war die überragende Akteurin auf dem Feld. Celin Stöhr glänzte zudem mit stolzen sieben Blockpunkten.
Saisonkontext: Ein Duell auf Augenhöhe
Der Dresdner SC, der am Ende der Saison 2013/14 seinen dritten Meistertitel feiern sollte, musste sich an diesem Abend dem bayerischen Außenseiter geschlagen geben. Für die Roten Raben war es ein enorm wichtiger Sieg im Rennen um die Playoff-Plätze.
Die Partie war zugleich eine Standortbestimmung für das bevorstehende DVV-Pokal-Finale am 2. März in Halle, in dem die Roten Raben auf die VolleyStars Thüringen trafen. Mit diesem Erfolg im Rücken reisten die Vilsbiburgerinnen mit breiter Brust zum Endspiel.
Während Dresden mit Rebecca Perry, Lisa Izquierdo und Zuspielerin Mareen Apitz eine hochkarätige Startformation bot, setzten die Roten Raben auf eine eingespielte Einheit mit Linda Helterhoff im Zuspiel, Michelle Bartsch, Jennifer Geerties, Dominique Lamb und Libera Anna Pogany. Am Ende war es der geschlossene Teamauftritt, der den Unterschied machte.
Fazit
Rote Raben Vilsbiburg besiegte den Dresdner SC hochverdient mit 3:1. Die Sätze 27:25, 27:29, 25:14 und 25:20 spiegeln eine intensive Partie wider, in der die Gastgeberinnen nach einem knappen zweiten Satz eine beeindruckende Leistungssteigerung zeigten. Für den späteren Meister Dresden war es eine wertvolle Niederlage auf dem Weg zum Titel, für Vilsbiburg ein Abend, der lange in Erinnerung bleiben wird.
Rivalität seit 2010
Vilsbiburg W vs Dresdner SC W Direkter Vergleich· 40
Vilsbiburg W und Dresdner SC W trafen 40 Mal aufeinander — Vilsbiburg W gewann 9 Mal, Dresdner SC W 31 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. Dresdner SC W führt den Direktvergleich mit 31 Siegen aus 40 Begegnungen an. Insgesamt fielen 152 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.80 pro Spiel (48 für die Heimmannschaft, 104 für die Gäste). Beide Teams trafen in 22 Spielen (55%). In 40 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2016.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026