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1 Bundesliga WomenSaison 2013

VC Wiesbaden W vs Vilsbiburg W

12. März 2014 um 19:30
23
Auswärts

Vilsbiburg W

AI

Der VC Wiesbaden verliert den letzten regulären Saisonhöhepunkt 2:3 gegen die Roten Raben Vilsbiburg – ein denkwürdiger Abschied von der Sporthalle am Zweiten Ring.

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Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Abschied mit Drama: Wiesbaden verliert Tiebreak-Krimi gegen Vilsbiburg

Die Sporthalle am Zweiten Ring in Wiesbaden erlebte am 12. März 2014 einen würdigen Abschied von zehn Jahren Bundesliga-Volleyball. Vor ausverkaufter Kulisse von rund 1.200 Zuschauern lieferten sich der VC Wiesbaden und die Roten Raben Vilsbiburg einen packenden Fünf-Satz-Krimi, den die Gäste aus Bayern letztlich mit 3:2 (25:22, 25:17, 27:29, 23:25, 15:13) für sich entschieden.

Das Spiel war der letzte reguläre Spieltag der Saison 2013/14, und die Tabellenkonstellation hätte spannender kaum sein können: Dresdner SC, VC Wiesbaden und die Roten Raben Vilsbiburg kämpften allesamt noch um den ersten Tabellenplatz. Vilsbiburg reiste zudem als frischgebackener DVV-Pokalsieger an.

Vilsbiburg startet dominant

Die Gäste erwischten den besseren Start. Vilsbiburg zeigte sich im Angriff und in der Annahme von Beginn an stabiler und wirkte insgesamt eingespielter. Wiesbaden, nach einer längeren spielfreien Phase etwas aus dem Rhythmus geraten, geriet im ersten Satz mit 18:23 in Rückstand – eine kleine Aufholjagd reichte nicht mehr. Vilsbiburg sicherte sich Satz eins mit 25:22.

Im zweiten Durchgang setzte sich das Bild fort. Ein deutlicher Fehlstart der Wiesbadenerinnen – 2:8 zur ersten technischen Auszeit – und fünf Blockpunkte der Raben unterstrichen die Überlegenheit der Gäste. Insbesondere die 36-jährige Kubanerin Wilma Salas ragte im Vilsbiburger Block heraus. Nach einem Aufschlagfehler von Wiesbadens Ksenija Ivanovic stand es 25:17 – die Raben führten mit 2:0 Sätzen. Die Halle am Zweiten Ring war wie gelähmt.

Die Wende im dritten Satz

Auch der dritte Satz begann mit einer 11:7-Führung für Vilsbiburg. Nichts deutete auf eine Wende hin. Doch Wiesbadens Trainer Andreas Vollmer wechselte Veronique Corvers für Ivanovic ein – und brachte damit neuen Schwung ins Spiel der Hausherrinnen.

Der Knoten platzte. Vilsbiburgs Angriffseffizienz fiel unter die 35-Prozent-Marke, die Raben begannen Fehler zu machen. Punkt für Punkt kämpfte sich Wiesbaden heran, angetrieben vom heimischen Publikum. Beim 22:21 lag der VCW erstmals in Führung. Es entwickelte sich eine packende Crunchtime. Die Raben erspielten sich Matchball, doch Karine Muijlwijck hielt den VCW am Leben – 29:29.

Dann die Schlüsselszene: Rebecca Schäperklaus blockte die Gastgeberinnen nach vorne, der VCW hatte Satzball bei eigenem Aufschlag. Martina Wießler servierte, die Annahme bei Vilsbiburg fand ihr Ziel – doch dann ertönte ein Pfiff von Schiedsrichter Volker Schiemenz. Die Zeitlupe offenbarte, was viele in der Halle nicht gesehen hatten: Wilma Salas, eine Hinterfeldspielerin in der Rotation, begann ihren Angriff in der Vorderzone – ein unerlaubter Hinterfeldangriff nach Volleyball-Regel 13.3.3. Der Punkt ging an Wiesbaden, der Satz mit 29:27 an die Hausherrinnen. Ein Paukenschlag.

Tiebreak-Entscheidung

Auch im vierten Satz lagen die Gäste zunächst vorn, die Führung wuchs nach der zweiten technischen Auszeit zwischenzeitlich auf sieben Punkte an. Viele in der Halle sahen die Heimniederlage bereits besiegelt. Doch der VCW kämpfte sich zurück, gepusht vom heimischen Publikum, und profitierte von neun Eigenfehlern Vilsbiburgs in diesem Satz. Wiesbaden holte sich den vierten Satz mit 25:23 und erzwang den Tiebreak.

Dort ging es bis zum 13:13 auf absoluter Augenhöhe zu. Dann schafften die Roten Raben die entscheidenden Punkte und sicherten sich den Tiebreak mit 15:13.

Saisonabschluss mit Punktgleichheit

Trotz der Niederlage wurde der VC Wiesbaden durch die Ergebnisse der Konkurrenz nicht mehr vom zweiten Tabellenplatz verdrängt. Dresdner SC, VC Wiesbaden und Vilsbiburg beendeten die reguläre Saison punktgleich. Aufgrund der gewonnenen Spiele zog Dresden auf Platz eins, Wiesbaden aufgrund des besseren Satzverhältnisses gegenüber den Raben auf Rang zwei und Vilsbiburg auf Platz drei.

Statistisch war Vilsbiburg an diesem Abend die spielerisch klar bessere Mannschaft. Die Raben ließen sich jedoch in der heimischen Halle am Zweiten Ring zu vielen Eigenfehlern hinreißen. Der VCW überzeugte dagegen kämpferisch.

MVP-Leistungen zum Abschied

Die letzten MVP-Auszeichnungen in der traditionsreichen Halle gingen an Wilma Salas (Vilsbiburg) mit beeindruckenden 23 Punkten, zwei Assen und fünf Blockpunkten sowie an Karine Muijlwijck (Wiesbaden) mit 24 Zählern.

In den Playoffs zog der VC Wiesbaden in die Großsporthalle Rüsselsheim um, wo der Gegner noch in den Pre-Playoffs ermittelt werden musste. Die Sporthalle am Zweiten Ring wurde nach dieser denkwürdigen Partie endgültig Geschichte.

Rivalität seit 2009

VC Wiesbaden W vs Vilsbiburg W Direkter Vergleich· 36

VC Wiesbaden W und Vilsbiburg W trafen 36 Mal aufeinander — VC Wiesbaden W gewann 19 Mal, Vilsbiburg W 17 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. VC Wiesbaden W führt den Direktvergleich mit 19 Siegen aus 36 Begegnungen an. Insgesamt fielen 140 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.89 pro Spiel (70 für die Heimmannschaft, 70 für die Gäste). Beide Teams trafen in 22 Spielen (61%). In 36 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. VC Wiesbaden W ist in den letzten 5 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2024.

Unentschieden
0
·
Vilsbiburg W
17
Siege
Tore gesamt
140 · 3.9/Spiel
Beide getroffen
22/36 · 61%
Über 2,5
36/36 · 100%

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