Dresdner SC siegt 3:2 beim Köpenicker SC Berlin im Hauptrundenfinale der 1. Volleyball-Bundesliga Frauen 2013/14 und sichert sich damit noch den ersten Tabellenplatz vor Wiesbaden und Vilsbiburg.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungEin dramatischer Hauptrundenabschluss mit Titelgarantie
Der letzte Spieltag der Hauptrunde in der 1. Volleyball-Bundesliga der Frauen 2013/14 hielt alles bereit, was sich Neutraler nur wünschen konnten — einen Fünfsatz-Krimi und eine historische Wendung an der Tabellenspitze. Der Dresdner SC setzte sich am Mittwochabend, dem 12. März 2014, in der Sporthalle Hämmerlingstraße mit 3:2 (25:14, 19:25, 25:22, 30:32, 15:7) gegen den Köpenicker SC Berlin durch und sicherte sich mit dem 15. Saisonsieg noch auf den letzten Drücker den ersten Tabellenplatz.
Das Besondere daran: Zum Zeitpunkt des Anpfiffs in Berlin war Dresdens Schicksal nicht in den eigenen Händen. Erst die zeitgleiche 2:3-Niederlage des VC Wiesbaden beim Pokalsieger Rote Raben Vilsbiburg öffnete dem DSC die Tür zur Spitzenposition. Da alle drei Teams die Saison mit 42 Punkten abschlossen, gab die höhere Anzahl an Siegen den Ausschlag: 15 für Dresden, 14 für Wiesbaden und Vilsbiburg.
Der Weg durch die fünf Sätze
Trainer Alexander Waibl vertraute weitgehend der Stammformation, die zuletzt Hamburg klar bezwungen hatte. Stefanie Karg und Jaroslava Pencova begannen auf dem Mittelblock, während Juliane Langgemach und Corina Ssuschke-Voigt zunächst auf der Bank Platz nahmen.
Der erste Durchgang schien die Favoritenrolle des Tabellenzweiten zu bestätigen. Auch wenn die Mannschaft sichtbar mit den Strapazen des siebten Spiels innerhalb von drei Wochen kämpfte, dominierte der DSC die Szenerie. Der Satz ging mit 25:14 deutlich an die Gäste aus Sachsen.
Im zweiten Satz jedoch drehte der Außenseiter auf. Der Köpenicker SC erkannte die Schwächen im Dresdner Spiel und nutzte sie konsequent aus. Nach einem ausgeglichenen 4:4 setzten sich die Berlinerinnen auf 8:4 und später auf 16:11 ab. Zwar kämpfte sich der DSC auf 19:21 heran, doch zu viele Eigenfehler verhinderten die Wende — 19:25 aus Dresdner Sicht.
Kampfgeist und Wechsel
Im dritten Durchgang zeigte Dresden dann das Kämpferherz, das eine Spitzenmannschaft auszeichnet. Beim Stand von 0:2 kam Katharina Schwabe für Shanice Marcelle, beim 5:7 Corina Ssuschke-Voigt für Jaroslava Pencova. Die Wechsel zeigten Wirkung: Der DSC holte einen 7:10-Rückstand auf und lag zur zweiten technischen Auszeit mit 16:13 vorn. Auch ein erneuter Rückschlag auf 16:17 brachte die Mannschaft nicht aus der Ruhe — der Satz ging mit 25:22 an Dresden.
Der vierte Durchgang wurde zur nervlichen Zerreißprobe. Die Führung wechselte mehrfach, bis der DSC beim 24:23 den ersten Matchball dieser Partie hatte. Was folgte, war ein Krimi im Krimi: Gleich fünf Matchbälle konnten die Gäste nicht verwandeln, ehe Köpenick seine dritte Satzchance nutzte und diesen unfassbaren Durchgang mit 30:32 für sich entschied. Der Tie-Break war erreicht.
Tie-Break: Dresden zieht davon
Dort waren die Gastgeberinnen nur bis zum 7:7 auf Augenhöhe. Dann blockte und schmetterte sich der DSC zum 15:7 — und damit zum Sieg, der alles veränderte.
"Es war ideal für uns gelaufen. Meine Mannschaft war müde und leer. Wir haben gekämpft und nicht Volleyball gespielt", bilanzierte Alexander Waibl nach 122 Minuten.
Die entscheidenden Akteurinnen
Erfolgreichste Scorerin der Partie war Lisa Izquierdo mit 24 Punkten, gefolgt von Stefanie Karg (16 Zähler) und Corina Ssuschke-Voigt (10). Die goldene MVP-Medaille erhielt zum zweiten Mal in Folge Zuspielerin Mareen Apitz. Auf Seiten des Köpenicker SC wurde Shannon Hawari von Waibl zur MVP gewählt.
Tabellenkonstellation und Ausblick
Die Hauptrunde endete mit einem Dreikampf an der Spitze:
| Rang | Team | Spiele | Siege | Sätze | Punkte |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Dresdner SC | 20 | 15 | 51:28 | 42 |
| 2 | VC Wiesbaden | 20 | 14 | 49:26 | 42 |
| 3 | Rote Raben Vilsbiburg | 20 | 14 | 46:28 | 42 |
Der Köpenicker SC Berlin beendete die Saison auf dem 10. Platz (4 Siege, 16 Niederlagen, 27:52 Sätze, 16 Punkte) und musste in den Pre-Playoffs gegen den USC Münster (7.) antreten. Der direkte Klassenerhalt war dem Team von der Spree bereits zuvor gelungen — der Absteiger stand mit dem sieglosen Schlusslicht VT Aurubis Hamburg (0 Siege, 4 Punkte) seit Wochen fest.
Für den Dresdner SC begannen die Playoffs am 29. März mit dem Viertelfinale (Best of Three), in dem der Gegner erst in den Pre-Playoffs zwischen dem USC Münster, dem Köpenicker SC, den VolleyStars Thüringen und dem MTV Allianz Stuttgart ermittelt wurde.
Die DSC-Frauen bestätigten in dieser Hauptrunde eindrucksvoll, warum sie zu den Topadressen des deutschen Frauen-Volleyballs zählen. Der 6-malige Deutsche Meister und 7-malige Pokalsieger war auch in dieser Saison ein Titelanwärter.
Historischer Kontext
Der Dresdner SC dominierte den direkten Vergleich mit dem Köpenicker SC historisch gesehen deutlich: Von 17 Begegnungen seit 2009 gewann Dresden 16 Mal, Köpenick nur einmal. Die 17 Duelle endeten stets mit mehr als 2,5 Sätzen — durchschnittlich fielen 3,41 Sätze pro Spiel. Das torreichste Aufeinandertreffen war genau diese Partie mit 3:2 im Jahr 2014.
Mit diesem dramatischen 3:2 am finalen Hauptrundenspieltag schrieb der Dresdner SC ein weiteres Kapitel seiner Erfolgsgeschichte fort — und bewies einmal mehr, dass mentale Stärke in entscheidenden Momenten über Titel mitentscheidet.
Rivalität seit 2009
Kopenicker Berlin W vs Dresdner SC W Direkter Vergleich· 17
Kopenicker Berlin W und Dresdner SC W trafen 17 Mal aufeinander — Kopenicker Berlin W gewann 1 Mal, Dresdner SC W 16 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Dresdner SC W führt den Direktvergleich mit 16 Siegen aus 17 Begegnungen an. Insgesamt fielen 58 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.41 pro Spiel (10 für die Heimmannschaft, 48 für die Gäste). Beide Teams trafen in 6 Spielen (35%). In 17 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2014.
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API-Daten: 11. Juni 2026