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1 Bundesliga WomenSaison 2013

Hamburg W vs Stuttgart W

12. März 2014 um 19:30
Heim

Hamburg W

13
Auswärts

Stuttgart W

AI

857 Zuschauer verabschiedeten Hamburgs Kapitänin Imke Wedekind nach neun Jahren. Stuttgart siegte 3:1 (16:25, 25:22, 25:27, 14:25) beim letzten Saisonspiel von VT Aurubis Hamburg.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Abschied mit Applaus: Imke Wedekind sagt Lebewohl – Stuttgart siegt 3:1 in Hamburg

857 Zuschauer in der CU Arena erlebten am Mittwochabend den emotionalen Abschied von Hamburgs Kapitänin Imke Wedekind. Im letzten Saisonspiel unterlag VT Aurubis Hamburg dem Tabellennachbarn Allianz MTV Stuttgart mit 1:3 (16:25, 25:22, 25:27, 14:25) – ein Ergebnis, das die couragierte Vorstellung der Gastgeberinnen nur bedingt widerspiegelte.

Es war der letzte Vorhang für die Saison 2013/14 und gleichzeitig das Ende einer Ära. Nach neun Jahren im Trikot von VT Aurubis Hamburg beendete Mittelblockerin Imke Wedekind, die in den vergangenen Wochen sogar auf der Diagonalposition ausgeholfen hatte, ihre Karriere. Das Team von Trainer Helmut von Soosten hatte sich für seine Spielführerin noch einmal alles vorgenommen – der erste Saisonsieg blieb jedoch auch zum Abschluss verwehrt.

Satz für Satz: Eine Achterbahnfahrt

Satz 1 – Stuttgarter Start nach Maß (16:25)

Die Gäste aus der Landeshauptstadt erwischten den besseren Start und bestimmten von Beginn an das Geschehen. Beim Stand von 10:10 schlichen sich bei den Hamburgerinnen kleine Unkonzentriertheiten ein, die Stuttgart eiskalt bestrafte. Mit einer starken Block-Leistung und präzisen Angriffen zog Allianz MTV Stuttgart davon und sicherte sich Satz eins nach 22 Minuten verdient mit 25:16.

Satz 2 – Die Hamburger Antwort (25:22)

Im zweiten Durchgang zeigte das Heimteam seine stärkste Seite. Angetrieben von der lautstarken Unterstützung der Fans und angeführt von der scheidenden Wedekind kämpften sich die Hamburgerinnen Punkt für Punkt nach vorne. Die Abstimmung zwischen Zuspielerin Izabela Sliwa und dem Angriffsblock harmonierte plötzlich deutlich besser. Mit 25:22 gelang VT Aurubis der verdiente Satzausgleich – die Halle bebte.

Satz 3 – Die Vorentscheidung nach Verlängerung (25:27)

Beflügelt vom Satzgewinn startete Hamburg furios in den dritten Durchgang und lag zwischenzeitlich mit 10:7 in Führung. Die Hoffnung auf den ersten Saisonsieg war greifbar. Doch Stuttgart fand zurück in die Partie und kämpfte sich Punkt um Punkt heran. Eine dramatische Schlussphase mit mehreren Satzbällen auf beiden Seiten endete schließlich mit 27:25 für die Gäste – ein glücklicher, aber nicht unverdienter Erfolg für das Team von Trainer Guillermo Hernandez.

Satz 4 – Der Kräfteverschleiß (14:25)

Was im dritten Satz bereits angedeutet hatte, trat im vierten Durchgang mit voller Härte ein: Den Hamburgerinnen gingen die Kräfte aus. Ein 0:10-Rückstand gleich zu Beginn zeigte die gesamte Dramatik der Situation. Ein Stuttgarter Angriffsfehler brachte den ersten Hamburger Punkt, doch die Partie war endgültig entschieden. Stuttgart ließ nichts mehr anbrennen und gewann den Satz mit 25:14.

Schlüsselspielerinnen

Izabela Sliwa (MVP Hamburg) ragte als Zuspielerin mit ihrer Spielübersicht und kontrollierten Annahme heraus und wurde zur wertvollsten Spielerin der gastgebenden Mannschaft gekürt.

Auf Stuttgarter Seite überzeugte Lindsay Stalzer (MVP Stuttgart) mit ihrer Durchschlagskraft im Angriff und war maßgeblich am Erfolg der Gäste beteiligt.

Tabellenkontext

Für Allianz MTV Stuttgart bedeutete der Sieg den Abschluss der Hauptrunde auf dem neunten Tabellenplatz, der zur Teilnahme an den Pre-Playoffs berechtigte. Für VT Aurubis Hamburg endete eine schwierige Saison ohne einen einzigen Sieg – der letzte Platz in der Tabelle war bereits vor dem letzten Spieltag besiegelt.

Ein Abschied mit Blumen und Tränen

Nach dem Schlusspfiff gab es für alle Hamburger Spielerinnen einen Blumenstrauß – für Imke Wedekind fiel er etwas größer aus als für ihre Teamkolleginnen. Während des gesamten Spiels hatten die Spielerinnen mit der Aufschrift "#13" auf ihren Armen ihre Verbundenheit zur Kapitänin symbolisiert.

Wedekind, die neun Jahre lang das Gesicht des Hamburger Volleyballs war, beendet damit ihre aktive Karriere. Die gebürtige Mittelblockerin hatte im Laufe der Saison auf Anweisung des Trainers sogar die Position gewechselt und von der Diagonalposition aus gepunktet. Doch am Ende zählte für sie stets das Mannschaftsergebnis mehr als die eigene Statistik – eine echte Kapitänin.

Ausblick

Für den Standort Hamburg beginnt nun eine ungewisse Zukunft. Die Offiziellen von VT Aurubis stehen vor der Herausforderung, den Bundesliga-Standort in der Hansestadt zu sichern. Stuttgart hingegen durfte sich auf die Pre-Playoffs vorbereiten, auch wenn die Enttäuschung über die durchwachsene Saison im Team von Guillermo Hernandez spürbar war.

Die 857 Zuschauer in der CU Arena erlebten an diesem Abend mehr als nur ein Volleyballspiel – sie verabschiedeten eine der prägendsten Spielerinnen des Hamburger Frauenvolleyballs und hoffen gleichzeitig auf eine Zukunft in der höchsten deutschen Spielklasse.

Rivalität seit 2010

Hamburg W vs Stuttgart W Direkter Vergleich· 13

Hamburg W und Stuttgart W trafen 13 Mal aufeinander — Hamburg W gewann 6 Mal, Stuttgart W 7 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. Stuttgart W führt den Direktvergleich mit 7 Siegen aus 13 Begegnungen an. Insgesamt fielen 54 Tore in diesen Partien, im Schnitt 4.15 pro Spiel (26 für die Heimmannschaft, 28 für die Gäste). Beide Teams trafen in 11 Spielen (85%). In 13 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2016.

Hamburg W
6
Siege
Unentschieden
0
·
Tore gesamt
54 · 4.2/Spiel
Beide getroffen
11/13 · 85%
Über 2,5
13/13 · 100%

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