Munster W
Kopenicker Berlin W
USC Münster dreht 0:2-Satzrückstand gegen Köpenicker SC Berlin und gewinnt Pre-Playoff-Auftakt 3:2 (21:25, 16:25, 25:22, 25:22, 15:10).
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungNervenaufreibender Auftakt in die Pre-Playoffs
Der USC Münster hat das erste Spiel der Pre-Playoffs in der 1. Bundesliga Frauen gegen den Köpenicker SC Berlin mit einem dramatischen 3:2 (21:25, 16:25, 25:22, 25:22, 15:10) für sich entschieden. Vor rund 1.200 Zuschauern in der Sporthalle Berg Fidel drehten die Gastgeberinnen einen 0:2-Satzrückstand und sicherten sich den ersten Matchball in der Best-of-three-Serie.
Pre-Playoffs: Der Weg in die Viertelfinals
Die Saison 2013/14 der Volleyball-Bundesliga der Frauen war in die entscheidende Phase getreten. Nach Abschluss der Hauptrunde am 12. März 2014 belegte der USC Münster mit 9 Siegen aus 20 Spielen und 28 Punkten den 7. Tabellenplatz – punktgleich mit dem Achten VolleyStars Thüringen. Der Köpenicker SC Berlin rangierte mit lediglich 4 Siegen und 16 Punkten auf dem 10. Platz, nur vor dem abgeschlagenen Schlusslicht VT Aurubis Hamburg (0 Siege, 4 Punkte).
In den Pre-Playoffs trafen die Teams der Plätze 7 bis 10 im Modus Best of Three aufeinander: Der Siebte empfing den Zehnten, der Achte den Neunten. Die beiden Sieger dieser Serie zogen ins Playoff-Viertelfinale ein, wo sie auf die bestplatzierten Teams der Hauptrunde trafen. Für Münster bedeutete dies: Zwei Siege gegen Köpenick mussten her, um die Saison zu verlängern.
Die Vorgeschichte versprach Spannung. Bereits in der Hauptrunde hatten beide Teams zweimal gegeneinander gespielt – und beide Male war es bis zum Tie-Break gegangen. Am 24. November 2013 setzte sich Münster in eigener Halle mit 3:2 durch, am 19. Februar 2014 revanchierte sich Köpenick in Berlin ebenfalls mit 3:2. Die Rivalität zwischen den Vereinen reicht bis 2009 zurück, und Münster führte den direkten Vergleich mit 13 Siegen aus 17 Begegnungen vor diesem Spiel an.
Münsters Comeback nach verschlafenem Start
Die erste halbe Stunde gehörte den Gästen aus der Hauptstadt. Der Köpenicker SC – in der Hauptrunde mit nur 27 gewonnenen Sätzen bei 52 verlorenen das zweitschwächste Angriffsteam der Liga – spielte wie befreit auf. Satz eins entschieden die Berlinerinnen mit 25:21 für sich, und im zweiten Durchgang dominierten sie nach Belieben: 25:16 lautete das Ergebnis nach einer konzentrierten Vorstellung.
Doch Münster zeigte Moral. „Wir haben uns in der Kabine gesagt, dass jetzt jeder Ball brennen muss“, erklärte USC-Kapitänin Ines Bathen nach dem Spiel. Das Team von Trainer Jörg Adler kam wie verwandelt aus der Pause. Mit einer deutlich stabileren Annahme – in den ersten beiden Sätzen noch eine der größten Schwachstellen – und präziseren Angriffen verkürzten die Gastgeberinnen auf 25:22.
Der vierte Satz entwickelte sich zur Zitterpartie. Kein Team konnte sich entscheidend absetzen, doch Münster behielt in der entscheidenden Phase die Nerven und gewann erneut mit 25:22. Damit war der Tie-Break erreicht – die dritte Begegnung in dieser Saison zwischen diesen Teams, die über die volle Distanz gehen musste.
Tie-Break-Showdown: 15:10 und der erste Matchball
Im entscheidenden fünften Satz erwies sich die Tie-Break-Erfahrung der Münsteranerinnen als entscheidender Vorteil. Bereits zum dritten Mal in dieser Saison mussten sie in der heimischen Sporthalle Berg Fidel über die volle Distanz gehen – und zum dritten Mal behielten sie die Oberhand.
Mit einer furiosen Aufschlagserie von Kapitänin Ines Bathen zog Münster auf 10:0 davon – eine Vorentscheidung, von der sich Köpenick nicht mehr erholen sollte. Zwar kämpften sich die Berlinerinnen noch einmal heran, doch der Vorsprung war zu groß. Der finale Block gegen einen Angriff des Köpenicker SC besiegelte den 15:10-Erfolg im Tie-Break und den 3:2-Gesamtsieg.
„Mit zwei Punkten sind wir natürlich zufrieden“, sagte eine erleichterte Ines Bathen im Anschluss. „Dass wir es nicht in vier Sätzen geschafft haben, ärgert uns ein wenig. Aber Köpenick hat auch gut gespielt – sie haben sich den Punkt verdient.“
Ausblick: Der zweite Streich in Berlin
Durch den Sieg ging Münster mit einer 1:0-Führung in die Best-of-three-Serie. Schon drei Tage später, am 22. März 2014, stand das Rückspiel in Berlin an. Ein weiterer Sieg hätte den USC Münster direkt ins Playoff-Viertelfinale gebracht. Ein Sieg der Berlinerinnen hätte ein entscheidendes drittes Spiel am 25. März in Münster erzwungen.
Parallel zu dieser Partie fand das andere Pre-Playoff-Duell zwischen den VolleyStars Thüringen (8.) und Allianz MTV Stuttgart (9.) statt. Auch hier setzte sich der besser platzierte Verein durch: Thüringen gewann 3:1 und sicherte sich ebenfalls eine optimale Ausgangslage.
Das Viertelfinale der Playoffs begann am 29. März 2014. Der Dresdner SC hatte die Hauptrunde als Erster abgeschlossen, gefolgt vom VC Wiesbaden, den Roten Raben Vilsbiburg und den Ladies in Black Aachen, die ebenfalls punktgleich waren und die direkte Qualifikation für die Playoffs schafften. Schwerin verpasste als Fünfter den direkten Einzug.
Saisonkontext und Bedeutung
Die Saison 2013/14 war für die Volleyball-Bundesliga der Frauen eine der spannendsten der vergangenen Jahre. Der Dresdner SC dominierte die Hauptrunde mit 42 Punkten, punktgleich mit Wiesbaden und Vilsbiburg. Am Ende sicherte sich der DSC Volleyball-Bundesliga auch die Meisterschaft.
Für den USC Münster bedeutete die Teilnahme an den Pre-Playoffs eine Bestätigung der Entwicklung unter Trainer Jörg Adler, der das Team im Sommer 2013 übernommen hatte. Mit jungen Talenten wie Louisa Lippmann (damals 19 Jahre alt) und Leonie Schwertmann sowie der erfahrenen Kapitänin Ines Bathen verfügte Münster über eine Mischung aus Erfahrung und Jugend, die in den entscheidenden Momenten den Unterschied ausmachte.
Der Köpenicker SC Berlin hingegen zeigte in dieser Saison, dass der Verein trotz eines schmalen Budgets und einer schwierigen Tabellensituation auf Augenhöhe mit den etablierten Teams mithalten konnte. Die beiden Tie-Break-Niederlagen gegen Münster in dieser Saison unterstrichen die engen Kräfteverhältnisse im unteren Tabellendrittel der Liga.
Rivalität seit 2009
Munster W vs Kopenicker Berlin W Direkter Vergleich· 17
Munster W und Kopenicker Berlin W trafen 17 Mal aufeinander — Munster W gewann 13 Mal, Kopenicker Berlin W 4 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Munster W führt den Direktvergleich mit 13 Siegen aus 17 Begegnungen an. Insgesamt fielen 72 Tore in diesen Partien, im Schnitt 4.24 pro Spiel (45 für die Heimmannschaft, 27 für die Gäste). Beide Teams trafen in 14 Spielen (82%). In 17 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2017.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026