Allianz MTV Stuttgart besiegt die VolleyStars Thüringen mit 3:1 und erzwingt das entscheidende dritte Spiel der Pre-Playoffs 2014.
Spielzusammenfassung
Stuttgart W besiegte Suhl W 3:1. Das Spiel fand in der 1. Bundesliga Women 2013 statt.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungAusgangslage: Stuttgart unter Druck
Nachdem die VolleyStars Thüringen das erste Aufeinandertreffen am Mittwoch in Suhl klar mit 3:1 für sich entschieden hatten, stand Stuttgart bereits mit dem Rücken zur Wand. Eine weitere Niederlage hätte das Saisonaus bedeutet und die Playoff-Teilnahme endgültig zunichtegemacht. „So schnell und einfach wollten wir dann natürlich nicht aufgeben”, gab Stuttgarts Kapitänin Svenja Engelhardt nach dem Spiel zu Protokoll. „Am Mittwoch hat unsere Einstellung nicht gestimmt. Das sollte heute zu Hause nicht unser Saisonende werden.”
Satz 1: Stuttgarter Machtdemonstration
Die Gastgeberinnen kamen wie verwandelt aus der Kabine. Trainer Guillermo Hernandez vertraute auf die Startformation mit Franziska Bremer, Megan Cyr, Deborah van Daelen, Svenja Engelhardt, Rebecca Pavan und Lindsay Stalzer – unterstützt vom Libero-Duo Lena Geschendter und Evelyn Delogú. Stuttgart legte einen Traumstart hin, zog über 4:0 auf 8:4 und 16:9 in den technischen Auszeiten davon und sicherte sich Satz eins souverän mit 25:19. Die VolleyStars wirkten in dieser Phase noch nicht vollständig im Spiel angekommen.
Satz 2: Suhl schlägt zurück
Im zweiten Durchgang kamen die Gäste aus Thüringen besser ins Spiel und fanden zunehmend ihren Rhythmus. Stuttgart verlor, wie schon häufiger im Saisonverlauf, an Konstanz und Selbstvertrauen. Die VolleyStars – die erst wenige Wochen zuvor im DVV-Pokalfinale gestanden hatten – nutzten die Verunsicherung und zogen bei 12:13 erstmals in Führung. Stuttgart kämpfte sich zwar zum 22:22-Ausgleich zurück, vergab dann aber die entscheidenden Punkte und unterlag mit 25:27. Der Satzausgleich war perfekt.
Satz 3: Die Wende nach der Pause
In der zehnminütigen Satzpause gelang es Hernandez gemeinsam mit Kapitänin Engelhardt, das Team neu einzuschwören. Die erneute Fokussierung zahlte sich aus: Stuttgart spielte konzentriert, ließ sich nicht von eigenen Fehlern beirren und zeigte sich von den lautstarken heimischen Fans beflügelt. Mit 25:17 holten sich die Schwäbinnen die Führung zurück – der Wille zur Entscheidung war spürbar.
Satz 4: Nervenstark zum Sieg
Der vierte Satz begann ausgeglichen und entwickelte sich zu einem Punkte-Pingpong, in dem sich kein Team absetzen konnte. Nach der ersten technischen Auszeit (8:7) zog Stuttgart jedoch das Tempo an und setzte sich sukzessive ab. Am Ende hieß es 25:19 – der 3:1-Gesamtsieg war unter Dach und Fach.
„Heute hatten wir nur diesen einen Durchhänger im zweiten Satz, nicht wie so oft ein Auf und Ab im gesamten Match. Das stimmt mich zuversichtlich für das Entscheidungsspiel am Mittwoch”, resümierte Coach Hernandez zufrieden. „Wir haben in den letzten Tagen nochmal intensiv an unserer Taktik gefeilt, und die Mädels haben das heute offensichtlich umsetzen können.”
Ein besonderer Abend für Franziska Bremer
Das Spiel hatte auch eine emotionale Note: Mittelblockerin Franziska Bremer gab bekannt, dass sie nach der Saison ihre Profi-Karriere beenden werde. „Ich möchte gerne jetzt, noch vor der magischen 30, im Berufsleben Fuß fassen”, erklärte die 29-Jährige, die 2010 nach Stuttgart gewechselt war, 2011 den DVV-Pokal gewonnen hatte und in der Saison 2012/13 Kapitänin der Stuttgarterinnen war. „Es ist sehr schade, dass Franzi aufhört. Sie war eine wunderbare Mannschaftskollegin und tolle Teamplayerin“, würdigte Engelhardt die langjährige Wegbegleiterin.
Ausblick: Entscheidung in der Wolfsgrube
Durch den Sieg sicherte sich Stuttgart ein drittes und entscheidendes Spiel, das am 26. März in Suhls „Wolfsgrube” ausgetragen wurde. Der Sieger des Pre-Playoff-Duells qualifizierte sich für das Viertelfinale und traf dort auf den Tabellenführer Dresdner SC.
„Heute waren wir deutlich motivierter und kämpferischer, schließlich ging es um die Wurst. Spielerisch sind die VolleyStars uns nicht überlegen”, betonte Engelhardt vor dem Showdown. „Am Mittwoch wird es darum gehen, wer auf dem Feld mehr Kampfgeist hat.”
Die Aufstellungen
Allianz MTV Stuttgart: Franziska Bremer, Megan Cyr, Deborah van Daelen (MVP), Svenja Engelhardt (K), Rebecca Pavan, Lindsay Stalzer, Lena Geschendter (L), Evelyn Delogú (L)
VolleyStars Thüringen (VfB Suhl): Aufstellung nicht vollständig überliefert
Die Playoff-Serie zwischen Stuttgart und den VolleyStars Thüringen war der Auftakt einer intensiven Rivalität, die bis heute andauert. Stuttgart sollte in den folgenden Jahren zur deutschen Spitzenmannschaft aufsteigen und mehrfach Deutscher Meister werden.
Rivalität seit 2009
Stuttgart W vs Suhl W Direkter Vergleich· 39
Stuttgart W und Suhl W trafen 39 Mal aufeinander — Stuttgart W gewann 32 Mal, Suhl W 7 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Stuttgart W führt den Direktvergleich mit 32 Siegen aus 39 Begegnungen an. Insgesamt fielen 148 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.79 pro Spiel (106 für die Heimmannschaft, 42 für die Gäste). Beide Teams trafen in 23 Spielen (59%). In 39 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2026.
Letzte Begegnungen
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API-Daten: 11. Juni 2026