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1 Bundesliga WomenSaison 2013

VC Wiesbaden W vs Munster W

9. April 2014 um 20:00
30
Auswärts

Munster W

AI

VC Wiesbaden besiegte USC Münster im entscheidenden Viertelfinal-Spiel mit 3:0 (25:20, 25:17, 25:15) und zog ins Halbfinale der 1. Volleyball Bundesliga Frauen 2013/14 ein. Julia Osterloh wurde als MVP ausgezeichnet.

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Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Klarer Durchmarsch im dritten Viertelfinal-Spiel

Der VC Wiesbaden hat sich souverän ins Playoff-Halbfinale der 1. Volleyball Bundesliga Frauen gespielt. Im entscheidenden dritten Spiel der Best-of-3-Viertelfinalserie bezwangen die Hessinnen den USC Münster vor 1.064 Zuschauern in der Großsporthalle Rüsselsheim mit 3:0 (25:20, 25:17, 25:15).

Nach zwei engen Duellen – Hinspiel 2:3, Rückspiel ebenfalls 3:2, beide mit Tiebreak-Entscheidungen – ließ der Tabellenzweite der Hauptrunde am Ende keine Zweifel aufkommen. Der VCW bestimmte von Beginn an das Geschehen und sicherte sich nicht nur den Halbfinaleinzug, sondern bereits vorsorglich eine Medaille.

Entscheidende Verletzung als Wendepunkt

Die Partie hatte noch keine zehn Minuten gedauert, als sich eine Szene ereignete, die den weiteren Verlauf maßgeblich beeinflussen sollte. Bei einem Blockversuch verletzte sich Sarah Petrausch (USC Münster) unglücklich, als sie unter das Bein ihrer Teamkollegin Wiebke Silge geriet. Die Außenangreiferin musste das Spielfeld verlassen – ein schwerer Schlag für die Gäste, die damit eine ihrer Leistungsträgerinnen verloren.

„Bei aller sportlicher Rivalität – eine solche Verletzung wünscht man keinem Gegner“, war die einhellige Reaktion in der Halle. Der USC war in der Folge sichtlich beeindruckt und fand nicht mehr zu seiner gewohnten Sicherheit.

Der VC Wiesbaden nutzte die Gunst der Stunde eiskalt aus. Xenia Ivanovic, die sich nach langer Verletzungspause erst in den letzten Monaten zurück ins Team gekämpft hatte, stand in den Starting Six und zahlte das Vertrauen mit einer starken Vorstellung zurück.

Überragende Teamleistung mit krönendem Abschluss

Im ersten Satz zeigte sich der VCW fokussiert und abgeklärt. Julia Osterloh – an diesem Abend nicht nur Spielerin, sondern auch Geburtstagskind – war von Beginn an nicht zu bremsen. Am Ende standen für die Mittelblockerin 14 Punkte bei einer herausragenden Angriffseffizienz von 64 Prozent sowie drei Aufschlagasse ohne einen einzigen Aufschlagfehler zu Buche. Eine nahezu perfekte Statistik, die ihr die Auszeichnung zur Wertvollsten Spielerin (MVP) der Partie einbrachte.

„Heute hat es super Spaß gemacht“, strahlte die 28-Jährige nach dem Spiel. „In der Endphase habe ich auf dem Spielfeld nur noch gelächelt. Die Mädels waren heute super konzentriert.“

Im zweiten Satz zog der VCW früh davon. Zur zweiten technischen Auszeit führten die Gastgeberinnen bereits mit sechs Punkten – ein Vorsprung, den sie souverän verwalteten. Mit einem direkten Aufschlagpunkt (Ass) wurde der zweite Durchgang mit 25:17 beendet.

Kein Nachlassen im dritten Satz

Trainer Andreas Vollmer hatte seine Mannschaft eindringlich davor gewarnt, nach der 2:0-Satzführung nachzulassen. „Bloß nicht den USC kommen lassen“, lautete die Devise. Und tatsächlich: Der USC Münster, bekannt für seine emotionale Spielweise und Comeback-Qualitäten, versuchte im dritten Satz noch einmal alles. Doch der VCW blieb konstant, vermied unnötige Fehler und spielte druckvoller als der Gegner.

Den Schlusspunkt setzte Xenia Ivanovic, die den finalen Angriff zum 25:15 verwandelte. Der Halbfinaleinzug war perfekt.

Serie der Extreme – vom Tiebreak-Krimi zum klaren Sieg

Was für eine Geschichte in dieser Viertelfinalserie! Das Hinspiel endete 2:3 aus Wiesbadener Sicht, das Rückspiel 3:2 – beide Male mit Tiebreak im besten Drama-Format. Dass der VCW sich nun im dritten Spiel mit einem klaren 3:0 durchsetzte, spricht für die mentale Stärke des Teams und die Fähigkeit von Trainer Vollmer, seine Spielerinnen nach den zermürbenden ersten Duellen richtig einzustellen.

„Wir kauen nicht lange auf der Pleite herum“, hatte Vollmer schon vor dem dritten Spiel angekündigt. „Jedem ist klar: Wir können und werden Münster am Mittwoch schlagen.“ Dieser Optimismus zahlte sich aus.

Halbfinale gegen die Roten Raben

Mit dem Sieg steht der VC Wiesbaden im Halbfinale und hat die Medaille sicher – Bronze ist nicht mehr zu nehmen. Nun geht es gegen die Roten Raben aus Vilsbiburg, die im Viertelfinale Potsdam mit 3:0 und 3:2 ausgeschaltet hatten und als Pokalsieger 2014 mit einer beeindruckenden Serie von acht Pflichtspielsiegen anreisten.

„Vilsbiburg ist Pokalsieger, hat einen großen Kader und sehr athletische Spielerinnen“, warnte Vollmer vor dem Halbfinalgegner. Der VCW reist allerdings nicht ohne Selbstvertrauen an: Im Dezember 2013 hatte Wiesbaden einen 3:0-Auswärtssieg in Vilsbiburg gefeiert – eine von nur zwei Heimniederlagen der Raben in jener Saison.

„Das ist cool“, freute sich Karine Muijlwijk, die Diagonalangreiferin aus den Niederlanden, über ihre erste Medaille in Deutschland. „Ich hoffe, dass sich die Farbe der Medaille noch ändert.“

Die Halbfinalspiele sind für den Ostersamstag terminiert. Im anderen Halbfinale trifft der Dresdner SC auf die Überraschungsmannschaft der Saison, die Ladies in Black Aachen.

Die Fakten

Kategorie Wert
Ergebnis VC Wiesbaden 3:0 USC Münster (25:20, 25:17, 25:15)
Wettbewerb 1. Bundesliga Frauen, Playoff-Viertelfinale (Best of 3, Spiel 3)
Datum 9. April 2014
Ort Großsporthalle Rüsselsheim
Zuschauer 1.064 (ausverkauft)
MVP Julia Osterloh (VCW) – 14 Punkte, 64% Angriffseffizienz, 3 Asse
Topspielerin USC Linda Dörendahl
Schicksalsmoment Verletzung von Sarah Petrausch (USC) im ersten Satz

Für den USC Münster endet die Saison nach einer starken Playoff-Leistung im Viertelfinale. Die Mannschaft von Trainer Axel Büring hatte in den Pre-Playoffs zwei Siege gegen Köpenick eingefahren und dem favorisierten VCW bis zum dritten Spiel alles abverlangt. Die Zukunft bleibt vielversprechend – mit zwölf Spielerinnen, die alle Einsatzzeiten bekamen, und einem Trainer, der weiß: „Jede dieser zwölf Spielerinnen kann an einem Tag den Unterschied ausmachen.“

Rivalität seit 2010

VC Wiesbaden W vs Munster W Direkter Vergleich· 37

VC Wiesbaden W und Munster W trafen 37 Mal aufeinander — VC Wiesbaden W gewann 21 Mal, Munster W 16 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. VC Wiesbaden W führt den Direktvergleich mit 21 Siegen aus 37 Begegnungen an. Insgesamt fielen 157 Tore in diesen Partien, im Schnitt 4.24 pro Spiel (83 für die Heimmannschaft, 74 für die Gäste). Beide Teams trafen in 29 Spielen (78%). In 37 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2023.

Unentschieden
0
·
Munster W
16
Siege
Tore gesamt
157 · 4.2/Spiel
Beide getroffen
29/37 · 78%
Über 2,5
37/37 · 100%

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API-Daten: 11. Juni 2026