Menu
1 Bundesliga WomenSaison 2013

Dresdner SC W vs Vilsbiburg W

3. Mai 2014 um 17:30
31
Auswärts

Vilsbiburg W

AI

Dresdner SC besiegt Vilsbiburg 3:1 (31:29, 22:25, 25:22, 25:16) im dritten Finalspiel und sichert sich nach drei verlorenen Endspielen in Folge den dritten Meistertitel der Vereinsgeschichte.

Match-Videos

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Erlösung nach sieben Jahren: DSC krönt sich im vierten Anlauf zum Deutschen Meister

Dresden – Der Fluch ist gebrochen. Vor 3.000 Zuschauern in der ausverkauften Margon-Arena hat der Dresdner SC am 3. Mai 2014 mit einem 3:1 (31:29, 22:25, 25:22, 25:16) gegen die Roten Raben Vilsbiburg den dritten Meistertitel der Vereinsgeschichte nach 1999 und 2007 eingefahren. Nach drei verlorenen Finalspielen in Serie gegen den Schweriner SC durften die DSC-Frauen endlich wieder jubeln.

Der Weg ins Finale

Der Dresdner SC war als Hauptrundenzweiter in die Playoffs gestartet. Nach einem souveränen Durchmarsch durch Viertelfinale und Halbfinale traf das Team von Trainer Alexander Waibl im Finale der Best-of-Five-Serie auf die Roten Raben Vilsbiburg. Die ersten beiden Spiele hatte der DSC bereits für sich entschieden – ein 3:0 im heimischen Dresden und ein knappes 3:2 auswärts in Vilsbiburg. Damit fehlte nur noch ein Sieg zum lang ersehnten Titel.

Satz 1: Nervenkrimi bis zur letzten Möglichkeit

Der erste Satz war ein echter Krimi und sollte bereits die Richtung für das gesamte Spiel vorgeben. Der DSC begann nervös, die Anspannung war den Spielerinnen anzumerken. Vilsbiburg agierte stark über Mittelblockerin Dominique Lamb und wehrte mehrere Satzbälle der Dresdnerinnen ab. Letztlich entschied der DSC den Satz mit 31:29 für sich – eine Vorentscheidung mit Signalwirkung.

„Die Stimmung war prickelnd hier, das hat die Mannschaft getragen“, sagte Waibl nach dem Spiel über den energiegeladenen Auftakt.

Satz 2: Vilsbiburg schlägt zurück

Im zweiten Durchgang kamen die Roten Raben besser ins Spiel. Das Team von Trainerin Marta Czerwińska nutzte die kurze Schwächephase des DSC konsequent aus und sicherte sich den Satz mit 25:22. Der Ausgleich bedeutete jedoch keine Wende – der DSC blieb stabil.

Satz 3: Die Wende

Nach dem Satzverlust zeigte der Dresdner SC seine ganze mentale Stärke. In einem engen dritten Satz, der wieder lange offen blieb, behielten die Gastgeberinnen die Nerven. Mit 25:22 gingen die Dresdnerinnen in Führung und stellend die Weichen auf Sieg.

Satz 4: Der Matchball zur Meisterschaft

Im vierten Satz war der DSC dann nicht mehr zu bremsen. Vilsbiburg konnte dem Druck der Hausherrinnen kaum noch etwas entgegensetzen. Mit 25:16 machte der DSC den Deckel drauf. Der Matchball nach rund zwei Stunden Spielzeit beendete eine siebenjährige Wartezeit – und der Jubel kannte keine Grenzen mehr.

„Wir waren einfach fällig, wir waren einfach mal dran. Mit jedem verlorenen Finale wird die Wahrscheinlichkeit geringer, dass du den Bock umstößt, weil du jede Menge Déjà-vus hast. Deswegen war es für uns besonders schwer, diese Negativserie zu durchbrechen. Deswegen kann man diesen Titel gar nicht hoch genug bewerten.“ — Alexander Waibl, Cheftrainer Dresdner SC

Die Heldinnen des Abends

Mareen Apitz (Zuspielerin) und Stefanie Karg (Kapitänin) – beide bereits 2007 als junge Spielerinnen am letzten Meistertitel beteiligt – führten ihr Team mit herausragenden Leistungen zum Triumph. „Es ist ein ähnlich tolles Gefühl wie damals. Aber in diesem Jahr toppt es das noch, weil ich den Meistertitel als Kapitän mit dieser geilen Mannschaft errungen habe“, sagte eine überglückliche Karg.

Corina Ssuschke-Vogt kam von der Bank und überzeugte mit emotionalen Aktionen in Block und Mittelangriff. Die junge Katharina Schwabe, gerade 21 Jahre alt, wuchs auf der Außenposition über sich hinaus und ersetzte die verletzten Stammkräfte mehr als nur adäquat.

„Entscheidend war, dass die Ausfälle durch junge Nachrückerinnen wie Katharina Schwabe klasse ersetzt wurden“, lobte Waibl. „Immer wenn was passiert ist, sich wieder jemand verletzt hat, da hieß es immer: jetzt erst recht.“

Vilsbiburgs stärkste Spielerin war Mittelblockerin Dominique Lamb, die vor allem im zweiten Satz für Gefahr sorgte, aber letztlich dem kollektiven Druck des DSC nicht standhalten konnte.

Der entscheidende Unterschied

Waibl analysierte nach dem Spiel den Schlüssel zum Erfolg: „Wir hatten in diesem Jahr auch am Ende der Saison noch genug super gute Leute, die die entscheidenden Rollen spielen konnten. Das hat den Unterschied gemacht. Wir waren das erste Mal in den Finalserien physisch stärker als der Gegner.“

Diese physische Überlegenheit zeigte sich besonders im vierten Satz, als der DSC gegen ermüdende Gäste aus Vilsbiburg keine Zweifel mehr aufkommen ließ.

Historische Bedeutung

Michael Evers, Vorsitzender der Deutschen Volleyball-Liga, gratulierte sportlich: „Gratulation an den Dresdner SC. Wenn man vier Mal im Endspiel steht, hat man die Deutsche Meisterschaft einfach verdient. Es ist gut für den deutschen Volleyball, dass es keinen Seriensieger gibt.“

Ausblick

Der Titelgewinn 2014 war der Anfang einer goldenen Ära für den Dresdner SC. Es sollte nicht der letzte Meistertitel bleiben – 2015, 2016 und 2021 kamen weitere hinzu. Doch der Triumph von 2014, der nach drei schmerzhaften Finalniederlagen in Folge gegen Schwerin endlich gelang, bleibt der emotionalste Moment in der Vereinsgeschichte.

Die Margon-Arena verwandelte sich an diesem Abend in eine einzige Partymeile. „Hey, was geht ab, wir feiern die ganze Nacht“, schallte es durch die Halle. Trainer Waibl öffnete den Perlwein, und das Siegerpodium bebte. Eruptiver hätte der Jubel über die lang ersehnte Meisterschaft nicht sein können.

Rivalität seit 2010

Dresdner SC W vs Vilsbiburg W Direkter Vergleich· 40

Dresdner SC W und Vilsbiburg W trafen 40 Mal aufeinander — Dresdner SC W gewann 30 Mal, Vilsbiburg W 10 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. Dresdner SC W führt den Direktvergleich mit 30 Siegen aus 40 Begegnungen an. Insgesamt fielen 152 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.80 pro Spiel (102 für die Heimmannschaft, 50 für die Gäste). Beide Teams trafen in 22 Spielen (55%). In 40 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2016.

Unentschieden
0
·
Vilsbiburg W
10
Siege
Tore gesamt
152 · 3.8/Spiel
Beide getroffen
22/40 · 55%
Über 2,5
40/40 · 100%

Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.

API-Daten: 11. Juni 2026