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15. November 2014 um 18:00
Heim

Hamburg W

23
Auswärts

Potsdam W

AI

Der SC Potsdam siegt 3:2 beim VT Aurubis Hamburg nach einer dramatischen Partie. Nach 2:0-Satzführung kämpften sich die Gastgeberinnen zurück, unterlagen aber im Tiebreak mit 12:15.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

VT Aurubis Hamburg vs. SC Potsdam 2:3 (15:25, 19:25, 26:24, 25:22, 12:15)

Der SC Potsdam hat am 5. Spieltag der Volleyball-Bundesliga-Saison 2014/15 einen Auswärtssieg beim VT Aurubis Hamburg gefeiert – am Ende aber deutlich mehr Mühe als erwartet. Nach einer dominanten Vorstellung in den ersten beiden Sätzen mussten die Gäste aus der brandenburgischen Landeshauptstadt über die volle Distanz von fünf Sätzen gehen, ehe der 3:2 (25:15, 25:19, 24:26, 22:25, 15:12)-Erfolg endgültig feststand.

Traumstart für Potsdam – Hamburg findet erst spät ins Spiel

Vor rund 800 Zuschauern in der CU-Arena begann die Partie für die Gastgeberinnen denkbar schlecht. Der SC Potsdam, der gleich auf drei Stammkräfte verzichten musste – Kapitänin Kathy Radzuweit (Fingerbruch) sowie die Südamerikanerinnen Seomara Sainz und Ivonee Daniela Montaño (Nationalmannschaft) – erwischte einen Blitzstart. Vor allem die Annahme der Hamburgerinnen offenbarte große Lücken, während die Potsdamer Angriffsreihe um Jessica Rivero, Nikola Radosova und die aufgerückte Michala Kvapilová kaum ein Risiko fand. Satz eins ging mit 25:15 deutlich an die Gäste.

Auch im zweiten Durchgang dominierte der SCP das Geschehen. Libera Lisa Rühl und Zuspielerin Giulia Carraro sorgten für eine stabile Organisation, Mittelblockerin Bernarda Cutuk setzte mit harten Angaben immer wieder Nadelstiche. Mit 25:19 zog Potsdam auf 2:0 davon – die Partie schien frühzeitig entschieden.

Die Wende: Hamburg kämpft sich zurück

Doch der VT Aurubis Hamburg, in der Vorsaison noch Tabellenletzter und unter dem neuen Trainer Dirk Sauermann personell nahezu komplett neu aufgestellt, bewies Moral. Im dritten Satz steigerten sich die Gastgeberinnen in der Annahme erheblich. Die Diagonalangreiferin Alexis Olgard und die Außenangreiferinnen Saana Koljonen und Sara Shaw fanden nun deutlich besser in die Partie. Hamburg wehrte mehrere Satzbälle ab und entschied einen nervenaufreibenden dritten Durchgang mit 26:24 für sich.

Der vierte Satz war dann ein Spiegelbild des dritten. Die Hamburgerinnen spielten jetzt befreit auf, während sich bei Potsdam erste Konzentrationsschwächen einschlichen. Trainer Alberto Salomoni musste zusehen, wie sein Team einen 2:0-Vorsprung verspielte. Nina Braack, die einzige verbliebene Spielerin aus dem Vorjahreskader, und ihre Mitspielerinnen erzwangen mit 25:22 den Tiebreak.

Tiebreak-Entscheidung

Im entscheidenden fünften Satz entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Hamburg kämpfte verbissen und lag zwischenzeitlich sogar in Führung. Am Ende aber behielten die Potsdamerinnen die Nerven. Jessica Rivero und Nikola Radosova verwandelten ihre Angriffschancen eiskalt. Der 15:12-Satzgewinn besiegelte den Auswärtssieg für den SC Potsdam.

Tabellenauswirkungen und Ausblick

Mit dem Sieg verbesserte sich Potsdam auf 7 Punkte und festigte den Anschluss an das Mittelfeld der Tabelle. Der VT Aurubis Hamburg blieb nach der fünften Saisonniederlage im sechsten Spiel (der einzige Sieg gelang gegen den VC Olympia Berlin) im unteren Tabellendrittel. "Wir haben gezeigt, dass wir mit den Top-Teams mithalten können. Die ersten beiden Sätze dürfen uns aber nicht mehr passieren", bilanzierte Dirk Sauermann nach der Partie.

Trainer Alberto Salomoni zeigte sich trotz des Auswärtssiegs kritisch: "Wir haben früh zu viel nachgelassen. In der Bundesliga wird das sofort bestraft. Am Ende zählen die drei Punkte, aber wir müssen über die gesamte Spielzeit konstanter werden."

Historischer Kontext

Der SC Potsdam sollte die Saison 2014/15 auf einem soliden fünften Platz mit 24 Punkten abschließen. Hamburg hingegen kämpfte über die gesamte Spielzeit gegen den Abstieg und belegte am Ende den neunten Rang – eine deutliche Verbesserung gegenüber dem letzten Platz der Vorsaison, aber dennoch hinter den eigenen Erwartungen. Das Rückspiel in Potsdam am 18. Januar 2015 gewannen die Gastgeberinnen mit 3:1.

Der VT Aurubis Hamburg trug in der Saison 2014/15 noch diesen Namen – in den folgenden Jahren erfolgten Umbenennungen zunächst in Volleyball-Team Hamburg und später in VT Hamburg. Der SC Potsdam hingegen etablierte sich in den Folgejahren als feste Größe in der Spitzengruppe der 1. Bundesliga.

Rivalität seit 2010

Hamburg W vs Potsdam W Direkter Vergleich· 13

Hamburg W und Potsdam W trafen 13 Mal aufeinander — Hamburg W gewann 8 Mal, Potsdam W 5 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. Hamburg W führt den Direktvergleich mit 8 Siegen aus 13 Begegnungen an. Insgesamt fielen 53 Tore in diesen Partien, im Schnitt 4.08 pro Spiel (30 für die Heimmannschaft, 23 für die Gäste). Beide Teams trafen in 10 Spielen (77%). In 13 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2016.

Hamburg W
8
Siege
Unentschieden
0
·
5
Siege
Tore gesamt
53 · 4.1/Spiel
Beide getroffen
10/13 · 77%
Über 2,5
13/13 · 100%

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API-Daten: 11. Juni 2026