SC Potsdam besiegt VCO Berlin 3:1. Die 16-jährige Sophie Dreblow feiert ihr erstes komplettes Bundesligaspiel, Seomara Sainz überzeugt als Topscorerin mit 26 Punkten.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSC Potsdam bezwingt VCO Berlin 3:1 – Dreblow feiert Bundesliga-Debüt
Potsdam – 6. Dezember 2014 – Der SC Potsdam hat am 6. Spieltag der 1. Bundesliga Frauen das Nachwuchsteam des VC Olympia Berlin mit 3:1 (25:18, 22:25, 25:17, 25:21) besiegt und sich damit drei wichtige Punkte gesichert. In einer Partie mit Höhen und Tiefen zeigte vor allem eine 16-Jährige ein besonderes Debüt.
Matchverlauf
Vor heimischer Kulisse in der Potsdamer Sporthalle schickte SC-Potsdam-Trainer Alberto Salomoni eine durchweg zweite Garde aufs Feld. Doreen Engel (Zuspiel), Nikola Radosova, Sophie Dreblow, Kathy Radzuweit, Ivonee Montano, Lisa Gründing und Seomara Sainz sollten Spielpraxis sammeln – und taten sich zunächst schwer.
Satz 1: 25:18
Die Startsechs lag früh mit 2:4 zurück, fand dann aber zunehmend Sicherheit. Die Gastgeberinnen steigerten sich im Verlauf des Satzes, nutzten die Eigenfehler der jungen Berlinerinnen konsequent aus und holten den Auftaktsatz relativ deutlich mit 25:18.
Satz 2: 22:25
Auch im zweiten Durchgang legte Potsdam nach einem ausgeglichenen Start mit 11:9 vor. Dann aber rissen die Fäden: In der Annahme, im Aufschlag und im Angriff häuften sich die Fehler bei den Gastgeberinnen. VCO Berlin witterte seine Chance und erzwang mit 25:22 den Satzausgleich. Die junge Mannschaft aus der Hauptstadt, von Jens Tietböhl trainiert, bewies Moral.
Satz 3: 25:17
Potsdam antwortete auf die denkbar beste Weise. In unveränderter Aufstellung legte das Heimteam einen Traumstart mit 9:0 hin – eine Vorentscheidung für diesen Satz. Dieses Polster brachten die Potsdamerinnen souverän ins Ziel (25:17).
Satz 4: 25:21
Der vierte Satz wurde zur Zitterpartie. Weder Potsdam noch VCO Berlin konnte sich über längere Strecken absetzen (7:7, 12:12, 16:16). Als der Satz auf Messers Schneide stand, griff Trainer Salomoni doch noch ins Geschehen ein und brachte die Stammkräfte Bernarda Cutuk im Mittelblock und Michala Kvapilova auf Diagonal. Der Wechsel zeigte sofort Wirkung: Cutuk punktete postwendend, Kvapilova brachte Schwung ins Angriffsspiel. Ein Blockpunkt zum 25:22 besiegelte Potsdams Sieg.
„Glückwunsch an Potsdam. Wir haben heute wieder viele Fehler gemacht, am Ende haben wir uns aber gut verkauft." – Jens Tietböhl, Trainer VCO Berlin
Spielerinnen des Spiels
Seomara Sainz war mit 26 Punkten die überragende Topscorerin der Partie und wurde auf Potsdamer Seite zur wertvollsten Spielerin gekürt. Bei VCO Berlin erhielt Luisa Sydlik die Auszeichnung.
Die große Gewinnerin des Abends aber war Sophie Dreblow. Die erst 16-jährige Libera – eigentlich die Nummer zwei auf ihrer Position – spielte ihr erstes komplettes Bundesligaspiel durch. Nach Abpfiff war sie überglücklich, aber auch völlig erschöpft:
„Ich bin froh, dass es nicht in den fünften Satz ging. Nicht nur weil wir die drei Punkte holen wollten, sondern auch weil ich mit den Kräften völlig am Ende war." – Sophie Dreblow, SC Potsdam
Tabellensituation
Der Sieg brachte Potsdam in der Tabelle der 1. Bundesliga Frauen auf den 4. Platz mit 12 Punkten (4 Siege, 2 Niederlagen). Die Mannschaft lag damit im oberen Mittelfeld und hielt Anschluss an die Spitzengruppe um Dresdner SC (20 Punkte), SSC Palmberg Schwerin (16) und 1. VC Wiesbaden (15).
Für den VCO Berlin war es die nächste Niederlage in einer schwierigen Saison. Das Nachwuchsteam aus der Hauptstadt, das gezielt junge Talente an den Bundesligastandard heranführt, blieb auch am 6. Spieltag ohne Punkte und rangierte am Tabellenende.
Fazit
Potsdam zeigte zweierlei Gesichter: In Durchgang eins und drei souverän, im zweiten Satz mit unerklärlichen Schwächen. Die Entscheidung, die zweite Reihe aufzustellen, ging taktisch auf – auch wenn Salomoni am Ende die Stammkräfte nachlegen musste. Für Sophie Dreblow war es ein Abend, den sie so schnell nicht vergessen wird. Das Duell der beiden Nachbarn aus Brandenburg und Berlin bleibt eine einseitige Geschichte: In 16 Pflichtspielbegegnungen seit 2010 hat VCO Berlin noch nie gegen Potsdam gewonnen.
Rivalität seit 2010
Potsdam W vs VCO Berlin W Direkter Vergleich· 16
Potsdam W und VCO Berlin W trafen 16 Mal aufeinander — Potsdam W gewann 16 Mal, VCO Berlin W 0 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. Potsdam W führt den Direktvergleich mit 16 Siegen aus 16 Begegnungen an. Insgesamt fielen 52 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.25 pro Spiel (48 für die Heimmannschaft, 4 für die Gäste). Beide Teams trafen in 4 Spielen (25%). In 16 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Potsdam W ist in den letzten 16 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 1–3 im Jahr 2019.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
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