Allianz MTV Stuttgart besiegte die Ladies in Black Aachen am 30.12.2014 in der SCHARRena mit 3:1 (23:25, 25:14, 25:14, 25:15).
Spielzusammenfassung
Stuttgart W besiegte Aachen W 3:1. Das Spiel fand in der 1. Bundesliga Women 2014 statt.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungAllianz MTV Stuttgart schlägt Ladies in Black Aachen nach Satzverlust mit 3:1
Stuttgart – Am 30. Dezember 2014 empfing Allianz MTV Stuttgart die Ladies in Black Aachen in der SCHARRena zum letzten Spiel des Jahres in der 1. Volleyball Bundesliga Frauen. Vor heimischer Kulisse setzten sich die Stuttgarterinnen nach einem verschlafenen Start souverän mit 3:1 durch und untermauerten ihren Anspruch auf die Tabellenspitze.
Die Hausherrinnen benötigten eine kurze Anlaufzeit, ehe sie ihre Klasse ausspielten. Nach einem verlorenen ersten Satz dominierten die Schwäbinnen die folgenden drei Durchgänge nach Belieben und fuhren einen am Ende deutlichen 3:1 (23:25, 25:14, 25:14, 25:15)-Erfolg ein.
Satz 1: Aachen startet mutig – Stuttgart findet nicht ins Spiel
Der erste Satz begann ausgeglichen. Die Gäste aus Aachen, angeführt von Kapitänin Karolina Bednarova, zeigten sich gut eingestellt und machten Stuttgart das Leben schwer. Die Mannschaft von Trainer Marek Rojko spielte mutig auf und belohnte sich am Ende: Mit 25:23 sicherten sich die Ladies in Black den Auftaktsatz – eine kleine Überraschung, denn Stuttgart war als Favorit in die Partie gegangen.
„Meine Mannschaft hat eine gute Form bewiesen, war fit und mental gut drauf“, erinnerte sich Rojko später im Vereinsmagazin an jene Phase der Saison.
Satz 2 & 3: Stuttgarter Machtdemonstration
Doch die Antwort von Allianz MTV Stuttgart ließ nicht lange auf sich warten. Mit einer beeindruckenden Steigerung im zweiten Satz ließen die Stuttgarterinnen den Aachenerinnen keine Chance. Die Annahme der Gäste geriet ins Wanken, und die Angriffe von Kim Renkema – später zur MVP der Saison 2014/15 gekürt – sowie der starke Block von Mittelblockerin Tatiana Crkoňová auf Seiten Aachens konnten das Blatt nicht mehr wenden. 25:14 – der Satzausgleich war perfekt.
Im dritten Satz das gleiche Bild: Stuttgart spielte wie aus einem Guss, während Aachen zunehmend Probleme in der Annahme bekam. „Sobald unser erster Pass gut nach vorne kommt, sind wir sehr stark. Doch da wir viele junge und nur zwei, drei erfahrene Spielerinnen im Team haben, musste sich dieses Zusammenspiel gerade in der Annahme erst finden“, erklärte Bednarova rückblickend die Schwierigkeiten ihrer Mannschaft in jener Saison. Wieder hieß es 25:14 für die Hausherrinnen.
Satz 4: Stuttgart macht den Sack zu
Auch im vierten Satz ließ Stuttgart nicht nach. Die Mannschaft von Trainer Guillermo Hernandez bestimmte das Geschehen und zog schnell davon. Aachen kämpfte zwar tapfer, doch gegen die Übermacht der Schwäbinnen war an diesem Abend kein Kraut gewachsen. Mit 25:15 verwandelte Stuttgart den dritten Matchball und sicherte sich den 3:1-Heimsieg.
Spielerinnen des Spiels
Auf Stuttgarter Seite ragte Kim Renkema heraus, die mit ihren Angriffen immer wieder für Gefahr sorgte und als unumstrittene Führungsspielerin agierte. Auch die Zuspielerin der Hausherrinnen lenkte das Spiel souverän und verteilte die Bälle geschickt auf die Angreiferinnen.
Bei Aachen war Karolina Bednarova die Auffälligste. Die Kapitänin kämpfte bis zum Schluss und versuchte, ihr Team zu führen. „Ich versuche noch mehr Verantwortung zu übernehmen, um sie zu entlasten“, beschrieb sie ihre Rolle im Team. Doch gegen die geballte Stuttgarter Offensive war an diesem Abend kein Kraut gewachsen.
Tabellarische Einordnung
Zum Zeitpunkt der Partie befand sich Allianz MTV Stuttgart auf Tuchfühlung zur Tabellenspitze. Die Mannschaft sollte die Hauptrunde der Saison 2014/15 am Ende auf dem zweiten Platz mit 55 Punkten abschließen – hinter dem Dresdner SC. Stuttgart krönte eine phänomenale Saison später mit dem Einzug ins DVV-Pokalfinale 2015, das am 1. März im Gerry-Weber-Stadion in Halle/Westfalen stattfand. Gegner dort: ausgerechnet die Ladies in Black Aachen, die sich zuvor im Halbfinale sensationell gegen die Roten Raben Vilsbiburg durchgesetzt hatten.
Die Ladies in Black Aachen belegten am Ende der Hauptrunde den fünften Tabellenplatz und qualifizierten sich damit erneut für die Playoffs – eine beachtliche Leistung für den Aachener Verein, der erst im Jahr zuvor mit dem Gewinn der Bronzemedaille in der Meisterschaft für Aufsehen gesorgt hatte.
Rückblick und Ausblick
Der 30. Dezember 2014 markierte einen weiteren Schritt auf Stuttgarts Weg an die nationale Spitze. Der 3:1-Erfolg gegen einen hartnäckigen Gegner aus Aachen zeigte die Stärken des Teams: Offensivpower, eine stabile Abwehr und die Fähigkeit, Rückschläge wegzustecken. Für Aachen war die Niederlage in Stuttgart keineswegs entmutigend. Das Team von Marek Rojko war in der Saison 2014/15 auf einem guten Weg und sollte mit dem Pokalfinale in Halle den Höhepunkt der Vereinsgeschichte erreichen.
„Nach dem Spiel ist dann sowieso wieder alles gut“, pflegte Bednarova nach Niederlagen zu sagen – und behielt Recht. Die Saison endete für Aachen mit der ersten Pokalfinalteilnahme der Vereinsgeschichte und einem weiteren Playoff-Einzug. Für Stuttgart war es die Basis für eine Ära der Dominanz, die in den folgenden Jahren mit mehreren Meisterschaften und Pokalsiegen gekrönt werden sollte.
Rivalität seit 2009
Stuttgart W vs Aachen W Direkter Vergleich· 41
Stuttgart W und Aachen W trafen 41 Mal aufeinander — Stuttgart W gewann 37 Mal, Aachen W 4 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Stuttgart W führt den Direktvergleich mit 37 Siegen aus 41 Begegnungen an. Insgesamt fielen 148 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.61 pro Spiel (114 für die Heimmannschaft, 34 für die Gäste). Beide Teams trafen in 22 Spielen (54%). In 41 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Stuttgart W ist in den letzten 31 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2024.
Letzte Begegnungen
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