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1 Bundesliga WomenSaison 2014

Potsdam W vs Kopenicker Berlin W

10. Januar 2015 um 18:30
31
Auswärts

Kopenicker Berlin W

AI

SC Potsdam besiegt Köpenicker SC Berlin im Derby mit 3:1 und festigt den fünften Tabellenplatz in der 1. Volleyball-Bundesliga.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

SC Potsdam schlägt Köpenicker SC im Derby: 3:1 – Wichtiger Heimsieg in der 1. Volleyball-Bundesliga

Der SC Potsdam hat das Berlin-Brandenburg-Derby der 1. Volleyball-Bundesliga der Frauen für sich entschieden. Vor 1.072 Zuschauern in der MBS Arena setzten sich die Gastgeberinnen am Samstag, den 10. Januar 2015, mit 3:1 (25:22, 20:25, 25:15, 25:22) gegen den Köpenicker SC Berlin durch.

Drei Niederlagen in Folge – Potsdam unter Druck

Die Partie kam für Potsdam zu einem kritischen Zeitpunkt. Nach drei Niederlagen in Folge und einer enttäuschenden 0:3-Auswärtspleite bei den Ladies in Black Aachen war der fünfte Tabellenplatz – der zur direkten Qualifikation für die Play-offs berechtigt – ernsthaft in Gefahr geraten. Hinzu kam der verletzungsbedingte Ausfall von Angreiferin Jessica Rivero, die sich im Spiel gegen Dresden einen Bänderriss im rechten Sprunggelenk zugezogen hatte und für vier bis sechs Wochen ausfällt.

„Heute zählen nur die Punkte“, sagte Kapitänin Kathy Radzuweit nach dem Spiel. „Wir haben im Januar immerhin sieben Spiele zu absolvieren, müssen mit den Kräften haushalten und können uns nicht auf Schrittmacherdienste anderer verlassen. Das ist uns heute gelungen.“

Emotionaler Start mit vielen Fehlern

Trainer Alberto Salomoni zeigte von Beginn an, wie sehr ihn die Partie mitnahm. Nach einem Punkt zum 21:18 im ersten Satz hüpfte der Italiener an der Seitenlinie und ballte die Faust. Der Auftaktsatz war auf beiden Seiten von vielen individuellen Fehlern geprägt. „Hier war irgendwie der Wurm drin“, gestand Radzuweit. Am Ende setzte sich Potsdam mit 25:22 durch – ein knapper, aber wichtiger Satzgewinn.

Doch die erhoffte Sicherheit stellte sich nicht ein. Im zweiten Durchgang fanden die Gastgeberinnen nie zu einer Linie. Salomoni reagierte und brachte Doreen Engel für Zuspielerin Giulia Carraro sowie Ivonne Montano für Michala Kvapoliva auf der Außenposition. Die Maßnahmen zeigten jedoch keine unmittelbare Wirkung: Köpenick glich mit 25:20 zum 1:1 aus.

Kvapoliva avanciert zur Matchwinnerin

Der dritte Satz brachte die Wende. Vor allem Michala Kvapoliva steigerte sich nach ihrer Auswechslung deutlich und war fortan nicht mehr zu stoppen. Die Tschechin beendete die Partie mit 19 Punkten und wurde von Köpenicks Trainer Frank Benedikt als „wertvollste Spielerin“ der Potsdamer ausgezeichnet. Mit einem dominanten 25:15 zog Potsdam auf 2:1 davon.

„Ich denke, wir haben das heute durch viele Wechseloptionen ganz gut kompensieren können“, meinte Außenspielerin Lisa Gründing mit Blick auf den Verletzungsausfall von Rivero. Auch Lizbeth-Seomara Sainz (16 Punkte) und Kapitänin Kathy Radzuweit (10 Punkte) gaben dem Spiel zählbare Akzente. Die in der Vorsaison lange verletzte Nikola Radosova zeigte aufsteigende Form.

Enger vierter Satz – Potsdam behält Nerven

Dass dem SC Potsdam derzeit noch die Konstanz fehlt, zeigte der vierte Satz. Nach dem deutlichen 25:15 im dritten Durchgang wurde es erneut eng. Köpenick wehrte sich vehement, doch Potsdam behielt die Nerven und holte sich mit 25:22 auch den vierten Satz – Endstand 3:1.

Tabellensituation und Ausblick

Mit dem Sieg festigte Potsdam den fünften Tabellenrang in der 1. Bundesliga Frauen. Nach zehn Spieltagen standen sechs Siege und vier Niederlagen zu Buche – Platz 5 mit 17 Punkten. Der Köpenicker SC Berlin blieb mit 4 Siegen und 6 Niederlagen auf Rang 9 (11 Punkte) und musste den erneuten Rückschlag im Kampf um die Play-off-Plätze hinnehmen.

Doch die englische Woche hatte es in sich: Bereits am Mittwoch, den 14. Januar, reiste Potsdam zu den VolleyStars Thüringen nach Suhl, ehe am Sonntag VT Aurubis Hamburg in der MBS Arena gastierte. „Diese wollen und müssen wir erfolgreich gestalten. Jeder Ausrutscher könnte bei der gegenwärtigen Tabellenkonstellation fatale Auswirkungen für uns haben, denn die Konkurrenz ist uns dicht auf den Fersen“, warnte Teammanager Eugen Benzel.

Libera Rühl übernimmt Führungsrolle

Positiv hervorzuheben war die Entwicklung von Libera Lisa Rühl. Die 25-Jährige enagierte sich um die Führungsrolle im Team, die in den vergangenen Wochen vermisst worden war. Sie sprach viel mit ihren Mitspielerinnen, animierte und motivierte – ein entscheidender Faktor für den Derbysieg.

Das Derby zwischen Potsdam und Köpenick bleibt eine traditionsreiche Begegnung. Bereits im November hatte Potsdam das Hinrundenspiel mit 3:0 gewonnen. Nun gelang auch im Rückspiel der zweite Saisonsieg gegen den Berliner Rivalen – und das zu einem Zeitpunkt, als es am meisten zählte.

Rivalität seit 2009

Potsdam W vs Kopenicker Berlin W Direkter Vergleich· 17

Potsdam W und Kopenicker Berlin W trafen 17 Mal aufeinander — Potsdam W gewann 11 Mal, Kopenicker Berlin W 6 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Potsdam W führt den Direktvergleich mit 11 Siegen aus 17 Begegnungen an. Insgesamt fielen 64 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.76 pro Spiel (39 für die Heimmannschaft, 25 für die Gäste). Beide Teams trafen in 10 Spielen (59%). In 17 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2016.

11
Siege
Unentschieden
0
·
Kopenicker Berlin W
6
Siege
Tore gesamt
64 · 3.8/Spiel
Beide getroffen
10/17 · 59%
Über 2,5
17/17 · 100%

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