Menu
1 Bundesliga WomenSaison 2014

Kopenicker Berlin W vs VC Wiesbaden W

24. Januar 2015 um 18:00
Heim

Kopenicker Berlin W

31
AI

Der Köpenicker SC Berlin besiegte den Tabellenführer VC Wiesbaden am 17. Spieltag der 1. Bundesliga Frauen 2014/2015 mit 3:1 und sorgte für eine Überraschung zum Rückrundenauftakt.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Köpenicker SC Berlin bezwingt Tabellenführer VC Wiesbaden mit 3:1

Berlin – Der Köpenicker SC Berlin hat am 17. Spieltag der 1. Volleyball Bundesliga Frauen für eine faustdicke Überraschung gesorgt. Die Mannschaft von Trainer Frank bezwang den Tabellenführer und Herbstmeister VC Wiesbaden am Samstagabend in der heimischen Hämmerlinghalle mit 3:1 (25:22, 18:25, 25:20, 25:21) und fuhr damit einen überraschenden, aber hochverdienten Dreier ein.

Ausgangslage: Der Tabellenführer zu Gast

Die Ausgangslage vor dem Rückrundenauftakt schien glasklar: Der VC Wiesbaden reiste als Spitzenreiter nach Berlin-Köpenick, nachdem das Team von Trainer Andi Vollmer mit einer starken Hinrunde die Herbstmeisterschaft geholt hatte. Mit 13 Siegen aus 16 Spielen standen die Hessinnen auf dem dritten Tabellenplatz, punktgleich mit dem SSC Palmberg Schwerin und nur hinter dem überragenden Dresdner SC. Köpenick hingegen lag mit lediglich fünf Saisonsiegen auf dem zehnten Tabellenplatz – der Abstiegsregion gefährlich nahe.

„Wenn man sich die Tabelle anguckt, sind die Rollen klar verteilt“, hatte Veronik Skorupka, die im Sommer vom KSC zum VCW gewechselt war, vor der Partie eingeräumt. Doch sie warnte auch: „Wir werden auf jeden Fall versuchen, an die gute Leistung der Hinrunde anzuknüpfen und mit drei Punkten nach Hause zu fahren.“

Der Spielverlauf

Der KSC zeigte von Beginn an, dass man sich nicht verstecken würde. Die Berlinerinnen, angeführt von einer starken Mannschaftsleistung, erwischten einen furiosen Start und brachten den Favoriten früh in Bedrängnis. „Sie besitzen einen guten Kader und eine schnelle Spielanlage, die wir einschränken müssen“, hatte Wiesbadens Trainer Vollmer vor der Partie gewarnt – und sollte Recht behalten.

Im ersten Satz entwickelte sich ein hart umkämpftes Match. Die Gastgeberinnen zeigten sich unbeeindruckt von der Favoritenrolle Wiesbadens und spielten mutig auf. Mit konsequenter Blockarbeit und einer stabilen Annahme gelang es Köpenick, die starken Angreiferinnen des VCW immer wieder zu entschärfen. Die Berlinerinnen sicherten sich den ersten Durchgang mit 25:22 und legten damit den Grundstein für die spätere Überraschung.

Der VC Wiesbaden fand nur schwer in die Partie. Die Wiesbadener Angreiferinnen um die starke Tanja Großer und Karine Muijlwijk kamen nicht wie gewohnt zum Zug. Zu gut stand die KSC-Abwehr, die norwegische Mittelblockerin Hanne Haugen Aas, die zu diesem Zeitpunkt die DVL-Block-Statistik anführte, war ein ständiger Unruheherd im Wiesbadener Angriffsspiel.

Im zweiten Satz kämpfte sich der VCW zurück. Die Hessen erhöhten den Druck auf die Annahme der Berlinerinnen und kamen zu wichtigen Breakpunkten. Mit einer Steigerung im Aufschlag und einer stabileren Annahme konnten die Gäste den Satz mit 25:18 für sich entscheiden und den Ausgleich herstellen.

Doch die Berlinerinnen ließen sich nicht beirren. Mit viel Kampfgeist und einer geschlossenen Mannschaftsleistung dominierten die Gastgeberinnen die folgenden Sätze. Gerade die flexiblen Wechsel des KSC-Trainers Frank trugen Früchte: Die Berlinerinnen fanden immer wieder neue Lösungen im Angriff und ließen Wiesbaden nicht zur Entfaltung kommen. Mit 25:20 und 25:21 sicherte sich Köpenick die Sätze drei und vier.

Personelle Probleme beim VCW

Auf Seiten des VC Wiesbaden gab es personelle Hiobsbotschaften. Pauliina Vilponen erlitt eine Schulterverletzung und musste das Spiel vorzeitig beenden. Die finnische Angreiferin fiel damit auch für das folgende Spiel gegen den VCO Berlin aus. Zudem laborierte Iveta Halbichova bereits die gesamte Woche an einer Erkrankung, und Libera Izabela Sliwa kämpfte mit einer Patellasehnenverletzung.

Vollmer startete mit Regina Mapeli Burchardt und Tanja Großer auf Außen, Jennifer Pettke und Julia Osterloh im Mittelblock, Karine Muijlwijk auf Diagonal, Kaisa Alanko im Zuspiel und Izabela Sliwa als Libera. „Sechs Punkte hieß die vorgegebene Marschroute für diesen Berliner Doppelspieltag“, hieß es später aus dem VCW-Lager, „letztlich mussten sich die Wiesbadenerinnen mit drei Punkten begnügen.“

Auswirkungen auf die Tabelle

Für den Köpenicker SC war der Sieg ein enorm wichtiger Schritt im Kampf um den Klassenerhalt. Mit nun 14 Punkten aus 17 Spielen schob sich der KSC auf den zehnten Tabellenplatz und hielt die Konkurrenz aus Hamburg und Suhl auf Distanz. Die Mannschaft zeigte eindrucksvoll, dass sie zurecht in der 1. Bundesliga spielt und auch gegen die Topteams der Liga mithalten kann.

Der VC Wiesbaden verpasste durch die Niederlage die Chance, sich vor dem spielfreien Mittwoch weiter oben festzusetzen. Mit 36 Punkten blieb das Vollmer-Team auf dem dritten Tabellenplatz, punktgleich mit Verfolger Schwerin. Zudem hatte die Mannschaft aus der Landeshauptstadt nach fünf Auswärtsspielen in Folge unter der Reisestrapaze gelitten.

Andi Vollmer zog nach der Partie ein klares Fazit: „Wir müssen dieses Wochenende schnell abhaken und den Fokus auf das nächste Heimspiel richten.“ Für den VCW ging es am Mittwoch (28. Januar 2015) mit dem ersten Heimspiel des Jahres gegen die VolleyStars Thüringen weiter.

Fazit

Der Köpenicker SC Berlin zeigte an diesem 17. Spieltag, dass die Mannschaft von Trainer Frank in der Rückrunde noch für die eine oder andere Überraschung gut sein könnte. Während der VC Wiesbaden die überraschende Niederlage verdauen musste, konnten die Berlinerinnen mit breiter Brust in die nächsten Aufgaben gehen. Die Hämmerlinghalle wird auch in den kommenden Wochen ein heißes Pflaster für jeden Gegner bleiben – das haben die Berlinerinnen an diesem Samstag eindrucksvoll bewiesen.

Rivalität seit 2009

Kopenicker Berlin W vs VC Wiesbaden W Direkter Vergleich· 15

Kopenicker Berlin W und VC Wiesbaden W trafen 15 Mal aufeinander — Kopenicker Berlin W gewann 1 Mal, VC Wiesbaden W 14 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. VC Wiesbaden W führt den Direktvergleich mit 14 Siegen aus 15 Begegnungen an. Insgesamt fielen 60 Tore in diesen Partien, im Schnitt 4.00 pro Spiel (17 für die Heimmannschaft, 43 für die Gäste). Beide Teams trafen in 11 Spielen (73%). In 15 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. VC Wiesbaden W ist in den letzten 10 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2016.

Kopenicker Berlin W
1
Siege
Unentschieden
0
·
Tore gesamt
60 · 4.0/Spiel
Beide getroffen
11/15 · 73%
Über 2,5
15/15 · 100%

Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.

API-Daten: 11. Juni 2026