Allianz MTV Stuttgart gewinnt am 19. Spieltag der 1. Bundesliga Frauen 2014/15 souverän mit 3:0 gegen die Rote Raben Vilsbiburg und festigt damit den zweiten Tabellenplatz.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungAusgangslage: Stuttgart auf Titelkurs
Vor der Partie belegte Allianz MTV Stuttgart mit 14 Siegen aus 18 Spielen den zweiten Tabellenplatz, punktgleich mit dem SSC Palmberg Schwerin und hinter dem überragenden Dresdner SC, der bis zu diesem Zeitpunkt noch ungeschlagen war. Die Stuttgarterinnen hatten in der Woche zuvor einen wichtigen 3:0-Auswärtssieg beim SC Potsdam gefeiert und waren mit breiter Brust in die Begegnung gegangen.
Die Roten Raben Vilsbiburg hingegen standen mit acht Siegen und zehn Niederlagen auf dem achten Rang. Das Team von Trainer Jonas Kronseder hatte am vorherigen Spieltag eine knappe 1:3-Heimniederlage gegen den SSC Palmberg Schwerin hinnehmen müssen und reiste als Außenseiter nach Stuttgart.
Spielverlauf: Stuttgarter Übermacht von Beginn an
Vor heimischer Kulisse in der SCHARRena erwischte Allianz MTV Stuttgart einen Start nach Maß. Die Gastgeberinnen setzten die Roten Raben früh mit starken Aufschlägen unter Druck und zwangen Vilsbiburg immer wieder zu schwierigen Angriffen. Besonders die niederländische Diagonalangreiferin Kim Renkema und die ungarische Außenangreiferin Renata Sandor erwiesen sich als kaum zu stoppen.
Im ersten Satz zeigte sich Vilsbiburg zunächst noch auf Augenhöhe. Die Mannschaft um die kubanische Topspielerin Liana Mesa Luaces und die deutsche Nationalspielerin Celin Stöhr hielt in der Anfangsphase gut mit. Doch nach dem ersten technischen Timeout zog Stuttgart unaufhaltsam davon. Eine Aufschlagserie von Zuspielerin Tatjana Zautys brachte die Gastgeberinnen auf 18:13, und mit einem platzierten Angriff über die Mitte von Mittelblockerin Michaela Mlejnková schloss Stuttgart den Satz ab.
Der zweite Satz war von Beginn an eine Machtdemonstration der Hausherrinnen. Die Aufschläge von Kim Renkema setzten die Annahme der Gäste immer wieder unter Druck, und im Block-Abwehr-System von Stuttgart fanden die Angreiferinnen von Vilsbiburg kaum Lücken. Die Roten Raben leisteten sich in dieser Phase vermehrt Eigenfehler, die Stuttgart konsequent bestrafte. Renata Sandor auf der Außenposition verwandelte ihre Angriffe mit hoher Effektivität, und Lenka Dürr sicherte mit starken Abwehraktionen den zweiten Satzgewinn.
Entscheidung im dritten Durchgang
Im dritten Satz versuchten die Roten Raben noch einmal, sich zu wehren. Coach Kronseder reagierte mit personellen Wechseln und brachte frische Kräfte. Die Gäste kämpften verbissen um jeden Punkt und hielten das Spiel bis zur Mitte des Satzes offen. Dominique Lamb auf der Mittelposition und die kubanische Außenangreiferin Roslandy Acosta konnten einige schöne Angriffspunkte für Vilsbiburg verbuchen.
Doch Stuttgart ließ nicht locker. Bei einer 16:13-Führung schaltete der Heimtrainer noch einen Gang hoch, und die Mannschaft um die belgische Angreiferin Kaja Grobelna spielte ihre ganze Routine aus. Ein spektakulärer Block von Mittelblockerin Tatjana Zautys leitete die entscheidende Serie ein, und mit einem Ass der folgenden Aufschlägerin fegte Stuttgart zum 25:19-Endstand. Der 3:0-Sieg war perfekt.
Schlüsselspielerinnen und statistische Highlights
Kim Renkema avancierte mit ihrer starken Aufschlag- und Angriffsleistung zur wertvollsten Spielerin der Partie. Auch Renata Sandor überzeugte auf der Außenposition mit hoher Abschlusseffektivität. Bei den Roten Raben konnte Liana Mesa Luaces als erfahrenste Spielerin im Kader einige Akzente setzen, doch die Mannschaft fand insgesamt zu selten ein Mittel gegen die druckvollen Angriffe der Stuttgarterinnen.
Tabellensituation und Ausblick
Mit diesem Erfolg festigte Allianz MTV Stuttgart seinen zweiten Platz in der Tabelle der 1. Bundesliga Frauen. Nach 19 Spielen stand das Team bei 15 Siegen und nur 4 Niederlagen sowie einer herausragenden Satzbilanz von 52:22. Die Mannschaft von Trainer Manuel Hartmann hatte sich damit eindrucksvoll für die kommenden Aufgaben in Stellung gebracht – darunter das DVV-Pokalfinale, das Stuttgart in dieser Saison gewinnen sollte.
Die Roten Raben Vilsbiburg hingegen blieben mit 8 Siegen aus 19 Partien und 22 Punkten auf dem achten Tabellenplatz. Das Team hatte in der Hauptrunde noch drei weitere Spiele zu absolvieren, um sich für die Pre-Playoffs zu qualifizieren. Am Ende der Saison 2014/15 belegte Vilsbiburg den achten Platz und erreichte die Pre-Playoffs, während Stuttgart als Tabellenzweiter in die Playoffs einzog und am Ende Vizemeister wurde.
Fazit
Der 3:0-Sieg von Allianz MTV Stuttgart gegen die Rote Raben Vilsbiburg war ein verdienter Erfolg, der die Klassenunterschiede in dieser Saison widerspiegelte. Stuttgart zeigte sich als eingespielte Einheit mit starken Einzelspielerinnen, während Vilsbiburg trotz aller Bemühungen an diesem Abend zu wenig entgegensetzen konnte. Für Stuttgart war es ein wichtiger Schritt auf dem Weg in die Playoffs und letztlich zur Vizemeisterschaft in einer Saison, die vom überragenden Dresdner SC dominiert wurde.
Rivalität seit 2009
Stuttgart W vs Vilsbiburg W Direkter Vergleich· 38
Stuttgart W und Vilsbiburg W trafen 38 Mal aufeinander — Stuttgart W gewann 27 Mal, Vilsbiburg W 11 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Stuttgart W führt den Direktvergleich mit 27 Siegen aus 38 Begegnungen an. Insgesamt fielen 132 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.47 pro Spiel (88 für die Heimmannschaft, 44 für die Gäste). Beide Teams trafen in 15 Spielen (39%). In 38 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Stuttgart W ist in den letzten 24 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2020.
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API-Daten: 11. Juni 2026