Allianz MTV Stuttgart besiegte den Schweriner SC am 10. Februar 2015 mit 3:1 (25:18, 19:25, 25:17, 25:23) in der SCHARRena. Kim Renkema und Mareike Hindriksen führten Stuttgart zum verdienten Heimsieg.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungAllianz MTV Stuttgart schlägt Schweriner SC verdient mit 3:1
Am 10. Februar 2015 empfing Allianz MTV Stuttgart in der SCHARRena den Spitzenkonkurrenten Schweriner SC zu einem richtungsweisenden Duell der 1. Volleyball Bundesliga Frauen. Vor heimischer Kulisse setzten sich die Stuttgarterinnen nach einer konzentrierten Vorstellung mit 3:1 (25:18, 19:25, 25:17, 25:23) durch und untermauerten damit ihren Anspruch auf die Tabellenspitze.
Satz 1: Dominanter Start der Hausherrinnen
Die Mannschaft von Trainer Konstantin Bitter erwischte einen Blitzstart. Mit einer stabilen Annahme und effektiven Angriffen über Außenangreiferin Kim Renkema setzte sich Stuttgart früh ab. Die Blockarbeit von Mittelblockerin Anja Brandt bereitete dem Schweriner Angriff sichtlich Probleme. Mit 25:18 holten sich die Gastgeberinnen den Auftaktsatz souverän.
Satz 2: Schwerin schlägt zurück
Der Schweriner SC, trainiert von Tore Aleksandersen, kam deutlich verbessert aus der Pause. Nationalspielerin Jennifer Geerties und Diana Nenova stabilisierten das Aufschlag- und Angriffsspiel der Gäste. Stuttgart fand zunächst keine Mittel gegen die aggressive Gangart der Mecklenburgerinnen und musste den Satz mit 19:25 abgeben.
Satz 3: Stuttgart stellt die Weichen neu
Nach dem verschmerzbaren Satzverlust fand Stuttgart zurück zu seiner spielerischen Linie. Zuspielerin Mareike Hindriksen, die im Sommer vom VfB Suhl nach Stuttgart gewechselt war, verteilte die Bälle gekonnt und ließ das Angriffsspiel der Stuttgarterinnen wieder flüssig laufen. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung holte sich Stuttgart den dritten Satz mit 25:17.
Satz 4: Krimi bis zum Schluss
Der vierte Durchgang entwickelte sich zum packendsten des Abends. Der Schweriner SC wehrte sich vehement gegen die drohende Niederlage und kämpfte um jeden Punkt. Die Partie blieb bis zum Ende offen, beide Mannschaften lieferten sich intensive Ballwechsel. Am Ende behielt Stuttgart die Nerven und verwertete den ersten Matchball zum 25:23 – der verdiente 3:1-Heimsieg war perfekt.
Saisonkontext: Stuttgart auf Meisterkurs
Das Duell zwischen Stuttgart und Schwerin war zu diesem Zeitpunkt ein echter Spitzenkampf. Allianz MTV Stuttgart befand sich in der Saison 2014/15 auf dem Weg zu einer starken Hauptrunde. Das Team um Kim Renkema (Rückkehrerin nach einer Spielzeit im Ausland) und Mareike Hindriksen (vom VfB Suhl gekommen) hatte sich nach einem durchwachsenen Vorjahr neu formiert und spielte konstant an der Spitze mit.
Der Schweriner SC war mit hochkarätigen Neuzugängen wie Yvon Beliën (Niederlande), Diana Nenova (Bulgarien) und der deutschen Nationalspielerin Jennifer Geerties in die Saison gestartet. Die Mannschaft aus Mecklenburg-Vorpommern zählte ebenso zum erweiterten Favoritenkreis um die deutsche Meisterschaft.
Am Ende der Saison 2014/15 sollte der Dresdner SC den Meistertitel holen – Stuttgart belegte den zweiten Platz (Vizemeister) und gewann zudem den DVV-Pokal durch ein dramatisches 3:2 im Finale gegen die Ladies in Black Aachen. Der Schweriner SC schied im Playoff-Halbfinale gegen Stuttgart aus.
Schlüsselspielerinnen
Kim Renkema erwies sich einmal mehr als absolute Leistungsträgerin der Stuttgarterinnen. Die niederländische Außenangreiferin, die nach einer Saison in die baden-württembergische Landeshauptstadt zurückgekehrt war, überzeugte sowohl im Angriff als auch in der Annahme.
Mareike Hindriksen lenkte von der Zuspielposition aus das Spiel und sorgte für eine ausgeglichene Verteilung der Angriffe. Die erfahrene Spielmacherin gab dem Stuttgarter Spiel die nötige Struktur und Ruhe.
Beim Schweriner SC ragte Jennifer Geerties heraus. Die deutsche Nationalspielerin war die gefährlichste Angreiferin der Gästemannschaft und machte insbesondere im zweiten Satz den Unterschied. Auch Yvon Beliën am Netz zeigte starke Blockaktionen.
Fazit
Der 3:1-Erfolg von Allianz MTV Stuttgart gegen den Schweriner SC war ein wichtiger Schritt in einer Saison, die für die Stuttgarterinnen mit dem DVV-Pokalsieg und der Vizemeisterschaft äußerst erfolgreich enden sollte. Die Partie in der SCHARRena zeigte eindrucksvoll die Qualität und Tiefe des Stuttgarter Kaders und war ein Vorgeschmack auf die spannenden Duelle, die beide Teams in dieser Saison noch bestreiten sollten.
Rivalität seit 2010
Stuttgart W vs SC Schweriner W Direkter Vergleich· 50
Stuttgart W und SC Schweriner W trafen 50 Mal aufeinander — Stuttgart W gewann 21 Mal, SC Schweriner W 29 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 29 Siegen aus 50 Begegnungen an. Insgesamt fielen 193 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.86 pro Spiel (84 für die Heimmannschaft, 109 für die Gäste). Beide Teams trafen in 31 Spielen (62%). In 50 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Stuttgart W ist in den letzten 7 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2019.
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