VC Wiesbaden besiegt USC Münster in der 1. Bundesliga Frauen 2014/15 mit 3:0. Enge erste beiden Sätze (30:28, 26:24), dann deutlicher dritter Satz (25:12).
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungVC Wiesbaden dominiert USC Münster: 3:0-Auftakterfolg in der Zwischenrunde
Wiesbaden – Der VC Wiesbaden ist mit einem klaren 3:0 (30:28, 26:24, 25:12) gegen den USC Münster in die Zwischenrunde der 1. Volleyball Bundesliga Frauen gestartet. Vor 567 Zuschauern in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit lieferten sich beide Teams zunächst zwei dramatische Sätze auf Augenhöhe, ehe Wiesbaden im dritten Durchgang keine Zweifel mehr aufkommen ließ.
Spielverlauf: Zwei enge Sätze, ein deutlicher Dritter
Erster Satz – Nervenschlacht mit Happy End für Wiesbaden
Der VCW begann druckvoll und lag schnell mit 9:3 in Führung – angetrieben von einem Ass der polnischen Diagonalangreiferin Izabella Rapacz. Münsters Cheftrainerin Lisa Thomsen war früh zum ersten Mal gezwungen, das Spiel zu unterbrechen. Der USC kämpfte sich zurück, glich beim 21:21 durch einen Angriffsfehler von Tanja Großer aus und wehrte mehrere Satzbälle ab. Am Ende war es ein Netzfehler der Gäste, der den Satz nach 30:28 für Wiesbaden entschied – die hessische Mannschaft behielt in der Crunchtime die besseren Nerven.
Zweiter Satz – Münster vergibt Satzball
Auch der zweite Durchgang war geprägt von langen Ballwechseln und einer starken Feldabwehr beider Teams. Münster erspielte sich beim 24:23 einen Satzball, doch ein Angriffsfehler und ein Ausball der Gäste bescherten Wiesbaden den zweiten Satzgewinn mit 26:24. Besonders bemerkenswert: Die Blockarbeit von Nina Herelová und Izabella Rapacz sowie die Aufschlagstärke von Tanja Großer in den entscheidenden Phasen.
Dritter Satz – Wiesbaden lässt nichts mehr anbrennen
Nach dem 0:2-Rückstand ließ die Gegenwehr des USC merklich nach. Wiesbaden zog von 8:6 auf 11:6 davon – maßgeblich über Jaidyn Blanchfield. Milana Božić servierte ein Ass zum 18:8, und Izabella Rapacz setzte mit einem Aufschlag direkt zum 25:12 den Schlusspunkt. Der dritte Satz war nach nur 22 Minuten beendet.
Schlüsselspielerinnen
- Izabella Rapacz (VC Wiesbaden) – Die polnische Diagonale war mit 19 Punkten die überragende Angreiferin des Spiels und wurde zurecht als MVP in Gold ausgezeichnet. Ihr Aufschlagdruck und ihre Effizienz im Angriff waren spielentscheidend.
- Gloria Destiny Mutiri (USC Münster) – Die US-Amerikanerin auf der Diagonalposition erzielte 14 Punkte für Münster und erhielt die MVP-Medaille in Silber. Sie war trotz der Niederlage die konstanteste Angreiferin ihrer Mannschaft.
- Rachel Anderson (VC Wiesbaden) – Die US-Mittelblockerin steuerte 13 Punkte bei und bildete mit Nina Herelová ein stabiles Blockduo, das Münsters Angriffe immer wieder entschärfte.
- Milana Božić (VC Wiesbaden) – Die bosnische Zuspielerin lenkte das Wiesbadener Spiel souverän und erzielte selbst per Aufschlag wichtige direkte Punkte.
Der VCW spielte in der bewährten Stammformation ohne Wechsel: Tanja Großer und Jaidyn Blanchfield auf den Außenpositionen, Izabella Rapacz als Diagonale, Milana Božić als Zuspielerin, Nina Herelová und Rachel Anderson im Mittelblock sowie Rene Sain als Libera. Co-Trainer Christian Sossenheimer vertrat gemeinsam mit Scout Daniel Ramirez den verletzten Cheftrainer Benedikt Frank.
Statement
Christian Sossenheimer (Co-Trainer VC Wiesbaden): „Das war heute das von uns erwartete ‚hässlich-schwierige‘ Spiel. Das wollten wir gewinnen, das haben wir getan, und das war das Wichtigste. Münster ist eine starke Abwehrmannschaft, und auch heute kam der Ball wieder und wieder zurück. Da muss man als Gegner sauber spielen, was uns nach den anstrengenden Wochen zuvor nicht immer leicht von der Hand ging. Phasenweise hatten wir auch Glück, aber das haben wir uns über die drei Sätze hinweg erarbeitet.“
Izabella Rapacz: „Ich bin sehr froh über das 3:0. Wir brauchten Geduld am Ende des ersten und zweiten Satzes. Gut war, dass wir gleich mit 2:0 in Führung waren. Wir haben aus den Matches zuvor gelernt, dass wir unsere Chancen nutzen müssen. Das war heute ein wichtiger Sieg nach dem Saison-Highlight am Mittwoch gegen Novara. So kann es weitergehen.“
Tabellensituation der Saison 2014/15
Der VC Wiesbaden stand in der Saison 2014/15 der 1. Volleyball Bundesliga Frauen nach dem 18. Spieltag mit 14 Siegen aus 18 Partien und 39 Punkten auf dem dritten Tabellenplatz – hinter dem überragenden Dresdner SC (18:0, 51 Punkte) und Allianz MTV Stuttgart (14:4, 44 Punkte). Der USC Münster belegte mit 9 Siegen und 28 Punkten den fünften Rang und lag damit im Mittelfeld der Liga.
Der Dresdner SC dominierte die Saison mit einer weißen Weste (18 Siege, 0 Niederlagen) und fuhr am Ende verdient die Meisterschaft ein. Stuttgart und Wiesbaden lieferten sich ein Duell um den Vizemeistertitel. Münster hingegen kämpfte mit wechselhaften Leistungen: Nach einer durchwachsenen Hinrunde mit nur sechs Siegen zeigte sich der USC in der Rückrunde stabiler, verpasste aber den Sprung unter die ersten Vier.
Ausblick
Für den VCW ging es in der Zwischenrunde der Gruppe B weiter mit den Auswärtspartien bei den Roten Raben Vilsbiburg und dem Heimspiel gegen die Ladies in Black Aachen, ehe das Rückspiel in Münster folgte. Der souveräne Auftakt gegen den USC war ein wichtiger Schritt in Richtung Playoff-Qualifikation.
Der USC Münster musste nach dieser Niederlage reagieren und Punkte gegen die direkten Konkurrenten sammeln, um sich noch eine Ausgangsposition für die Meisterrunde zu sichern.
Rivalität seit 2010
VC Wiesbaden W vs Munster W Direkter Vergleich· 37
VC Wiesbaden W und Munster W trafen 37 Mal aufeinander — VC Wiesbaden W gewann 21 Mal, Munster W 16 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. VC Wiesbaden W führt den Direktvergleich mit 21 Siegen aus 37 Begegnungen an. Insgesamt fielen 157 Tore in diesen Partien, im Schnitt 4.24 pro Spiel (83 für die Heimmannschaft, 74 für die Gäste). Beide Teams trafen in 29 Spielen (78%). In 37 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2023.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026