SC Potsdam besiegt USC Münster 3:2 (25:22, 23:25, 25:22, 21:25, 15:11) und sichert sich damit den vorzeitigen Einzug in die Playoffs der 1. Volleyball Bundesliga Frauen.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSC Potsdam sichert sich mit 3:2-Sieg gegen USC Münster den vorzeitigen Einzug ins Viertelfinale
Der SC Potsdam hat am vorletzten Spieltag der Hauptrunde ein wahres Volleyball-Drama erlebt und sich mit einem hart erkämpften 3:2 (25:22, 23:25, 25:22, 21:25, 15:11) gegen den USC Münster durchgesetzt. Vor 1.288 Zuschauern in der heimischen Halle sicherte sich das Team von Trainer Alberto Salomoni damit nicht nur den fünften Tabellenplatz, sondern auch das vorzeitige Ticket für die Playoffs.
Die Ausgangslage
Für Potsdam ging es um alles: Mit einem Sieg wäre der direkte Einzug in das Viertelfinale perfekt. Münster wiederum kämpfte ebenfalls um die direkte Qualifikation und hatte nach zwei Niederlagen in der Hinrunde und im Pokal gegen die Potsdamerinnen noch eine Rechnung offen. Die Atmosphäre in der Halle war entsprechend elektrisierend.
Startformation und erste Nervosität
Trainer Salomoni, der nach dem Motto „Never change a winning team“ agierte, schickte seine bewährte Startformation aufs Feld: Giulia Carraro (Zuspiel), Kathy Radzuweit (Mittelblock), Lisa Gründing (Mittelblock), Seomara Sainz (Außen), Nikola Radosova (Außen), Michala Kvapilová (Diagonal) und Lisa Rühl auf der Libera-Position. Die beiden langzeitverletzten Bernarda Cutuk und Jessica Rivero standen erstmals wieder im Kader und kamen zu Kurzeinsätzen.
Satz für Satz: Die Achterbahnfahrt
Erster Satz – Potsdam findet seinen Rhythmus (25:22): Der SC Potsdam startete nervös und lag zur ersten technischen Auszeit mit 6:8 zurück. Doch die Mannschaft fing sich schnell, kämpfte Punkt für Punkt zurück und dominierte die zweite Hälfte des Satzes. Über 16:14 und 20:16 zogen die Gastgeberinnen davon und sicherten sich den ersten Satzgewinn verdient mit 25:22.
Zweiter Satz – Münster schlägt zurück (23:25): Der zweite Durchgang war von Beginn an eine enge Kiste. Beide Teams wussten um die Bedeutung des Spiels und schenkten sich nichts. Die annahmestarken Münsterinnen mit ihrer herausragenden Libera Linda Dörendahl zwangen Potsdam immer wieder zu risikohaften Aufschlägen. Beim 22:24 wehrten die Potsdamerinnen den ersten Satzball ab, doch der zweite saß – 23:25. Der Satzausgleich war perfekt.
Dritter Satz – Blockarbeit und die 2:1-Führung (25:22): Potsdam kam konzentriert aus der Satzpause und erarbeitete sich einen komfortablen Vorsprung von 16:11. Doch Münster kämpfte sich zurück und glich zum 19:19 aus. In der entscheidenden Phase zeigte der SC Potsdam seine Qualität: Ein starker Block um Lisa Gründing und Kathy Radzuweit sowie kraftvolle Angriffe von Michala Kvapilová und der herausragenden Seomara Sainz brachten den dritten Satz mit 25:22. Mit diesem Satzgewinn war der Einzug ins Viertelfinale rechnerisch nicht mehr zu nehmen.
Vierter Satz – Die Aufholjagd bleibt unbelohnt (21:25): Die Freude über den vorzeitigen Playoff-Einzug wirkte sich aus. Potsdam verlor plötzlich den Faden und lag mit 5:15 hoffnungslos zurück. Doch die Mannschaft gab nicht auf und startete eine beeindruckende Aufholjagd. Punkt um Punkt kämpfte sich der SC heran, bis zum 19:20 war der Anschluss wiederhergestellt. Aber Münster behielt in der Crunchtime die Nerven und holte sich den Satz mit 21:25. Der Tiebreak musste die Entscheidung bringen.
Fünfter Satz – Die Nervenstärke der Gastgeberinnen (15:11): Im Tiebreak zeigte Potsdam seine ganze Klasse. Mit 5:1 gingen die Gastgeberinnen in Führung, doch Münster kämpfte sich bis auf 9:8 heran. In der entscheidenden Phase zog der SC Potsdam noch einmal alle Register und landete einen ungefährdeten 15:11-Sieg. Der Jubel in der Halle kannte keine Grenzen.
Die Schlüsselfiguren
Als wertvollste Spielerinnen des Abends wurden Leonie Schwertmann (USC Münster) und Seomara Sainz (SC Potsdam) ausgezeichnet. Sainz war mit 24 Punkten die unumstrittene Topscorerin des Spiels und eine der Hauptverantwortlichen für den Potsdamer Erfolg.
Bedeutung für die Saison
Mit diesem Sieg zog der SC Potsdam als fünftes Team – neben Dresden, Stuttgart, Schwerin und Wiesbaden – direkt und vorzeitig in die Playoffs ein. Der Gegner in der best-of-three-Serie im Viertelfinale hieß VC Wiesbaden. Gegen genau diesen Gegner stand für Potsdam am letzten Hauptrundenspieltag noch das abschließende Duell auf dem Programm – eine ideale Vorbereitung auf die Playoffs, die am 14. März in Wiesbaden begannen.
Die Stimmen zum Spiel
Axel Bühring (USC Münster): „Ich gratuliere dem SC Potsdam zum direkten Einzug ins Viertelfinale. Wir müssen nun noch eine Woche hoffen. Potsdam hat verdient gewonnen.“
Alberto Salomoni (Trainer SC Potsdam): „Glückwunsch an meine Mannschaft und ein großes Dankeschön an das fantastische Publikum. Münster hätte es verdient, direkt in die Play-Offs einzuziehen, sie haben sich heute gut geschlagen. Meine Mannschaft wusste, worum es geht. Wir haben wieder einen Schritt in der Entwicklung nach vorne gemacht. Nun genießen wir die Playoffs und geben alles.“
Fazit
Der SC Potsdam bewies an diesem Sonntagabend enorme Moral und Nervenstärke. Nach einer wahren Achterbahnfahrt über fünf Sätze belohnte sich die Mannschaft von Alberto Salomoni mit dem vorzeitigen Einzug in die Playoffs. Der USC Münster hingegen musste noch um die direkte Qualifikation zittern – hatte aber gezeigt, dass auch in dieser Saison mit dem Team aus Westfalen zu rechnen war.
Rivalität seit 2009
Potsdam W vs Munster W Direkter Vergleich· 28
Potsdam W und Munster W trafen 28 Mal aufeinander — Potsdam W gewann 11 Mal, Munster W 17 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Munster W führt den Direktvergleich mit 17 Siegen aus 28 Begegnungen an. Insgesamt fielen 108 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.86 pro Spiel (52 für die Heimmannschaft, 56 für die Gäste). Beide Teams trafen in 15 Spielen (54%). In 28 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2023.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026
