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1 Bundesliga WomenSaison 2014

VC Wiesbaden W vs Potsdam W

14. März 2015 um 19:00
30
Auswärts

Potsdam W

Spielzusammenfassung

VC Wiesbaden W besiegte Potsdam W 3:0. Das Spiel fand in der 1. Bundesliga Women 2014 statt.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

VC Wiesbaden feiert 3:0-Auftaktsieg im Playoff-Viertelfinale gegen SC Potsdam

Wiesbaden – Der VC Wiesbaden ist mit einem beeindruckenden 3:0-Heimsieg in die Playoffs der Volleyball Bundesliga Frauen 2014/15 gestartet. Vor 1.833 Zuschauern in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit bezwangen die Hessinnen den SC Potsdam im ersten Spiel der Best-of-Three-Viertelfinalserie klar mit 25:21, 25:12 und 25:22 und haben damit den ersten Schritt in Richtung Halbfinale gemacht.

Bereits zwei Wochen zuvor hatte der VCW den SC Potsdam in der Hauptrunde mit 3:0 besiegt – dieser psychologische Vorteil war auch in der Anfangsphase des ersten Playoff-Spiels deutlich spürbar.

Satz 1: Dominanter Start, dann Zittern

Der VC Wiesbaden erwischte einen Traumstart und führte zur zweiten technischen Auszeit bereits mit 16:9. Potsdam wirkte nervös, bekam die eigenen Angriffe kaum durch die gut sortierte Wiesbadener Abwehr. Doch dann kam eine Schwächephase bei den Gastgeberinnen: Die Annahme wurde unpräziser, Potsdam nutzte die Gelegenheit und kämpfte sich mit vier Blockpunkten Punkt für Punkt heran. Beim 21:18 war der Vorsprung auf drei Zähler geschrumpft. Der VCW ließ sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen, spielte den Satz souverän zu Ende und holte ihn nach einem Potsdamer Angriffsfehler ins Aus mit 25:21 nach Hause.

Satz 2: Eine Machtdemonstration

Der zweite Satz wurde zur reinen Machtdemonstration des VC Wiesbaden. Neun Angriffsfehler und drei Annahmefehler des SC Potsdam – insgesamt zwölf „Geschenke“ in Form von Punkten – summierten sich zu einem Desaster aus Gästesicht. Der VCW ließ sich nicht zweimal bitten und spielte seine Überlegenheit eiskalt aus. Mit 25:12 ging der Durchgang an die Hausherrinnen, die damit eine komfortable 2:0-Satzführung herstellten. Potsdam war in diesem Abschnitt chancenlos.

Satz 3: Nervenstark zum Matchgewinn

Auch im dritten Satz deutete zunächst alles auf eine schnelle Entscheidung hin. Wiesbaden legte mit einer starken Aufschlagserie von Juliane Langgemach („Zelan“) vor und führte zur ersten technischen Auszeit mit 8:2. Doch dann schlichen sich bei den Hessinnen Ungenauigkeiten im Angriff ein – vier Angriffsfehler brachten Potsdam zurück ins Spiel. Beim 21:20 war der Satz wieder völlig offen.

VCW-Headcoach Andreas Vollmer analysierte diese Phase später: „Wir haben ein bisschen Nachlass in der Qualität gehabt – im Angriff zu viel Risiko genommen bei schwierigen Bällen. In der Annahme muss man nicht perfekt sein, da muss man die Balance wieder finden.“

Der VCW behielt jedoch die Nerven, legte noch einmal eine Schippe Konzentration drauf und schloss den Satz ab. Kapitänin Regina Mapelli Burchard versenkte den Ball zum 25:22-Endstand im Potsdamer Feld – der Grundstein für die Mission Halbfinale war gelegt.

Schlüssel zum Sieg: Wenig Eigenfehler

„Wiesbaden hat einfach konsequent wenig Fehler gemacht und das war heute der Clou“, lautete die Analyse von Potsdams Kapitänin Kathy Radzuweit. „Als wir ein bisschen unsere Fehlerquote im Griff hatten, hat man auch gesehen, dass wir auf Augenhöhe waren.“

Julia Osterloh, die auf Wiesbadener Seite eine starke Partie ablieferte und viele Bälle bekam, zeigte sich zufrieden: „Heute lief es ganz gut. Wir haben nur im ersten Satz einen kleinen Durchhänger gehabt, dann viel geführt. Potsdam kam noch einmal ran, aber wir haben uns davon nicht unterkriegen lassen und haben es durchgezogen.“

Besonders beeindruckend war die Effizienz des VCW im ersten Tempo – ungewöhnlich viel wurde über die Mitte gespielt, wobei Jennifer Pettke und Osterloh hochprozentig abschlossen. Auch der Aufschlagdruck war entscheidend: Der VCW servierte konstant stark und machte es Potsdam schwer, eine stabile Annahme zu stellen.

Ausblick: Entscheidung in Potsdam

Mit diesem 3:0-Auftaktsieg hat der VC Wiesbaden die erste von zwei benötigten Partien für den Einzug ins Playoff-Halbfinale gewonnen. Das zweite Spiel der Viertelfinalserie fand am 21. März 2015 in der Arena am Luftschiffhafen in Potsdam statt – dort konnte der VCW mit einem weiteren Sieg bereits das Ticket für die Runde der letzten Vier lösen.

Während die Favoriten am ersten Playoff-Wochenende ihre Aufgaben souverän lösten (Dresden, Stuttgart, Schwerin gewannen ebenfalls), war die 3:0-Niederlage für den SC Potsdam ein herber Rückschlag. Der SC Potsdam hatte in der Hauptrunde als Tabellenvierter abgeschlossen, der VCW als Fünfter – die Setzung sprach also leicht für die Brandenburgerinnen. Doch der VCW bewies, dass die Formkurve zur entscheidenden Saisonphase stimmte.

Rivalität seit 2009

VC Wiesbaden W vs Potsdam W Direkter Vergleich· 37

VC Wiesbaden W und Potsdam W trafen 37 Mal aufeinander — VC Wiesbaden W gewann 20 Mal, Potsdam W 17 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. VC Wiesbaden W führt den Direktvergleich mit 20 Siegen aus 37 Begegnungen an. Insgesamt fielen 143 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.86 pro Spiel (73 für die Heimmannschaft, 70 für die Gäste). Beide Teams trafen in 23 Spielen (62%). In 37 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2019.

Unentschieden
0
·
17
Siege
Tore gesamt
143 · 3.9/Spiel
Beide getroffen
23/37 · 62%
Über 2,5
37/37 · 100%

Letzte Begegnungen

22.11.23DVV Cup Women
Spieldetails
Torsreichstes Spiel: 23 v 2019

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