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1 Bundesliga WomenSaison 2014

VC Wiesbaden W vs Dresdner SC W

4. April 2015 um 14:30
30
Auswärts

Dresdner SC W

AI

VC Wiesbaden besiegt den amtierenden Meister Dresdner SC im Playoff-Halbfinale 3:0 (25:22, 25:22, 25:14) und erzwingt das entscheidende dritte Spiel. Vor ausverkaufter Halle glänzen Muijlwijk und Vilponen.

Match-Videos

Spielzusammenfassung

VC Wiesbaden W besiegte Dresdner SC W 3:0. Das Spiel fand in der 1. Bundesliga Women 2014 statt.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

VC Wiesbaden zwingt Dresdner SC in die Verlängerung

Der VC Wiesbaden hat im zweiten Playoff-Halbfinale der 1. Volleyball Bundesliga Frauen 2014/15 den amtierenden Deutschen Meister Dresdner SC mit einem sensationellen 3:0 (25:22, 25:22, 25:14) geschlagen und damit den Ausgleich in der Best-of-Three-Serie erzwungen. Vor ausverkaufter Kulisse von 2.100 Zuschauern in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit – erstmals in dieser Saison restlos gefüllt – feierten die Gastgeberinnen einen hochverdienten Erfolg, der weitaus klarer ausfiel, als es die nackten Satzergebnisse zunächst vermuten lassen.

Blitzstart legt Grundstein

Die Partie, die wegen einer Live-Übertragung des Hessischen Rundfunks auf 14:30 Uhr vorverlegt worden war, begann für den VCW wie aus einem Guss. „Jetzt erst recht“ lautete die Devise nach der klaren Niederlage im ersten Halbfinale unter der Woche – und die Mannschaft von Trainer Andreas Vollmer setzte dieses Motto auf Anhieb in die Tat um. Ein 4:0-Blitzstart zwang Dresdens Coach Alexander Waibl bereits in der Anfangsphase zur ersten Auszeit.

Doch auch die taktische Pause brachte den Favoriten aus der sächsischen Landeshauptstadt nicht zurück ins Spiel. Wiesbaden servierte druckvoll und zielgenau, nahm dem DSC damit die Möglichkeit, sein gefürchtetes erstes Tempo über die Mitte zu spielen. Die Block-Abwehr-Kombination der Hausherrinnen funktionierte nahezu perfekt, und Zuspielerin Kaisa Alanko verteilte die Angriffe variabel auf ihre Außen und die Mitte.

Der erste Satz war nach 28 Minuten mit 25:22 beendet – ein Durchgang, der bei den technischen Auszeiten stets in Wiesbadener Hand lag (8:3, 16:8, 21:16).

Enge Kiste im zweiten Durchgang

Auch Satz zwei begann vielversprechend für den VCW (8:5, 16:13), doch diesmal schlug Dresden zurück. Bis zum 17:17 kämpften sich die Gäste heran und machten die Partie offen. In der Crunchtime bewies Wiesbaden jedoch die besseren Nerven und erspielte sich nach 29 Minuten den zweiten Satzball – wieder 25:22, besiegelt durch einen Dresdner Fehler.

Besonders bemerkenswert: Die langen Ballwechsel nahmen im zweiten Durchgang noch zu, was die Intensität und den Kampfgeist beider Teams widerspiegelte. Dresden leistete sich in diesem Satz insgesamt sechs Aufschlagfehler – ein Indiz für den Druck, den Wiesbaden mit seinem Service erzeugte.

Satz drei – die Entscheidung

Im dritten Satz war der Widerstand des DSC endgültig gebrochen. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase (8:6) setzte sich Wiesbaden Satz für Satz ab. Zur zweiten technischen Auszeit führten die Gastgeberinnen bereits mit 16:10 und ließen den Gästen fortan keine Chance mehr. Nach nur 22 Minuten und einem dominanten 25:14 war die Sensation perfekt: 3:0 – der VCW erzwang das entscheidende dritte Spiel.

Stimmen zum Spiel

„Wiesbaden hat heute ein bisschen besser gespielt als am Mittwoch und wir ein bisschen schlechter. Das ist nun mal so beim Heimvorteil, dass das ein Stück weit was mit zu tun hat, dass die Heimmannschaft sich in ihrer gewohnten Atmosphäre immer ein bisschen leichter tut“, analysierte Dresdens Trainer Alexander Waibl nach der Partie.

VCW-Trainer Andreas Vollmer haderte hingegen mit einer strittigen Szene im ersten Satz: „Ich habe fünfmal ‚Timeout‘ gebrüllt. Von meiner Linie – da gibt es eine Markierungslinie, die darf ich nicht übertreten. Und der zweite Schiri hat mich nicht gehört, nicht gesehen, nicht beachtet. Dann hat er schon angepfiffen.“

Topscorerinnen und MVPs

Auf Wiesbadener Seite waren Karine Muijlwijk und Pauliina Vilponen mit jeweils 13 Punkten die erfolgreichsten Angreiferinnen. Als MVP des Spiels wurde Mittelblockerin Julia Osterloh ausgezeichnet, die nicht nur in der Offensive Akzente setzte, sondern auch mit ihrer Blockarbeit glänzte. Auf Dresdner Seite erhielt Cursty Jackson die MVP-Auszeichnung. Keine Dresdner Spielerin erreichte einen zweistelligen Punktewert.

Ausgangslage vor dem Entscheidungsspiel

Damit steht es in der Best-of-Three-Serie 1:1. Der Sieger des dritten Spiels am Sonntag, den 12. April 2015 (14:00 Uhr) in der Dresdner Margon-Arena trifft im Finale auf den bereits qualifizierten Pokalsieger Allianz MTV Stuttgart.

Julia Osterloh gab sich vor dem Showdown kämpferisch: „Das wird ein hartes Spiel. Wir sind wieder auswärts, dann haben die natürlich den Rückenwind von den Fans. Aber wir gehen mit einer riesigen Motivation da rein, weil wir wissen, dass wir sie schlagen können. Das wird noch mal eine enge Kiste, glaube ich.“

Der VCW wird eine organisierte Fanfahrt nach Dresden anbieten. Auch Wiesbadens Oberbürgermeister Sven Gerich, bekennender VCW-Anhänger, kündigte seine Unterstützung im entscheidenden Spiel an.

Aufstellung VC Wiesbaden

  • Zuspiel: Kaisa Alanko
  • Außenangriff: Regina Mapeli Burchardt, Pauliina Vilponen
  • Mitte: Jennifer Pettke, Julia Osterloh
  • Diagonal: Karine Muijlwijk (später Annalena Mach für den Aufschlag)
  • Libera: Izabela Sliwa

Rivalität seit 2009

VC Wiesbaden W vs Dresdner SC W Direkter Vergleich· 48

VC Wiesbaden W und Dresdner SC W trafen 48 Mal aufeinander — VC Wiesbaden W gewann 13 Mal, Dresdner SC W 35 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Dresdner SC W führt den Direktvergleich mit 35 Siegen aus 48 Begegnungen an. Insgesamt fielen 172 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.58 pro Spiel (55 für die Heimmannschaft, 117 für die Gäste). Beide Teams trafen in 22 Spielen (46%). In 48 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Dresdner SC W ist in den letzten 9 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2024.

Unentschieden
0
·
Tore gesamt
172 · 3.6/Spiel
Beide getroffen
22/48 · 46%
Über 2,5
48/48 · 100%

Letzte Begegnungen

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