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1 Bundesliga WomenSaison 2014

SC Schweriner W vs Stuttgart W

4. April 2015 um 19:00
Heim

SC Schweriner W

23
Auswärts

Stuttgart W

AI

Allianz Volley Stuttgart besiegte SC Schweriner im Playoff-Halbfinale 2015 auswärts mit 3:2 und zog nach zwei Fünfsatzsiegen ins Finale der Deutschen Meisterschaft ein.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Stuttgart erzwingt Entscheidungssatz und wirft Schwerin aus dem Playoff-Halbfinale

Schwerin – Im zweiten Spiel des Playoff-Halbfinales der 1. Bundesliga Frauen setzte sich Allianz Volley Stuttgart am 4. April 2015 auswärts gegen den SC Schweriner mit 3:2 (25:20, 15:25, 14:25, 26:24, 15:12) durch und zog damit souverän ins Finale um die Deutsche Meisterschaft ein. Nach dem 3:2-Heimerfolg drei Tage zuvor bedeutete dies den zweiten Sieg im Best-of-three-Modus – ohne Entscheidungsspiel.

Ausgangslage: Stuttgart mit der Hypothek aus Spiel eins

Nachdem Stuttgart am 1. April 2015 in der heimischen SCHARRena einen dramatischen 3:2-Erfolg (13:25, 25:20, 27:25, 14:25, 15:13) gegen den amtierenden Meister von 2013 gefeiert hatte, reiste das Team von Cheftrainer als Favorit in die Palmberg Arena nach Schwerin. Der SC Schweriner stand vor der Aufgabe, den Serienausgleich erzwingen zu müssen, um in ein entscheidendes drittes Spiel zu kommen.

Erster Satz: Stuttgart legt vor

Vor rund 1.600 Zuschauern in der ausverkauften Palmberg Arena begann Stuttgart konzentriert. Die Gäste aus der baden-württembergischen Landeshauptstadt zeigten von Beginn an eine souveräne Annahme und ein druckvolles Aufschlagspiel. Schwerin tat sich schwer, gegen die gut organisierte Stuttgarter Block-Feldabwehr zu Lösungen zu kommen. Stuttgart zog früh davon und sicherte sich Satz eins verdient mit 25:20.

Sätze zwei und drei: Schwerin dominiert nach Auszeit

Doch der SC Schweriner, der in der Saison 2013/14 Deutscher Meister geworden war und 2015 den Titel zurückerobern wollte, zeigte seine mentale Stärke. Nach einer frühen Auszeit sortierte sich das Team von Trainer Felix Koslowski neu und legte eine beeindruckende Leistungssteigerung hin. Mit einer aggressiven Aufschlagserie und einer deutlich stabileren Annahme zerlegte Schwerin die Stuttgarter Defensive. Satz zwei ging mit 25:15 an die Gastgeberinnen – eine deutliche Ansage.

Im dritten Durchgang setzte sich das Bild fort. Die Schwerinerinnen spielten wie entfesselt auf, machten kaum Eigenfehler und ließen Stuttgart überhaupt nicht ins Spiel kommen. Mit 25:14 war der Satz eine Machtdemonstration des Rekordmeisters, der zu diesem Zeitpunkt mit 2:1 Sätzen führte und das Spiel zu drehen schien.

Vierter Satz: Die Wende auf Stuttgarter Seite

Was nun folgte, war die vielleicht entscheidende Phase der gesamten Halbfinalserie. Stuttgart, das nach der klaren Niederlage in Satz drei mit dem Rücken zur Wand stand, fand zurück in die Partie. Der vierte Satz entwickelte sich zu einem packenden Krimi auf Augenhöhe. Kein Team konnte sich entscheidend absetzen, beide Mannschaften schenkten sich nichts. Schwerin hatte beim Stand von 24:23 sogar Satzball – und damit die Chance, den Entscheidungssatz zu erzwingen.

Doch Stuttgart behielt die Nerven. Mit einer starken Blockaktion wehrte der Außenseiter den Satzball ab und drehte die Partie. Mit 26:24 ging der Durchgang an die Gäste – und die Serie war wieder völlig offen.

Tiebreak: Stuttgart vollendet die Überraschung

Im entscheidenden fünften Satz war es ein offener Schlagabtausch. Beide Teams wussten um die Bedeutung jedes einzelnen Punktes. Stuttgart erspielte sich früh einen kleinen Vorsprung und gab ihn nicht mehr aus der Hand. Schwerin kämpfte zwar aufopferungsvoll, doch die Stuttgarterinnen behielten die Nerven und verwandelten den dritten Matchball zum 15:12-Endstand.

Damit stand der 3:2-Auswärtssieg fest – Stuttgart zog nach zwei dramatischen Fünfsatzsiegen ins Finale der Deutschen Meisterschaft ein.

Schlüssel zum Erfolg: Stuttgarts Comeback-Qualitäten

Der entscheidende Faktor war die Widerstandsfähigkeit von Allianz Volley Stuttgart. Nach dem frühen Satzverlust im zweiten und dritten Durchgang hätte die Mannschaft auseinanderfallen können – stattdessen steigerte sie sich im vierten Satz auf das notwendige Niveau. Besonders die Blockarbeit im entscheidenden Tiebreak und die Nervenstärke in den engen Phasen machten den Unterschied aus.

Auswirkungen auf die Playoffs

Für den SC Schweriner bedeutete die 0:2-Niederlage in der Halbfinalserie das vorzeitige Aus in den Playoffs. Der amtierende Meister von 2013 und einer der traditionsreichsten Vereine der Liga verpasste damit den Einzug ins Finale. Für Stuttgart hingegen ging der Traum vom ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte weiter.

Im Finale traf Allianz Volley Stuttgart auf den Dresdner SC, der seine Halbfinalserie gegen den USC Münster ebenfalls für sich entscheiden konnte. Dresden, das die Hauptrunde als Tabellenerster abgeschlossen hatte, ging als Favorit in die Finalserie und wurde letztlich seiner Rolle gerecht: Der Dresdner SC sicherte sich mit einem Finalsieg die Deutsche Meisterschaft 2015.

Rückblick auf das Halbfinale

Die Halbfinalserie zwischen Schwerin und Stuttgart war eine der spannendsten der Saison 2014/15. Beide Spiele gingen über die volle Distanz von fünf Sätzen, beide entschied Stuttgart am Ende für sich. Für den SC Schweriner war es eine verpasste Chance, vor heimischem Publikum den Ausgleich zu erzwingen – doch Stuttgart erwies sich als das team, das in den entscheidenden Momenten die besseren Lösungen fand.

Rivalität seit 2010

SC Schweriner W vs Stuttgart W Direkter Vergleich· 50

SC Schweriner W und Stuttgart W trafen 50 Mal aufeinander — SC Schweriner W gewann 29 Mal, Stuttgart W 21 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 29 Siegen aus 50 Begegnungen an. Insgesamt fielen 192 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.84 pro Spiel (108 für die Heimmannschaft, 84 für die Gäste). Beide Teams trafen in 31 Spielen (62%). In 50 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Stuttgart W ist in den letzten 7 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2019.

SC Schweriner W
29
Siege
Unentschieden
0
·
Tore gesamt
192 · 3.8/Spiel
Beide getroffen
31/50 · 62%
Über 2,5
50/50 · 100%

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