Der VC Wiesbaden startet mit einer 1:3-Heimniederlage gegen die Roten Raben Vilsbiburg in die Bundesliga-Saison 2015/16. Nach schwachem Beginn reichte es nur zu einem Satzgewinn.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungEnttäuschender Auftakt für den VC Wiesbaden
Der VC Wiesbaden ist mit einer Niederlage in die Saison 2015/16 der 1. Bundesliga Frauen gestartet. Vor heimischer Kulisse in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit unterlag das Team von Cheftrainer Dirk Groß den Roten Raben Vilsbiburg mit 1:3 (15:25, 23:25, 25:22, 15:25).
Vilsbiburg startet druckvoll
Die Gäste aus Niederbayern erwischten den deutlich besseren Start und dominierten die ersten beiden Sätze nach Belieben. Vor allem im ersten Durchgang ließen die Roten Raben dem Gastgeber keine Chance und zogen mit 25:15 davon. Auch im zweiten Satz behielt Vilsbiburg die Oberhand und entschied ihn mit 25:23 für sich.
Erst im dritten Satz fand der VC Wiesbaden besser ins Spiel. Das Team um Mittelblockerin Julia Osterloh kämpfte sich zurück und sicherte sich den Satz mit 25:22 – ein kleines Lebenszeichen vor heimischem Publikum.
Doch die Hoffnung auf eine Wende währte nicht lange. Vilsbiburg ließ sich nicht aus dem Konzept bringen und stellte im vierten Durchgang die Weichen früh auf Sieg. Mit 25:15 machten die Roten Raben den Auswärtserfolg perfekt.
Neuer Trainer, junges Team
Der VC Wiesbaden war mit einigen Fragezeichen in die Saison gestartet. Dirk Groß hatte zur Spielzeit 2015/16 das Traineramt übernommen und stand vor der Aufgabe, eine junge Mannschaft zu formen. Die Vorbereitung verlief vielversprechend – unter anderem mit einem 4:1-Testspielerfolg gegen die Ladies in Black Aachen und der Teilnahme am hochkarätig besetzten Dippold-Turnier in Sachsen, wo man auf Gegner wie den Dresdner SC und den amtierenden Meister traf.
„Ziel des Ganzen ist natürlich, im Direktvergleich mit den künftigen Gegnern aus der Bundesliga herauszufinden, wo wir derzeit stehen“, hatte Groß vor dem Turnier gesagt. Gegen Vilsbiburg zeigte sich jedoch, dass die Abstimmung noch nicht perfekt war.
Rote Raben mit neuem Rückhalt
Auf der anderen Seite des Netzes stand eine verstärkte Vilsbiburger Mannschaft. Die Roten Raben hatten mit der niederländischen Nationalspielerin Kirsten Knip eine neue Libera verpflichtet, die kurzfristig für die schwangere Jenna Orlandini nachverpflichtet worden war. Knip verstärkte die „Oranje-Fraktion“ in Vilsbiburg, der mit Quirine Oosterveld und Tess von Piekartz bereits zwei weitere Niederländerinnen angehörten.
„Ich bin sehr glücklich, die neue Libera der Roten Raben zu sein“, sagte Knip bei ihrer Vorstellung. „Ich wollte in der neuen Saison unbedingt in der deutschen Liga spielen, weil dort das Niveau sehr hoch und die Atmosphäre großartig ist.“
Trainer Jonas Kronseder konnte zudem auf ein eingespieltes Gerüst um Zuspielerin Mona Elwassimy und die erfahrene Mittelblockerin zurückgreifen.
Spielanalyse
Auffällig war die mangelnde Konstanz im Wiesbadener Spiel. Während der dritte Satz zeigte, was in der Mannschaft steckt, offenbarten die Sätze eins und vier deutliche Schwächen in der Annahme und im Abschluss. Besonders die Aufschlagserien der Gäste brachten den VCW immer wieder in Bedrängnis.
Vilsbiburg hingegen präsentierte sich als geschlossene Einheit. Die Abstimmung zwischen Zuspiel und Angriff funktionierte über weite Strecken reibungslos, und die Blockarbeit der Gäste setzte die Wiesbadener Angreiferinnen immer wieder unter Druck.
Ausblick
Für den VC Wiesbaden stand bereits das nächste Heimspiel auf dem Programm: Am 24. Oktober 2015 gastierten die VolleyStars Thüringen in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit. Die Mannschaft von Dirk Groß war gefordert, die Lehren aus der Auftaktniederlage zu ziehen und vor heimischem Publikum die ersten Punkte der Saison einzufahren.
Vilsbiburg hingegen konnte mit dem gelungenen Saisonstart Selbstvertrauen tanken und empfing drei Tage später ebenfalls die VolleyStars Thüringen in der heimischen Ballsporthalle.
Rivalität seit 2009
VC Wiesbaden W vs Vilsbiburg W Direkter Vergleich· 36
VC Wiesbaden W und Vilsbiburg W trafen 36 Mal aufeinander — VC Wiesbaden W gewann 19 Mal, Vilsbiburg W 17 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. VC Wiesbaden W führt den Direktvergleich mit 19 Siegen aus 36 Begegnungen an. Insgesamt fielen 141 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.92 pro Spiel (71 für die Heimmannschaft, 70 für die Gäste). Beide Teams trafen in 22 Spielen (61%). In 36 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. VC Wiesbaden W ist in den letzten 5 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2024.
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API-Daten: 11. Juni 2026