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1 Bundesliga WomenSaison 2015

Hamburg W vs SC Schweriner W

21. Oktober 2015 um 20:00
Heim

Hamburg W

03
Auswärts

SC Schweriner W

AI

VT Aurubis Hamburg verliert zum Heimauftakt der Saison 2015/16 gegen den deutschen Serienmeister Schweriner SC mit 0:3 (19:25, 20:25, 20:25).

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

VT Aurubis Hamburg vs. Schweriner SC: 0:3 (19:25, 20:25, 20:25)

Der deutsche Serienmeister Schweriner SC hat am Mittwochabend auch seine Pflichtaufgabe in Hamburg erfüllt. Vor 871 Zuschauern in der CU Arena in Hamburg-Neugraben setzten sich die Gäste aus Mecklenburg-Vorpommern mit 3:0 (25:19, 25:20, 25:20) gegen den VT Aurubis Hamburg durch. Die Partie dauerte 75 Minuten.

Kämpferische Vorstellung der Gastgeberinnen

Trotz der klaren Niederlage in drei Sätzen zeigte sich VT-Aurubis-Cheftrainer Dirk Sauermann nicht unzufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. „Wir haben über den Kampf und unsere Abwehr immer wieder zurück ins Spiel gefunden, es war kein Selbstläufer für Schwerin, deshalb bin ich trotz des 0:3 mit der Leistung zufrieden“, sagte Sauermann nach der Partie.

Die Hamburgerinnen, die vor der Saison einen radikalen Umbruch auf gleich zehn Positionen vollzogen hatten, präsentierten sich vor heimischem Publikum engagiert und kampfstark. Besonders in der Abwehr ließen die Gastgeberinnen nichts anbrennen und zwangen den Favoriten aus Schwerin immer wieder zu Fehlern. Doch die spielerischen Mittel waren angesichts der überlegenen Gäste letztlich begrenzt.

Schwerin mit souveräner Vorstellung

Der Schweriner SC, der die deutsche Meisterschaft in den Jahren zuvor dominiert hatte, zeigte sich von Beginn an konzentriert. In Satz eins setzte sich der Favorit früh ab und gewann mit 25:19. Auch in den folgenden beiden Durchgängen ließen die Gäste nie Zweifel an ihrem Sieg aufkommen, auch wenn die Hamburgerinnen mehrfach auf 20:25 verkürzten.

Muijlwijk und Radzuweit als Hamburger Stützen

Beste Punktesammlerin auf Hamburger Seite war die Rückkehrerin Saskia Radzuweit, die vom Köpenicker SC an die Elbe gewechselt war und auf zehn Zähler kam. Auch die niederländische Diagonalspielerin und neue Spielführerin Karine Muijlwijk, die zuvor beim VC Wiesbaden zu einer der besten Scorerinnen der Liga aufgestiegen war, zeigte eine ansprechende Leistung.

Die 19-jährige Zuspielerin Denise Imoudu, die im Sommer vom Schweriner SC nach Hamburg gewechselt war, wurde zur wertvollsten Spielerin ihrer Mannschaft gewählt. Sie mühte sich nach Kräften, ihre Angreiferinnen in Szene zu setzen. Die junge Libera Claire Bertram (19) offenbarte dagegen noch Defizite in der Annahme, die sie allerdings mit enormem Einsatz zu kompensieren versuchte.

Saison mit emotionalem Hintergrund

Die Partie war das erste Heimspiel der Saison 2015/16 für VT Aurubis Hamburg – und es könnte eine der letzten Spielzeiten des Vereins in der 1. Bundesliga gewesen sein. Der Hauptsponsor Aurubis AG hatte bereits angekündigt, sein Engagement im professionellen Sport nach der Saison 2015/16 zu beenden. Rund drei Viertel des Vereinsetats wurden zu diesem Zeitpunkt vom Kupferkonzern getragen.

Die Vereinsführung um die Präsidenten Horst Lüders und Volker Stuhrmann sowie Cheftrainer Dirk Sauermann kämpften daher bereits ab Saisonbeginn um neue Sponsoren, um den Erstliga-Volleyball in Hamburg über das Jahr 2016 hinaus zu sichern. „Wir werden dann vor der Existenzfrage stehen“, hatten die Verantwortlichen bereits vor Saisonstart erklärt.

Ausblick

Bereits am darauffolgenden Samstag (24. Oktober, 18 Uhr) stand für VT Aurubis Hamburg das nächste schwere Heimspiel gegen den Vizemeister und Pokalsieger Allianz MTV Stuttgart auf dem Programm. Auch wenn die Ergebnisse gegen die Topteams der Liga zunächst ernüchternd ausfielen, demonstrierte die Mannschaft von Dirk Sauermann in dieser Phase Moral und Kampfgeist, die vom Publikum in der CU Arena mit anerkennendem Applaus honoriert wurden.

Für den Schweriner SC war der Auswärtssieg in Hamburg ein weiterer Schritt auf dem Weg zur erneuten Titelverteidigung in der 1. Bundesliga der Frauen.

Rivalität seit 2009

Hamburg W vs SC Schweriner W Direkter Vergleich· 15

Hamburg W und SC Schweriner W trafen 15 Mal aufeinander — Hamburg W gewann 2 Mal, SC Schweriner W 13 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 13 Siegen aus 15 Begegnungen an. Insgesamt fielen 58 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.87 pro Spiel (17 für die Heimmannschaft, 41 für die Gäste). Beide Teams trafen in 10 Spielen (67%). In 15 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2016.

Hamburg W
2
Siege
Unentschieden
0
·
SC Schweriner W
13
Siege
Tore gesamt
58 · 3.9/Spiel
Beide getroffen
10/15 · 67%
Über 2,5
15/15 · 100%

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