Schweriner SC dreht 0:2-Rückstand gegen Titelverteidiger Dresdner SC und gewinnt 3:2 (22:25, 22:25, 25:22, 25:20, 15:12) vor ausverkaufter Palmberg Arena.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungEin Start nach Maß für Dresden
Die Gäste aus Dresden, die sich erst im April 2015 zum vierten Mal die Deutsche Meisterschaft gesichert hatten, erwischten den deutlich besseren Start. Der DSC um Trainer Alexander Waibl dominierte die Anfangsphase und nutzte die Abstimmungsprobleme in der Schweriner Annahme konsequent aus. Mit 25:22 und 25:22 sicherten sich die Dresdnerinnen die ersten beiden Durchgänge – und zeigten damit, warum sie als Titelverteidiger in die Saison gegangen waren.
Die Mannschaft von Felix Koslowski, die eine Woche zuvor mit einem souveränen 3:1-Erfolg gegen Allianz MTV Stuttgart in die Spielzeit gestartet war, wirkte zunächst gehemmt. Dresden, angeführt von ihrer erfahrenen Kapitänin Stefanie Karg, ließ in der Abwehr kaum Lücken zu und setzte Schwerins Offensive immer wieder gezielt unter Druck.
Die Wende – Schwerin kämpft sich zurück
Doch der zehnfache Deutsche Meister aus Schwerin gab sich nicht auf. Im dritten Satz änderte Trainer Felix Koslowski die Taktik, stellte die Annahme um und forcierte das Spiel über die Mitte und die Diagonalangriffe. Die Umstellung zeigte Wirkung: Schwerin erkämpfte sich Satz drei mit 25:22 – die Wende war eingeleitet.
Der vierte Satz war ein echter Fight. Dresden wollte den Sack zumachen, doch Schwerin kämpfte um jeden Ball. Vor 2.100 Zuschauern in der ausverkauften Palmberg Arena steigerten sich die Gastgeberinnen zu einer starken Block-Leistung. Auch die Aufschläge wurden druckvoller. Mit 25:20 erzwang Schwerin den Tiebreak.
Tiebreak-Drama mit Happy End für Schwerin
Im entscheidenden fünften Satz war die Partie auf Messers Schneide. Beide Teams schenkten sich nichts, Punkt um Punkt wurde hart umkämpft. Dresden wehrte sich nach Kräften, doch Schwerin hatte jetzt das Momentum auf seiner Seite. Die Heimmannschaft spielte befreit auf, während beim DSC zunehmend die Nerven flatterten.
Am Ende behielt der SSC die Oberhand. Mit 15:12 sicherte sich Schwerin den Tiebreak und damit den sensationellen 3:2-Gesamtsieg – eine Aufholjagd, die die Fans in der Palmberg Arena tobend feierten.
Schlüsselspielerinnen
Eine herausragende Rolle im Schweriner Comeback spielte Lonneke Slöetjes. Die niederländische Diagonalangreiferin, die in der Vorsaison zur MVP der Bundesliga gewählt worden war, zeigte vor allem in den entscheidenden Phasen ihre Klasse. Mit kraftvollen Angriffen und wichtigen Punkten im Tiebreak war sie der große Rückhalt ihrer Mannschaft.
Auf Dresdner Seite ragte Anne Matthes heraus, die insbesondere zu Beginn mit ihrer Aufschlagserie für Furore sorgte. Doch letztlich reichte es nicht, um den Sieg über die Zeit zu retten.
Tabellensituation
Mit dem Erfolg baute Schwerin seinen perfekten Start in die Saison 2015/16 aus. Nach dem Auftaktsieg gegen Stuttgart war dies der zweite Sieg im zweiten Spiel – eine Ansage an die Konkurrenz. Für Dresden hingegen war es der erste Rückschlag in der noch jungen Spielzeit. Der DSC, der in der Vorsaison die Meisterschaft gewonnen hatte, zeigte über weite Strecken eine starke Leistung, musste jedoch die Erfahrung machen, dass gegen einen wiedererstarkten Schweriner SC auch ein 2:0-Satzvorsprung keine Garantie mehr ist.
Fazit
Der 3:2-Erfolg des Schweriner SC gegen den Dresdner SC war eines der mitreißendsten Spiele der frühen Saisonphase 2015/16. Der SSC bewies Moral, Comeback-Qualitäten und zeigte, dass mit ihnen in dieser Spielzeit zu rechnen ist. Für Dresden bleibt die Erkenntnis, dass die Dominanz aus der Vorsaison angesichts der starken Konkurrenz aus Schwerin und Stuttgart keine Selbstverständlichkeit mehr ist.
Rivalität seit 2009
SC Schweriner W vs Dresdner SC W Direkter Vergleich· 40
SC Schweriner W und Dresdner SC W trafen 40 Mal aufeinander — SC Schweriner W gewann 23 Mal, Dresdner SC W 17 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 23 Siegen aus 40 Begegnungen an. Insgesamt fielen 159 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.98 pro Spiel (86 für die Heimmannschaft, 73 für die Gäste). Beide Teams trafen in 26 Spielen (65%). In 40 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Dresdner SC W ist in den letzten 5 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2021.
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API-Daten: 11. Juni 2026