Vilsbiburg W
VCO Berlin W
Vilsbiburg besiegt VCO Berlin in der Ballsporthalle mit 3:2 (25:22, 20:25, 22:25, 25:22, 15:11) in einem dramatischen Fünfsatz-Krimi der 1. Bundesliga Frauen Saison 2015/2016.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungVilsbiburg bezwingt VCO Berlin in fünf Sätzen
Vilsbiburg – Die Rote Raben Vilsbiburg haben sich am 31. Oktober 2015 vor heimischer Kulisse in der Ballsporthalle Vilsbiburg einen packenden 3:2 (25:22, 20:25, 22:25, 25:22, 15:11)-Heimsieg gegen das Zurich Team VCO Berlin erkämpft. Vor den Augen von Jonas Kronseeder, der sein Team von der Bank coachte, behielten die Niederbayern in einer hochdramatischen Begegnung am Ende mit 107:105 Gesamtpunkten die Oberhand.
Ein wilder Ritt über fünf Sätze
Was sich am Samstagabend in der Ballsporthalle abspielte, war alles andere als ein Spaziergang für den Favoriten aus Vilsbiburg. Der erste Satz war eine knappe Angelegenheit, die Vilsbiburg mit 25:22 für sich entschied – getragen von einer soliden Annahme und einer starken Block-Leistung um die Mittelblockerin Wezorke. Die Zwischenstände von 4:8 und 16:12 spiegelten die wechselhafte Natur dieses ersten Durchgangs wider.
Im zweiten Satz drehte VCO Berlin auf. Vilsbiburgs Annahme geriet ins Wanken und die Gäste aus der Hauptstadt dominierten mit 25:20. Entscheidend war hier die schwächere Angriffsquote der Roten Raben, die bei lediglich 39% (nach positivem Zuspiel) lag.
Auch Satz drei ging an die Berlinerinnen, die mit 25:22 den Satzgewinn perfekt machten und damit mit 2:1 in Führung gingen. VCO Berlin spielte nun befreit auf und setzte Vilsbiburg vor allem über Außenangreiferin Brenwick unter Druck.
Doch Vilsbiburg bewies Moral. Satz vier wurde erneut mit 25:22 an die Hausherrinnen gegeben – und diesmal war es die Aufschlagserie von Acosta Alvarado, die den Unterschied ausmachte. Mit insgesamt 19 Aufschlagpunkten gehörte die Diagonalangreiferin zu den auffälligsten Spielerinnen auf dem Feld.
Nervenstärke im Tiebreak
Der Tiebreak war eine einzige Nervenprobe. Kein Team setzte sich entscheidend ab, doch Vilsbiburg behielt die Ruhe. Beim Stand von 12:11 schalteten die Roten Raben noch einmal einen Gang hoch und sicherten sich mit drei Punkten in Folge den 15:11-Sieg im Entscheidungssatz.
Die statistischen Schlüssel zum Sieg
Die nackten Zahlen zeigen, wie eng das Spiel war. Vilsbiburg kam auf 79 Angriffspunkte (VCO: 75), während Berlin mit 13 Blockpunkten (Vilsbiburg: 19) und den Aufschlägen gefährlich blieb. Entscheidend war die Breakpunkt-Verwertung: Vilsbiburg nutzte 39 Breakchancen, während VCO Berlin nur 31 seiner Breakpunkte verwandelte.
Die Angriffseffizienz sprach am Ende für die Hausherrinnen: Vilsbiburg traf mit 40% Angriffsquote bei 143 Angriffen, während Berlin bei 133 Angriffen auf 35% kam. Nach positivem Zuspiel lag die Quote der Roten Raben sogar bei beachtlichen 54%.
Spielerinnen des Spiels
Bei Vilsbiburg ragten mehrere Spielerinnen heraus. Wezorke dominierte am Netz mit 18 eigenen Angriffspunkten, insgesamt 50% Angriffseffizienz und einen starken Block. Stigrot kam auf die meisten Angriffe (25), während Acosta Alvarado mit 19 Aufschlagpunkten und einer soliden Blockarbeit den Gegner immer wieder unter Druck setzte. Sajdova steuerte 18 Angriffe bei, während Oosterveld in der Abwehr wichtige Bälle grub.
Auf Seiten von VCO Berlin war Brenwick die auffälligste Spielerin mit 26 Angriffsversuchen und starkem Aufschlag. Kunzler und Meyer hielten das Team mit guten Leistungen im Spiel, doch am Ende fehlte das Quäntchen Erfahrung, um den Sack zuzumachen.
Tabellenkontext
Der Sieg war für Vilsbiburg enorm wichtig, nachdem man zuvor eine 0:3-Heimniederlage gegen den USC Münster hatte hinnehmen müssen. Mit dem hart erkämpften Erfolg gegen VCO Berlin hielten die Roten Raben Anschluss an das Mittelfeld der 1. Bundesliga Frauen. VCO Berlin hingegen, eine Nachwuchsmannschaft des Berliner Volleyball-Verbandes, zeigte eine respektable Leistung, ging am Ende aber erneut leer aus.
Die Rivalität zwischen beiden Teams war zu diesem Zeitpunkt bereits einseitig: Aus 15 Aufeinandertreffen hatte Vilsbiburg alle 15 gewonnen – eine Serie, die auch an diesem Abend Bestand hatte.
Fazit
Die Roten Raben Vilsbiburg zeigten gegen eine aufopferungsvoll kämpfende VCO Berlin-Mannschaft, dass sie auch in engen Situationen bestehen können. Die 3:2-Entscheidung war vielleicht enger als erwartet, aber unterm Strich ein verdienter Erfolg für das Team von Jonas Kronseeder, das sich mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und nervenstarken Aktionen in den entscheidenden Phasen durchsetzte.
Rivalität seit 2011
Vilsbiburg W vs VCO Berlin W Direkter Vergleich· 15
Vilsbiburg W und VCO Berlin W trafen 15 Mal aufeinander — Vilsbiburg W gewann 15 Mal, VCO Berlin W 0 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2011 zurück. Vilsbiburg W führt den Direktvergleich mit 15 Siegen aus 15 Begegnungen an. Insgesamt fielen 48 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.20 pro Spiel (45 für die Heimmannschaft, 3 für die Gäste). Beide Teams trafen in 3 Spielen (20%). In 15 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Vilsbiburg W ist in den letzten 15 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 1–3 im Jahr 2017.
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API-Daten: 11. Juni 2026