NawaRo Straubing W
SC Schweriner W
NawaRo Straubing besiegt den Tabellenführer Schweriner SC sensationell 3:2. Der Aufsteiger dreht einen 7:11-Rückstand im Tiebreak und feiert seinen ersten Sieg gegen den Rekordmeister.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungNawaRo Straubing ringt Tabellenführer Schwerin nieder: 3:2-Sensation nach 0:2-Satzrückstand im Tiebreak
Straubing – Was für ein Historisches Spiel in der Turmair Volleyballarena! Der Aufsteiger NawaRo Straubing hat am 31. Oktober 2015 den Tabellenführer Schweriner SC sensationell mit 3:2 (25:23, 17:25, 25:23, 11:25, 18:16) besiegt. Über 900 Zuschauer erlebten einen packenden Fünf-Satz-Krimi, in dem die Gastgeberinnen im Tiebreak sogar einen 7:11-Rückstand drehten.
Die Ausgangslage
NawaRo Straubing war als Aufsteiger in die Saison 2015/16 der 1. Volleyball Bundesliga der Frauen gestartet und hatte sich nach einem Auftaktsieg gegen den USC Münster (3:0) und einer Niederlage beim Köpenicker SC (1:3) respektabel präsentiert. Der Schweriner SC hingehen war als zehnfacher Deutscher Meister und designierter Titelanwärter nach Straubing gereist. Die Mannschaft von Trainer Manuel Hartmann hatte die Saison mit einem überzeugenden 3:1-Erfolg gegen den Allianz MTV Stuttgart eröffnet und ging als Tabellenführer in die Partie.
In der Vorsaison hatte Lonneke Slöetjes – später MVP der Liga – noch das Schweriner Trikot getragen und maßgeblichen Anteil am Erfolg des SSC gehabt. Für Straubing war die Begegnung die erste echte Standortbestimmung gegen ein Spitzenteam.
Der Spielverlauf
Erster Satz: Nervenstärke in der Crunch-Time (25:23)
Die Gastgeberinnen erwischten einen guten Start und präsentierten sich von Beginn an auf Augenhöhe mit dem haushohen Favoriten. Schwerin lag jedoch bis zum 21:23 in Führung und hatte Satzball. Doch NawaRo kämpfte sich zurück – starke Aufschläge und eine sichere Annahme brachten die Wende. Vier Punkte in Folge zum 25:23 ließen die Turmair Volleyballarena erstmals explodieren.
Zweiter Satz: Schwerin dominiert nach Belieben (17:25)
Der SSC war nun angestachelt und spielte seine Klasse aus. NawaRo fand über weite Strecken des Satzes keinen Zugriff. Mittelblockerin Anja Brandt punktete nahezu nach Belieben, die Straubinger Annahme geriet ins Wanken. Schwerin zog unaufhaltsam davon und glich mit einem ungefährdeten 25:17 zum 1:1 aus.
Dritter Satz: Kocar verteilt geschickt – Straubing erneut stark (25:23)
Nach der Satzpause hatte Trainer Guillermo Gallardo sein Team wieder besser eingestellt. Die Annahme stabilisierte sich, und vor allem Zuspielerin Karmen Kocar verteilte die Bälle derart geschickt, dass Straubings Angreiferinnen immer wieder ohne Block durchziehen konnten. Die Gastgeberinnen spielten mutig und zielstrebig. Erneut war es ein Nervenspiel bis zum Ende, erneut behielt NawaRo mit 25:23 die Oberhand und ging mit 2:1 in Führung.
Vierter Satz: Schwerin demontiert Straubing (11:25)
Was dann folgte, war die klarste Satzführung des gesamten Spiels. Der SSC trat nun auf wie der übermächtige Favorit, der er war. Angeführt von Anja Brandt und mit druckvollen Aufschlägen ließen die Schwerinerinnen den Gastgeberinnen keine Chance. Straubing fand überhaupt kein Mittel gegen die geballte Offensivkraft und musste sich mit 11:25 geschlagen geben – der zweithöchste Satzrückstand der Saison für die Niederbayerinnen. Es stand 2:2, der Tiebreak musste entscheiden.
Fünfter Satz: Historische Aufholjagd (18:16)
Die Straubinger Fans mobilisierten noch einmal alle Kräfte und peitschten ihr Team nach vorne. Doch zunächst lief es gar nicht: Schwerin zog auf 7:11 davon, NawaRo stand mit dem Rücken zur Wand und musste einen Matchball abwehren. Doch dann geschah Unglaubliches. In der Crunch-Time des Tiebreaks waren die Straubingerinnen hellwach, erkämpften sich Punkt um Punkt und wehrten sich mit letzter Kraft. Der Ausgleich zum 12:12, dann die Führung. Am Ende jubelte NawaRo über einen 18:16-Erfolg im Tiebreak – der erste Sieg gegen den Rekordmeister Schwerin in der Vereinsgeschichte.
Schlüsselspielerinnen
Karmen Kocar (NawaRo Straubing): Die slowenische Zuspielerin dirigierte ihr Team mit Übersicht und fand immer wieder die Lücken in Schwerins Block. Ihr variables Zuspiel war der Schlüssel zu den beiden hart umkämpften 25:23-Satzerfolgen.
Natascha Niemczyk (NawaRo Straubing): Die Angreiferin war in den entscheidenden Phasen zur Stelle und übernahm Verantwortung – vor allem im Tiebreak, als es um jeden Punkt ging.
Anja Brandt (Schweriner SC): Die Mittelblockerin war die auffälligste Schwerinerin und dominierte im zweiten und vierten Satz nach Belieben. Ihre Effektivität im Angriff und am Block hielt den SSC im Spiel.
Statistische Kuriosität
Trotz des 3:2-Sieges erzielte NawaRo Straubing insgesamt nur 96 Punkte, während Schwerin auf 112 Zähler kam – eine Seltenheit im Volleyball. Dies zeigt, wie effizient die Gastgeberinnen in den entscheidenden Phasen der knappen Sätze agierten.
Tabellarische Bedeutung
Der Sieg war ein wichtiger Schritt im Kampf um den Klassenerhalt für den Aufsteiger. NawaRo Straubing sammelte zwei wichtige Punkte und untermauerte seine Heimstärke. Für den Schweriner SC war es der erste Rückschlag der Saison – der SSC blieb jedoch weiterhin an der Tabellenspitze, musste aber erkennen, dass in dieser ausgeglichenen Saison jeder jeden schlagen konnte.
Die Saison 2015/16 endete für NawaRo Straubing letztlich auf Platz 11, was den Klassenerhalt bedeutete. Schwerin hingegen kämpfte bis zum Ende um die Meisterschaft.
Fazit
Es war eine der größten Überraschungen der Saison 2015/16: Der Aufsteiger aus Niederbayern bezwang den Rekordmeister aus Mecklenburg-Vorpommern in einem denkwürdigen Fünf-Satz-Krimi. Die 900 Zuschauer in der Turmair Volleyballarena erlebten einen Volleyball-Abend, der noch lange in Erinnerung bleiben sollte – vor allem die unglaubliche Aufholjagd im Tiebreak von 7:11 auf 18:16.
Rivalität seit 2016
NawaRo Straubing W vs SC Schweriner W Direkter Vergleich· 7
NawaRo Straubing W und SC Schweriner W trafen 7 Mal aufeinander — NawaRo Straubing W gewann 0 Mal, SC Schweriner W 7 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2016 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 7 Siegen aus 7 Begegnungen an. Insgesamt fielen 23 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.29 pro Spiel (2 für die Heimmannschaft, 21 für die Gäste). Beide Teams trafen in 1 Spiel (14%). In 7 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. SC Schweriner W ist in den letzten 7 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2020.
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API-Daten: 11. Juni 2026