Dresdner SC besiegt VT Aurubis Hamburg in der CU-Arena mit 3:0 (25:23, 25:13, 25:17) und klettert auf Tabellenplatz zwei der 1. Bundesliga Frauen 2015/16.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungDresdner SC dominiert in Hamburg: Klarer 3:0-Auswärtssieg in der CU Arena
VT Aurubis Hamburg – Dresdner SC 0:3 (23:25, 13:25, 17:25)
Der Dresdner SC hat seine Pflichtaufgabe beim VT Aurubis Hamburg souverän erfüllt. Vor 907 Zuschauern in der CU-Arena in Neugraben setzte sich der amtierende deutsche Meister am 8. November 2015 klar mit 3:0 durch und kletterte in der Tabelle der 1. Bundesliga Frauen auf Rang zwei.
Satz 1: Knappe Kiste zum Auftakt
Der erste Durchgang begann ganz nach Maß für die Gäste aus Sachsen. Mit 11:5 führte der DSC früh – das Team von Trainer Alexander Waibl dominierte nach Belieben. Doch dann geriet die Annahme ins Wanken. Zuspielerin Laura Dijkema konnte die Bälle nicht mehr punktgenau verteilen, und Hamburg kämpfte sich beim 16:15 wieder auf einen Punkt heran.
Waibl reagierte umgehend und brachte Gina Mancuso für Katharina Schwabe. Die Maßnahme zeigte Wirkung. Der DSC stabilisierte sich und erspielte sich beim 24:21 die ersten Satzbälle. Zwei davon ließ die Mannschaft noch ungenutzt, ehe Michelle Bartsch mit einem kraftvollen Angriff den Satz zum 25:23 abschloss.
Satz 2: Dresdner Machtdemonstration
Mit breiter Brust starteten die Dresdnerinnen in den zweiten Satz. Gina Mancuso blieb auf dem Feld und zahlte das Vertrauen zurück. Über 8:5 und 16:8 zog der DSC unaufhaltsam davon. Die Annahme stand nun wieder sicher, der Block von Kathleen Slay und Jennifer Cross machte den Hamburger Angreiferinnen das Leben schwer.
Insbesondere die langen Ballwechsel entschied der Meister für sich. Die Hamburger Angriffe von Jana-Franziska Poll (die für Hamburg spielte, nicht zu verwechseln) und Karine Muijlwijk konnten die Dresdnerinnen in der Feldabwehr kontrollieren. Erneut war es Bartsch, die den ersten Satzball zur 2:0-Satzführung nutzte.
Satz 3: Souveräner Durchmarsch
Nach einer zehnminütigen Pause knüpfte der Gast nahtlos an die starke Leistung aus dem zweiten Durchgang an. Der Sieg geriet zu keinem Zeitpunkt mehr in Gefahr. Gina Mancuso verwandelte nach 76 Minuten den ersten Matchball zum 25:17 – der 3:0-Endstand war perfekt.
Die Schlüsselspielerinnen
Die goldene MVP-Medaille erhielt verdientermaßen Zuspielerin Laura Dijkema, die das Spiel ihrer Mannschaft souverän lenkte. Die erfolgreichsten Scorerinnen waren Kristina Mikhailenko (Diagonal) und Kathleen Slay (Mittelblock) mit jeweils 13 Punkten. Jana-Franziska Poll kam von der Bank und steuerte beachtliche 17 Punkte zum Erfolg bei.
"Ich bin insgesamt super zufrieden. Wir haben das, was wir derzeit können, gut abgerufen. Wir entwickeln uns in allen Elementen weiter", freute sich DSC-Coach Alexander Waibl nach dem Sieg.
Besondere Rückkehr
Eine bemerkenswerte Geschichte schrieb Katharina Schwabe. Die Kapitänin stand erstmals seit ihrem Kreuzbandriss im Vorjahr wieder in der Startformation. "Für sie war es ein guter Schritt, um wieder reinzukommen, da sie nach ihrem Bänderriss vor Saisonbeginn noch Rückstand hat", erklärte Waibl.
Tabellensituation
Mit dem vierten Saisonsieg schob sich der Dresdner SC in der Tabelle auf Platz zwei vor – nur zwei Punkte hinter dem Spitzenreiter Schweriner SC, der allerdings bereits eine Partie mehr absolviert hatte. Für Hamburg war es eine weitere Niederlage im Kampf um den Anschluss an die Playoff-Plätze.
Startaufstellungen
Dresdner SC: Kristina Mikhailenko (Diagonal), Laura Dijkema (Zuspiel), Kathleen Slay und Jennifer Cross (Mittelblock), Michelle Bartsch und Katharina Schwabe (Außenangriff).
VT Aurubis Hamburg: Mit Jana-Franziska Poll und Karine Muijlwijk auf den Außenpositionen.
Fazit
Der DSC zeigte eine reife Vorstellung in der Hansestadt. Nach einem kurzen Durchhänger im ersten Satz dominierte der Meister die Partie nach Belieben und untermauerte seine Titelambitionen. VT Aurubis Hamburg hingegen konnte nur in der Anfangsphase des ersten Satzes mithalten und muss sich in den kommenden Wochen steigern, um den Anschluss an das obere Tabellendrittel nicht zu verlieren.
Rivalität seit 2009
Hamburg W vs Dresdner SC W Direkter Vergleich· 15
Hamburg W und Dresdner SC W trafen 15 Mal aufeinander — Hamburg W gewann 4 Mal, Dresdner SC W 11 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Dresdner SC W führt den Direktvergleich mit 11 Siegen aus 15 Begegnungen an. Insgesamt fielen 59 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.93 pro Spiel (20 für die Heimmannschaft, 39 für die Gäste). Beide Teams trafen in 11 Spielen (73%). In 15 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Dresdner SC W ist in den letzten 7 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2012.
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