Vilsbiburg W
SC Schweriner W
Der Schweriner SC gewinnt ein packendes Auswärtsspiel bei den Roten Raben Vilsbiburg mit 3:2 (27:25, 21:25, 21:25, 25:21, 15:10) in der 1. Bundesliga Frauen 2015/16.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSC Schweriner SC siegt in fünf Sätzen – 3:2-Auswärtserfolg bei den Roten Raben Vilsbiburg
Vilsbiburg – Der Schweriner SC hat am 14. November 2015 ein packendes Auswärtsspiel bei den Roten Raben Vilsbiburg mit 3:2 (27:25, 21:25, 21:25, 25:21, 15:10) für sich entschieden. Vor 2.054 Zuschauern in der Ballsporthalle Vilsbiburg drehten die Gäste aus Mecklenburg-Vorpommern einen 1:2-Satzrückstand und sicherten sich den siebten Saisonsieg.
Satz 1: Enge Kiste – Schwerin mit dem besseren Ende
Der Auftakt verlief denkbar knapp. Beide Teams lieferten sich von Beginn an ein intensives Duell auf Augenhöhe. Vilsbiburg kämpfte verbissen, doch Schwerin behielt in den entscheidenden Momenten die Nerven. Beim Stand von 25:27 sicherte sich der SSC den ersten Satz nach 29 Minuten. Ariel Turner legte mit starken Angriffen den Grundstein für die Schweriner Führung.
Satz 2: Vilsbiburg schlägt zurück
Die Roten Raben steckten den verlorenen ersten Durchgang gut weg und kamen mit neuem Schwung aus der Kabine. Vor allem Roslandy Acosta Alvarado zeigte sich in bestechender Form und punktete aus allen Lagen. Vilsbiburg zog auf 16:12 davon und brachte den Satz souverän mit 25:21 nach Hause. Die Annahme der Gastgeberinnen stabilisierte sich merklich, während die Schweriner Aufschläge an Zielgenauigkeit einbüßten.
Satz 3: Vilsbiburg legt vor
Auch im dritten Satz präsentierten sich die Raben hellwach. Barbara Roxan Wezorke dominierte am Netz mit starken Blockaktionen und effizienten Angriffen (neun von 15 Angriffspunkte, 60 Prozent Quote). Vilsbiburg setzte sich erneut früh ab (16:13) und gewann auch diesen Durchgang mit 25:21. Die Mannschaft von Trainer Jonas Kronseder führte damit mit 2:1 Sätzen und war nur noch einen Satz vom Heimsieg entfernt.
Satz 4: Schwerin stemmt sich gegen die Niederlage
Der SSC um Trainer Felix Koslowski bewies jedoch Moral. Angeführt von einer überragenden Ariel Turner (24 Punkte, +18 Effizienz) und der stark aufspielenden Jennifer Geerties kämpfte sich Schwerin zurück ins Spiel. Mit konsequentem Blockarbeit – allen voran Anja Brandt mit sieben Blockpunkten – und verbesserter Annahme (60 Prozent positiv im vierten Satz) erzwangen die Gäste einen 25:21-Erfolg und glichen zum 2:2 aus.
Satz 5: Schwerin dominiert den Tiebreak
Im entscheidenden Tiebreak ließen die Schwerinerinnen nichts anbrennen. Während Vilsbiburg nach dem vergebenen Matchball im vierten Satz sichtlich müde wirkte, legte der SSC furios los. Jennifer Geerties zeigte sich in der Annahme fehlerfrei (70 Prozent positiv im fünften Satz), Denise Hanke verteilte die Bälle klug, und Ariel Turner sowie Anja Brandt machten an der Netzkante kurzen Prozess. Mit einer glanzvollen Aufschlagserie zog Schwerin auf 8:2 davon und ließ sich die Führung nicht mehr nehmen. Am Ende hieß es 15:10 – der Auswärtssieg war perfekt.
Statistik und Schlüsselspieler
Gesamtpunkte: Vilsbiburg 106 – Schwerin 109 Spieldauer: 2 Stunden und 5 Minuten
Topscorer Vilsbiburg:
- Roslandy Acosta Alvarado: 22 Punkte (20/45 Angriff, 44 %)
- Liana Mesa Luaces: 14 Punkte
- Barbara Roxan Wezorke: 13 Punkte (9/15 Angriff, 60 %, 4 Blocks)
- Lena Stigrot: 13 Punkte
Topscorer Schwerin:
- Ariel Turner: 24 Punkte (22/49 Angriff, 45 %, 2 Blocks, +18 Effizienz)
- Lousiane Penha de Souza Ziegler: 19 Punkte (18/45 Angriff, 40 %)
- Jennifer Geerties: 18 Punkte (17/42 Angriff, 40 %, 1 Block, 73 % positive Annahme)
- Anja Brandt: 14 Punkte (7 Blocks, 3 Aufschlag-Assen)
Teamvergleich:
- Angriffspunkte: Vilsbiburg 61 – Schwerin 67
- Blockpunkte: Vilsbiburg 7 – Schwerin 13
- Aufschlag-Asse: Vilsbiburg 2 – Schwerin 5
- Eigenfehler Gegner: Vilsbiburg 22 – Schwerin 30
- Positive Annahme: Vilsbiburg 38 % – Schwerin 56 %
Tabellenrelevanz
Mit dem Sieg untermauerte der Schweriner SC seine Spitzenposition in der 1. Bundesliga Frauen. Nach acht Spieltagen stand der SSC mit 20 Punkten und einem Satzverhältnis von 23:8 an der Tabellenspitze. Vilsbiburg hingegen verpasste den Sprung nach oben und blieb mit 14 Punkten und 18:15-Sätzen auf dem siebten Platz – ein Beleg für die außergewöhnliche Leistungsdichte in jener Saison. Dass die Schere zwischen den Topteams und dem Mittelfeld gering war, zeigte sich auch daran, dass die Roten Raben zuvor in Köpenick einen 3:2-Sieg gefeiert und nur eine Woche später einen 3:1-Erfolg in Stuttgart landen sollten.
Ausblick
Die Saison 2015/16 endete für beide Teams in unterschiedlichen Sphären: Der Schweriner SC zog als Tabellenführer der Hauptrunde sicher in die Playoffs ein und krönte sich am Saisonende zum fünften Mal zum Deutschen Meister nach 2010, 2011, 2012 und 2013. Die Roten Raben Vilsbiburg belegten am Ende den sechsten Platz und schieden im Playoff-Viertelfinale aus.
Quellen: Offizieller Spielbericht der VBL (PDF), volleyball-bundesliga.de
Rivalität seit 2010
Vilsbiburg W vs SC Schweriner W Direkter Vergleich· 30
Vilsbiburg W und SC Schweriner W trafen 30 Mal aufeinander — Vilsbiburg W gewann 8 Mal, SC Schweriner W 22 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 22 Siegen aus 30 Begegnungen an. Insgesamt fielen 116 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.87 pro Spiel (41 für die Heimmannschaft, 75 für die Gäste). Beide Teams trafen in 18 Spielen (60%). In 30 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. SC Schweriner W ist in den letzten 7 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2022.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026