Ladies in Black Aachen besiegen Köpenicker SC Berlin auswärts 3:2 (21:25, 22:25, 25:16, 25:17, 15:13) in der 1. Bundesliga Frauen 2015/16 – Aachenerinnen behalten im Tiebreak die Nerven.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungLadies in Black Aachen entführen zwei Punkte aus der Hämmerlinghalle
Die Ladies in Black Aachen haben am 21. November 2015 in der Hämmerlinghalle vor den Toren Berlins einen wichtigen Auswärtssieg gefeiert. Gegen den Köpenicker SC Berlin setzte sich die Mannschaft von Trainer Manuel Hartmann mit 3:2 (25:21, 25:22, 16:25, 17:25, 15:13) durch und fuhr den zweiten Saisonsieg in der Fremde ein.
Eine Begegnung mit Vorgeschichte
Bereits zweieinhalb Wochen zuvor waren beide Teams in derselben Halle aufeinandergetroffen – im Achtelfinale des DVV-Pokals. Damals hatten die Aachenerinnen einen klaren 3:0-Erfolg gefeiert. Für das Ligaspiel hatte sich Köpenick unter Trainer Björn Matthes einiges vorgenommen, zumal die Berlinerinnen nur zwei Wochen zuvor in einem dramatischen Match gegen die Roten Raben Vilsbiburg mit 2:3 verloren hatten – trotz zweier eigener Matchbälle im vierten Satz.
Aachen startet dominant
Die Gäste aus Aachen erwischten den besseren Start. Unter der Regie der jungen Zuspielerin Britt Bongaerts und angeführt von der deutschen Nationalspielerin Laura Weihenmaier zeigten die Ladies in Black von Beginn an druckvolle Aufschläge und ein sicheres Annahmespiel. Der erste Satz ging mit 25:21 an Aachen, der zweite folgte mit 25:22 – und die rund 700 Zuschauer in der Hämmerlinghalle sahen sich einer komfortablen 2:0-Satzführung der Gäste gegenüber.
Die Wende unter Matthes
Doch der Köpenicker SC gab sich nicht auf. Trainer Björn Matthes, der nach dem knappen 2:3 gegen Vilsbiburg noch die fehlende Erfahrung seiner jungen Mannschaft beklagt hatte, stellte sein Team taktisch um. Mit einer stabileren Annahme und deutlich erhöhter Blockarbeit kippte das Spiel. Libera Anna Pogany – selbst eine ehemalige Aachenerin – zeigte eine starke Abwehrleistung und belebte das Aufbauspiel ihrer Farben. Im dritten Satz ließen die Berlinerinnen nichts mehr anbrennen: 25:16 lautete das Ergebnis nach einer überzeugenden Vorstellung.
Der vierte Satz wurde zur Machtdemonstration des KSC. Mit 25:17 zogen die Gastgeberinnen davon und stellten auf 2:2. Die Partie war wieder völlig offen, der anfängliche Vorsprung der Ladies in Black dahingeschmolzen.
Nervenschlacht im Tiebreak
Im Entscheidungssatz entwickelte sich eine dramatische Partie auf Augenhöhe. Beide Teams schenkten sich nichts. Köpenick kämpfte verbissen, angetrieben von Nele Iwohn und Dominice Steffen, die im vierten Satz für Stabilität gesorgt hatten. Doch Aachen zeigte die reifere Spielanlage: Die Diagonalangreiferin Tatiana Crkoňová punktete in den entscheidenden Phasen, und die junge Außenangreiferin Lene Scheuschner, die erst zu Saisonbeginn vom VCO Berlin nach Aachen gewechselt war, bewies in kritischen Situationen Nervenstärke.
Am Ende behielten die Ladies in Black mit 15:13 im Tiebreak die Oberhand und sicherten sich den zweiten Punkt der Auswärtsfahrt. Für Köpenick war es die zweite 2:3-Niederlage in Folge in der Hämmerlinghalle – ein Ergebnis, das die Berlinerinnen aufgrund der vergebenen Chancen lange wurmen sollte.
Saisonkontext
In der Tabelle der 1. Bundesliga Frauen 2015/16 rangierte der Köpenicker SC zum damaligen Zeitpunkt auf Platz 8 mit zehn Siegen aus 24 Spielen und 42:53 Sätzen. Die Ladies in Black Aachen belegten mit neun Siegen den 10. Platz bei 36:51 Sätzen. Die Saison sollte für beide Teams von Konstanzproblemen geprägt sein – Aachen kämpfte um den Anschluss an die Pre-Playoffs, Köpenick um den Anschluss ans Mittelfeld.
Das Spiel in Kürze
| Satz | Köpenicker SC Berlin | Ladies in Black Aachen |
|---|---|---|
| 1. Satz | 21 | 25 |
| 2. Satz | 22 | 25 |
| 3. Satz | 25 | 16 |
| 4. Satz | 25 | 17 |
| 5. Satz | 13 | 15 |
Ort: Hämmerlinghalle, Berlin-Köpenick
Datum: 21. November 2015
Zuschauer: rund 700
Für Aachen war es der zweite Saisonsieg in Folge gegen die Berlinerinnen in der Hämmerlinghalle – nach dem Pokalerfolg Anfang November gelang auch in der Liga der entscheidende Strike. Köpenick dagegen musste sich einmal mehr mit der Moral der knappen Niederlage trösten.
Rivalität seit 2010
Kopenicker Berlin W vs Aachen W Direkter Vergleich· 18
Kopenicker Berlin W und Aachen W trafen 18 Mal aufeinander — Kopenicker Berlin W gewann 7 Mal, Aachen W 11 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. Aachen W führt den Direktvergleich mit 11 Siegen aus 18 Begegnungen an. Insgesamt fielen 67 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.72 pro Spiel (27 für die Heimmannschaft, 40 für die Gäste). Beide Teams trafen in 9 Spielen (50%). In 18 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Aachen W ist in den letzten 3 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2016.
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