SC Schweriner W
Munster W
Der Schweriner SC besiegt den USC Münster in einem dramatischen Fünfsatz-Krimi mit 3:2 in der Palmberg Arena. Louisa Lippmann führt die Gastgeberinnen zum Sieg.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSchwerin behält im Tiebreak die Oberhand
Der Schweriner SC hat am Mittwochabend vor heimischer Kulisse in der Palmberg Arena ein wahres Volleyball-Spektakel gegen den USC Münster geliefert und sich am Ende mit 3:2 (25:23, 23:25, 25:22, 22:25, 15:13) durchgesetzt. Vor 1.285 Zuschauern boten beide Teams eine hochklassige Partie, die über die gesamte Distanz von fünf Sätzen hinweg ausgeglichen blieb.
Cheftrainer Teun Buijs, der den niederländischen Spielstil in Schwerin etabliert hatte, musste in dieser Begegnung der Saison 2015/16 bis zur letzten Minute um den Erfolg zittern. Der SSC zeigte dabei Moral und Comeback-Qualitäten, während Münster an diesem Abend bewies, dass man auch in der Fremde kein angenehmer Gegner ist.
Die Sätze im Überblick
Erster Satz (25:23): Schwerin erwischte den besseren Start. Vor allem Diagonalangreiferin Louisa Lippmann setzte gleich zu Beginn Akzente und belohnte das Vertrauen ihres Trainers. Münster kämpfte sich jedoch zurück, glich mehrfach aus und hatte sogar Satzball. Am Ende behielt Schwerin aber die Nerven und verwandelte den zweiten Satzball.
Zweiter Satz (23:25): Der USC Münster startete furios. Angetrieben von Außenangreiferin Sina Fuchs – die in dieser Saison zu den besten Aufschlägerinnen der Liga zählte – setzten sich die Gäste früh ab. Schwerin mühte sich, den Rückstand zu verkürzen, doch Münster ließ sich den Satzgewinn nicht mehr nehmen. Kristin Kasperski verwandelte mit einem platzierten Angriff den Satzball.
Dritter Satz (25:22): Wie ausgewechselt kam der SSC aus der Kabine. Die Abstimmung zwischen Zuspielerin und Angreiferinnen funktionierte nun besser, die Blockarbeit wurde aggressiver. Lousie Ziegler, die brasilianische Außenangreiferin, steigerte sich und punktete aus schwierigsten Lagen. Schwerin zog auf 18:14 davon und brachte den Satz trotz einer späten Aufholjagd der Münsteranerinnen sicher nach Hause.
Vierter Satz (22:25): Münster zeigte erneut seine ausgezeichnete Moral. Trainer Axel Büring hatte seine Mannschaft taktisch gut eingestellt. Vor allem die Kroatin Hana Cutura auf der Außenposition fand immer wieder Lücken in der Schweriner Abwehr. Die Gäste ließen sich auch von einer lautstarken Palmberg Arena nicht beeindrucken und erzwangen mit einem sehenswerten Block von Mittelblockerin Leonie Schwertmann den Tiebreak.
Fünfter Satz (15:13): Der Tiebreak war nichts für schwache Nerven. Punkt um Punkt tauschten sich beide Teams ab. Schwerin legte vor, Münster glich aus. Beim Seitenwechsel führte der SSC hauchdünn mit 8:7. Dann war es Libera Lenka Dürr, die mit zwei glänzenden Abwehraktionen ihrer Mannschaft die entscheidenden Konterchancen ermöglichte. Am Ende verwandelte Louisa Lippmann mit einem kraftvollen Angriff den zweiten Matchball zum umjubelten 15:13 – die Palmberg Arena stand Kopf.
Schlüsselspielerinnen
Louisa Lippmann (Schweriner SC): Die Diagonalangreiferin war mit über 20 Punkten die herausragende Spielerin auf dem Feld. Ihre Variabilität im Angriff und ihre Ruhe in den entscheidenden Momenten machten den Unterschied.
Sina Fuchs (USC Münster): Die Außenangreiferin, die am Ende der Saison in der Aufschlagstatistik der Liga auf Platz vier landen sollte, servierte druckvoll und war sowohl im Angriff als auch in der Annahme eine Bank. Ihre Aufschlagserie im zweiten Satz brachte Münster zurück ins Spiel.
Lenka Dürr (Schweriner SC): Die deutsche Nationalspielerin und Libera zeigte einmal mehr ihre Weltklasse. Ihre Abwehraktionen im Tiebreak waren spielentscheidend.
Tabellensituation und Ausblick
Mit diesem hart erkämpften Heimsieg blieb der Schweriner SC in der Spitzengruppe der 1. Bundesliga Frauen. Für die Mannschaft von Teun Buijs war es der sechste Saisonsieg – ein wichtiger Schritt auf dem Weg in die Playoffs. Die Saison 2015/16 sollte für Schwerin letztlich mit dem Halbfinale enden, wo man am späteren Meister Dresdner SC scheiterte.
Der USC Münster hingegen präsentierte sich an diesem Abend als unangenehmer Gegner für jede Mannschaft der Liga. Unter Axel Büring zeigte der neunmalige deutsche Meister eine kämpferisch starke Leistung und deutete an, dass in den verbleibenden Spielen durchaus noch Überraschungen möglich sind. Am Ende der Hauptrunde landete Münster im Mittelfeld der Tabelle.
Das traditionsreiche Duell zwischen dem SSC und dem USC – 29 Mal standen sich beide Teams seit 2009 gegenüber – bleibt eines der reizvollsten in der deutschen Volleyball-Bundesliga. Der Schweriner SC führt den direkten Vergleich mit 24 Siegen aus 29 Begegnungen deutlich an, doch wie dieser Abend zeigte: Gegen den USC Münster ist ein Sieg nie selbstverständlich.
Rivalität seit 2009
SC Schweriner W vs Munster W Direkter Vergleich· 29
SC Schweriner W und Munster W trafen 29 Mal aufeinander — SC Schweriner W gewann 24 Mal, Munster W 5 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 24 Siegen aus 29 Begegnungen an. Insgesamt fielen 107 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.69 pro Spiel (78 für die Heimmannschaft, 29 für die Gäste). Beide Teams trafen in 14 Spielen (48%). In 29 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2019.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026