Schweriner SC besiegt VC Wiesbaden 3:1 (24:26, 25:12, 25:13, 25:21) in der Palmberg Arena. Tabitha Love mit 23 Punkten die überragende Spielerin.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungEnger Auftakt, dann Dominanz aus Schwerin
Die Partie begann denkbar knapp. Der VC Wiesbaden, der das Hinspiel in eigener Halle mit 3:2 für sich entscheiden konnte, erwischte einen guten Start und zeigte sich in Satz 1 auf Augenhöhe. Die Gäste aus Hessen erkämpften sich einen 26:24-Sieg im ersten Durchgang und brachten die Schweriner Fans zum Nachdenken. Esther van Berkel, die später als MVP auf Wiesbadener Seite ausgezeichnet wurde, war mit ihrem variablen Angriffsspiel eine der Hauptakteurinnen in dieser Phase.
Doch der Schweriner SC ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Mit einer überragenden Aufschlagserie von Jennifer Geerties und einer deutlich gesteigerten Block-Leistung zog der SSC im zweiten Satz auf 8:4 davon und ließ den Gästen fortan keine Chance. Satz zwei ging mit 25:12 klar an die Hausherrinnen – die Wende war eingeläutet.
Tabitha Love als Matchwinnerin
Im dritten Satz setzte Schwerin dort an, wo es im zweiten aufgehört hatte. Die Angriffsquote kletterte auf beeindruckende 45 Prozent (Satz 2) bzw. 60 Prozent (Satz 3 bei guter Annahme). Tabitha Love, die kanadische Diagonalangreiferin, avancierte mit 17 verwerteten Angriffspunkten und fünf Blockpunkten zur unumstrittenen Spielerin des Spiels – 23 Punkte in der Gesamtwertung bei einer Effektivität von +19 im Plus-Minus-Verhältnis sprachen eine deutliche Sprache.
Love bekam Unterstützung von Anja Brandt, die mit sechs Blockpunkten eine herausragende Leistung am Netz zeigte, und der erfahrenen Zuspielerin Denise Hanke, die das Angriffsspiel geschickt verteilte. Satz drei war mit 25:13 ebenso deutlich wie der zweite Durchgang.
Wiesbaden kämpft, Schwerin bleibt cool
Der VC Wiesbaden steckte nicht auf und bewies im vierten Satz Moral. Die Mannschaft von Trainer Dirk Groß kämpfte sich nach einem 8:4-Rückstand auf 15:16 heran und ließ die Partie lange offen. Rebecca Schäperklaus (Mitte) und Elizabeth Hintemann (Außen) hielten die Gäste mit stabilen Leistungen im Spiel. Doch Schwerin fand immer wieder die entscheidenden Mittel – allen voran Lousiane C Souza Ziegler, deren Aufschläge mehrfach für Probleme in der Wiesbadener Annahme sorgten.
Beim Stand von 21:18 für Schwerin gelang Wiesbaden zwar noch einmal der Anschluss, doch die Norddeutschen behielten die Nerven und machten mit 25:21 den Sack zu. Schlusspunkt war ein platziertes Angriffsspiel über die niederländische Diagonalangreiferin.
Tabellenführung nach der Hinrunde gefestigt
Mit diesem Sieg untermauerte der Schweriner SC seine Spitzenposition in der 1. Bundesliga Frauen. Der SSC hatte nach elf Spieltagen lediglich eine Niederlage (in Straubing) zu Buche stehen und thronte mit 28 Punkten an der Tabellenspitze – drei Zähler vor dem Dresdner SC, der allerdings zwei Spiele weniger absolviert hatte.
Der VC Wiesbaden blieb mit 19 Punkten auf Rang fünf, aber im engen Mittelfeld der Liga. Die Mannschaft hatte in der Vorrunde ihre Qualität bereits mehrfach unter Beweis gestellt – das Hinspiel gegen Schwerin hatte Wiesbaden noch mit 3:2 für sich entscheiden können.
Statistische Eckdaten
- Satz 1: 24:26 (26 Minuten)
- Satz 2: 25:12 (22 Minuten)
- Satz 3: 25:13 (21 Minuten)
- Satz 4: 25:21 (27 Minuten)
- Spieldauer: 1 Stunde 36 Minuten
- Topscorer Schwerin: Tabitha Love (23 Punkte), Anja Brandt (12)
- Topscorer Wiesbaden: Esther van Berkel (16 Punkte), Elizabeth Hintemann (10)
- MVP: Tabitha Love (Schweriner SC) / Esther van Berkel (VC Wiesbaden)
Ausblick
Für den Schweriner SC war dies der erfolgreiche Abschluss einer starken Hinrunde. Der SSC präsentierte sich als ernsthafter Anwärter auf die Meisterschaft. Der VC Wiesbaden hingegen zeigte, dass man auch in der Spitzengruppe mithalten kann, auch wenn die Konstanz über vier Sätze noch nicht durchgängig gegeben war. In der Rückrunde sollte der VCW den Anschluss an die vorderen Plätze suchen.
Rivalität seit 2010
SC Schweriner W vs VC Wiesbaden W Direkter Vergleich· 31
SC Schweriner W und VC Wiesbaden W trafen 31 Mal aufeinander — SC Schweriner W gewann 20 Mal, VC Wiesbaden W 11 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 20 Siegen aus 31 Begegnungen an. Insgesamt fielen 124 Tore in diesen Partien, im Schnitt 4.00 pro Spiel (77 für die Heimmannschaft, 47 für die Gäste). Beide Teams trafen in 20 Spielen (65%). In 31 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2022.
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API-Daten: 11. Juni 2026