Hamburg W
Munster W
VT Aurubis Hamburg verliert ein dramatisches Fünf-Satz-Match gegen den USC Münster mit 2:3 (22:25, 25:13, 25:14, 18:25, 12:15) in der CU Arena vor 1.089 Zuschauern.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungVT Aurubis Hamburg vs. USC Münster 2:3 (22:25, 25:13, 25:14, 18:25, 12:15)
Was für eine Achterbahnfahrt in der CU Arena! Vor 1.089 Zuschauern lieferten sich VT Aurubis Hamburg und der USC Münster am 13. Dezember 2015 ein dramatisches Fünf-Satz-Match, das erst im Tiebreak entschieden wurde. Am Ende behielten die Gäste aus Münster mit 3:2 die Oberhand – ein Ergebnis, das die Kräfteverhältnisse in der 1. Bundesliga Women auf den Kopf stellte.
Pre-Match: Tabellenlage und Ausgangslage
Der USC Münster reiste als Tabellendritter (14 Punkte aus 7 Spielen) nach Hamburg und war klarer Favorit. Die Mannschaft von Trainer Axel Büring hatte zuletzt jedoch zwei bittere Niederlagen gegen Wiesbaden und in Berlin einstecken müssen und war entsprechend auf Wiedergutmachung aus. VT Aurubis Hamburg hingegen stand als Tabellenvorletzter mit nur 11 Punkten aus 7 Partien enorm unter Druck – ein Abstiegskampf zeichnete sich ab. Die Rubies brauchten dringend Punkte, um den Anschluss ans Mittelfeld nicht zu verlieren.
Der direkte Vergleich sprach mit 8 Siegen für Münster bei 7 Hamburger Erfolgen ebenfalls leicht für die Gäste. Die Partie versprach Spannung – und sollte dieses Versprechen auf spektakuläre Weise einlösen.
Satz 1: Münster stets vorn, Hamburg kämpft sich heran
Der erste Durchgang war geprägt von einem frühen Führungswechsel. Der USC Münster legte vor, konnte sich aber nie entscheidend absetzen. Hamburg blieb stets in Schlagdistanz, kämpfte sich immer wieder heran, ohne jedoch den Ausgleich zu schaffen. Die Gäste bewahrten die Nerven und sicherten sich den Satz mit 25:22. Es war eine knappe Führung, aber eine verdiente – die Mannschaft von Trainer Axel Büring zeigte mehr Routine in den entscheidenden Momenten. Auf Hamburger Seite offenbarten sich erste Abstimmungsprobleme in der Annahme (48% insgesamt im Spiel), die in dieser Phase noch nicht bestraft wurden.
Satz 2: Hamburg erwacht – eine Machtdemonstration
Was dann folgte, war eine Demonstration der Hamburger Stärke. Wie ausgewechselt kamen die Rubies aus der Satzpause und dominierten den zweiten Durchgang nach Belieben. Über 8:5 und 16:8 zogen sie unaufhaltsam davon. Die Annahme stand sicher, im Angriff zeigten vor allem Jana-Franziska Poll (22 Punkte im gesamten Spiel) und Karine Muijlwijk (20) ihre Klasse. Münster fand gegen den Druck der Hamburgerinnen kein Mittel und kassierte ein klares 13:25 – die Höchststrafe. Nach nur 20 Minuten stand der Satzausgleich.
Satz 3: Die Rubies legen nach
Auch im dritten Satz ließ Hamburg nicht nach. Der Angriffsdruck war erdrückend, die Fehlerquote minimal (Hamburg legte 14 zu 9 Blockpunkte vor). Münster wirkte überfordert, fand kein Rezept gegen das aggressive Aufschlagspiel der Gastgeberinnen. Mit 25:14 nach 22 Minuten ging der Durchgang erneut deutlich an Hamburg. Plötzlich führten die Rubies mit 2:1-Sätzen – die Sensation lag in der Luft. Die CU Arena tobte.
Satz 4: Münster schlägt zurück
Der vierte Satz war wieder ausgeglichener und hart umkämpft. Beide Teams neutralisierten sich über weite Strecken, keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. In der Schlussphase aber zeigte der USC Münster seine Klasse und mentalen Stärke. Mit mehr Druck im Angriff und besserer Blockarbeit erzwangen die Gäste den Satzausgleich. Nach 26 Minuten hieß es 25:18 aus Hamburger Sicht – und der Tiebreak musste die Entscheidung bringen.
Tiebreak: Nervenkrimi bis zum letzten Ball
Der fünfte Satz war an Spannung kaum zu überbieten. Die Gäste erspielten sich zunächst einen kleinen Vorsprung und führten beim Seitenwechsel mit 8:6. Doch die Rubies kämpften sich zurück, gingen beim Stand von 10:9 sogar erneut in Führung. Die 1.089 Zuschauer in der CU Arena waren außer sich. Doch dann zeigte sich die größere Routine des USC Münster. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und eiskalten Nerven drehten die Gäste das Spiel erneut. Ashley Benson, später zur MVP des Spiels gewählt, traf in den entscheidenden Momenten. Mit 15:12 sicherte sich Münster den Tiebreak und damit den 3:2-Auswärtssieg.
Schlüsselspielerinnen und Statistiken
Auf Hamburger Seite ragten Jana-Franziska Poll mit 22 Punkten und Karine Muijlwijk mit 20 Punkten als erfolgreichste Punktesammlerinnen heraus. Poll wurde zudem zum MVP Hamburg gewählt. Die 48% Annahmequote und die 14:9-Blockstatistik waren solide, reichten aber letztlich nicht zum Sieg.
Beim USC Münster war Michala Kvapilová mit 17 Zählern die Topscorerin. Die entscheidende Spielerin war jedoch Ashley Benson, die nicht nur zur MVP Münster gewählt wurde, sondern im Tiebreak mit ihren spektakulären Aktionen die Weichen auf Sieg stellte.
Fazit und Tabellenauswirkungen
Für Hamburg war es eine denkbar knappe und bittere Niederlage. Nach 107 Minuten Spielzeit stand man mit leeren Händen da, obwohl man zwischenzeitlich wie der sichere Sieger aussah. Der Punktverlust war in der Abstiegszone schmerzhaft – die Rubies blieben in der unteren Tabellenhälfte gefangen.
Münster hingegen bewies Moral und holte einen wichtigen Auswärtssieg, der den Anschluss an die Playoff-Plätze sicherte. Trainer Axel Büring zeigte sich nach dem Spiel erleichtert: „Wir lieben es scheinbar, fünf Sätze zu spielen. Wir haben zwei Sätze wirklich schlecht gespielt – das ist uns in dieser Form noch nie passiert. Wir werden viel Krafttraining machen, denn wir haben noch einiges vor in dieser Saison.“
Das Spiel in der CU Arena war Werbung für den Volleyball – mit emotionalen Achterbahnfahrten, lauten Fan-Blocks beider Teams und einer packenden Atmosphäre, die den Zuschauern noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Rivalität seit 2010
Hamburg W vs Munster W Direkter Vergleich· 15
Hamburg W und Munster W trafen 15 Mal aufeinander — Hamburg W gewann 7 Mal, Munster W 8 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. Munster W führt den Direktvergleich mit 8 Siegen aus 15 Begegnungen an. Insgesamt fielen 58 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.87 pro Spiel (27 für die Heimmannschaft, 31 für die Gäste). Beide Teams trafen in 9 Spielen (60%). In 15 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2015.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026
