Hamburg W
Kopenicker Berlin W
VT Aurubis Hamburg unterliegt Köpenicker SC Berlin 0:3 – Verletzungspech und eine starke Lauren Barfield entscheiden das Duell der Tabellennachbarn.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungKöpenicker SC Berlin dominiert VT Aurubis Hamburg im Advent
Hamburg – Am vierten Advent erlebte VT Aurubis Hamburg vor 1.047 Zuschauern in der CU Arena ein frustrierendes vorweihnachtliches Gastspiel. Gegen den direkten Tabellennachbarn Köpenicker SC Berlin unterlag das Team von Trainer Dirk Sauermann glatt mit 0:3 (17:25, 23:25, 22:25) und verpasste es, den Berliner Verein in der Tabelle auf Distanz zu halten.
Die 76 Spielminuten dauernde Partie stand von Beginn an unter keinem guten Stern für die Hamburgerinnen. Bereits beim Einspielen verletzte sich Mittelblockerin Litara Keil am Fußgelenk so schwer, dass sie für die Begegnung ausfiel – ein herber Verlust für die Defensive der Gastgeberinnen.
Verletzungspech und Startschwierigkeiten
Im ersten Satz kam es noch dicker: Außenangreiferin Taylor Milton verletzte sich bei einer Rettungsaktion am Knie, als sie mit der Werbebande kollidierte und sich eine Platzwunde zuzog. Zwar konnte Milton nach kurzer Behandlung weiterspielen, war jedoch sichtlich gehandicapt.
„Ich hatte das Gefühl, dass wir heute im Kopf blockiert waren“, bilanzierte Trainer Dirk Sauermann nach der Partie im Gespräch mit dem Hamburger Abendblatt. „Wahrscheinlich fällt es uns leichter, als Underdog ins Spiel zu gehen, anstatt unbedingt punkten zu müssen.“
Der erste Durchgang begann ausgeglichen – bis zum 10:10 hielten die „Rubies“ (Spitzname des Teams) gut mit. Dann aber setzten sich die Gäste aus Berlin kontinuierlich ab und sicherten sich den Satz nach 22 Minuten mit 25:17. Köpenick spielte druckvolle Angriffe über Lauren Barfield und Janisa Johnson, gegen die Hamburgs Abwehr nur selten ein Mittel fand.
Hamburg kämpft sich heran – Köpenick bleibt cool
Im zweiten Satz zeigte die Mannschaft von Dirk Sauermann eine deutliche Reaktion. Nach einem zwischenzeitlichen 21:21 gelang Hamburg sogar die 23:21-Führung – der Ausgleich schien zum Greifen nah. Doch Köpenick bewies Nervenstärke, punktete viermal in Folge und entschied den Durchgang mit 25:23 für sich. Kapitänin Karine Muijlwijk stemmte sich mit 14 Punkten als wertvollste Hamburgerin vergeblich gegen die Niederlage.
„Leider müssen wir die Pause nun nutzen, um eine Niederlage zu verarbeiten“, so Sauermann, dessen Team zuvor mühsam erarbeitete Qualitäten in dieser Partie hatte vermissen lassen.
Im dritten Satz sah es phasenweise nach einer Wende aus. Zweimal lag VT Aurubis mit drei Punkten in Führung – 10:7 und 14:11 –, konnte den Vorsprung aber nicht konservieren. Auch die 19:17-Führung reichte am Ende nicht. Die Kölnerinnen um die überragende Mittelblockerin Lauren Barfield (12 Punkte, MVP Köpenick) blieben auch in der Crunch-Phase abgeklärt und holten den Satz mit 25:22. Der Endstand nach 26 Minuten lautete 3:0 aus Berliner Sicht.
Tabelle und Ausblick
Durch die Niederlage verpasste Hamburg den Sprung an Köpenick in der Tabelle vorbei. Die Berlinerinnen festigten mit dem Sieg ihren Platz im Mittelfeld der 1. Bundesliga Frauen. Für VT Aurubis Hamburg, das bis dahin eine durchwachsene Saison mit Höhen (wie dem 3:2-Sieg gegen Potsdam) und Tiefen (wie der 0:3-Pleite gegen Schwerin) gespielt hatte, war die Niederlage ein weiterer Rückschlag im Kampf um die Playoffs.
Sauermann richtete den Blick nach vorne: „Die Tage bis zum Wiederbeginn des Trainings am 28. Dezember soll die Mannschaft nun zum Durchatmen und Krafttanken nutzen.“ Sein Fokus lag darauf, seiner Mannschaft Mut und Vertrauen einzuimpfen, damit im ersten Spiel nach der Weihnachtspause am 13. Januar (20 Uhr, CU Arena) ein Pflichtsieg gegen den Abstiegskandidaten VolleyStars Thüringen gelingen möge.
Statistik im Überblick
VT Aurubis Hamburg – Köpenicker SC Berlin 0:3 (17:25, 23:25, 22:25)
- Ort: CU Arena, Hamburg
- Zuschauer: 1.047
- Spieldauer: 76 Minuten (Satz 1: 22 Min., Satz 2: 27 Min., Satz 3: 26 Min.)
- MVP Hamburg: Karine Muijlwijk (14 Punkte)
- MVP Köpenick: Lauren Barfield (12 Punkte)
- Besondere Vorkommnisse: Litara Keil (Hamburg) verletzte sich im Aufwärmen; Taylor Milton (Hamburg) zog sich im ersten Satz eine Knieverletzung zu
Rivalität seit 2009
Hamburg W vs Kopenicker Berlin W Direkter Vergleich· 18
Hamburg W und Kopenicker Berlin W trafen 18 Mal aufeinander — Hamburg W gewann 9 Mal, Kopenicker Berlin W 9 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Insgesamt fielen 69 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.83 pro Spiel (36 für die Heimmannschaft, 33 für die Gäste). Beide Teams trafen in 12 Spielen (67%). In 18 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Kopenicker Berlin W ist in den letzten 3 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2016.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026