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1 Bundesliga WomenSaison 2015

Stuttgart W vs Hamburg W

23. Januar 2016 um 19:30
23
Auswärts

Hamburg W

AI

VT Aurubis Hamburg gewinnt 3:2 bei Allianz MTV Stuttgart – Drama in fünf Sätzen in der SCHARRena (23:25, 19:25, 27:25, 25:14, 13:15).

Match-Videos

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Ausgangslage: Stuttgart als Favorit

Allianz MTV Stuttgart ging als klarer Favorit in die Partie des 18. Spieltags der Saison 2015/16. Die Mannschaft von Chefcoach Gil Ferrão hatte sich in den Wochen zuvor stabil präsentiert und rangierte in der Spitzengruppe der Tabelle. Das Hinspiel in Hamburg hatten die Stuttgarterinnen Anfang Oktober souverän mit 3:0 (25:18, 25:17, 25:20) für sich entschieden. Zudem hatte Stuttgart nur eine Woche zuvor einen dramatischen 3:2-Auswärtserfolg beim VC Wiesbaden gefeiert, bei dem die Mannschaft nach einem 0:2-Satzrückstand noch zurückgeschlagen hatte.

Der VT Aurubis Hamburg hingegen reiste als Außenseiter nach Baden-Württemberg. Die Mannschaft von der Elbe kämpfte in der Saison 2015/16 um den Anschluss an die Playoff-Plätze und benötigte dringend Punkte, um sich im Mittelfeld der Liga zu positionieren.

Satz 1: Hamburger Auftakt nach Maß

Die Gäste aus Hamburg erwischten den besseren Start und zeigten von Beginn an, dass sie nicht gewillt waren, sich kampflos zu ergeben. VT Aurubis Hamburg spielte druckvoll auf und ließ sich auch von der lautstarken Stuttgarter Kulisse nicht einschüchtern. In einer engen Anfangsphase setzten sich die Hamburgerinnen immer wieder knapp ab und sicherten sich den ersten Satz mit 25:23. Ein erster Warnschuss für die Hausherrinnen.

Satz 2: Hamburg dominiert

Im zweiten Durchgang spielte VT Aurubis Hamburg wie aus einem Guss. Die Gäste fanden immer wieder Lücken in der Stuttgarter Abwehr und ließen den MTV-Angriff kaum zur Entfaltung kommen. Die Hamburgerinnen zogen früh davon und gaben die Führung nicht mehr aus der Hand. Mit 25:19 ging auch der zweite Satz an die Norddeutschen – eine kleine Sensation zeichnete sich ab. Stuttgart wirkte überrascht und fand zunächst keine Mittel gegen die gut organisierte Hamburger Defensive.

Satz 3: Stuttgart kämpft sich zurück – 27:25

Mit dem Rücken zur Wand zeigte Allianz MTV Stuttgart seine Moral. Der dritte Satz entwickelte sich zum dramatischsten der Partie. Stuttgart kam deutlich verbessert aus der Seitenwechsel und kämpfte verbissen um jeden Punkt. Die Führung wechselte mehrfach, kein Team konnte sich entscheidend absetzen. Am Ende behielten die Stuttgarterinnen in einer nervenaufreibenden Schlussphase mit 27:25 die Oberhand und verkürzten auf 1:2. Der Funke war übergesprungen, die Halle tobte.

Satz 4: Stuttgarter Sturmlauf

Was dann folgte, war eine Machtdemonstration des Heimteams. Allianz MTV Stuttgart dominierte den vierten Satz nach Belieben. Die Aufschläge kamen druckvoll, die Blockarbeit war exzellent, und die Angriffe fanden fast ausnahmslos ihr Ziel. VT Aurubis Hamburg war in diesem Durchgang chancenlos und musste sich mit 14:25 geschlagen geben. Stuttgart glich zum 2:2 aus – die Entscheidung musste im Tiebreak fallen. Mit einem deutlichen 25:14 schickte Stuttgart eine Ansage an die Hamburgerinnen.

Tiebreak: Hamburg behält die Nerven

Im entscheidenden fünften Satz entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Beide Teams schenkten sich nichts, die Führung wechselte mehrfach. Stuttgart hatte den Schwung aus dem vierten Satz mitgenommen, aber Hamburg zeigte sich unbeeindruckt von der zwischenzeitlichen Stuttgarter Dominanz. Die Gäste kämpften um jeden Ball und bewiesen in den entscheidenden Momenten die stärkeren Nerven.

Am Ende hieß es 15:13 für VT Aurubis Hamburg – ein denkbar knapper, aber hochverdienter Auswärtssieg. Die Hamburger Spielerinnen und der Trainerstab brachen in Jubel aus, während bei Stuttgart die Enttäuschung über die verpasste Chance groß war.

Spielerinnen im Fokus

Nikki Lindow avancierte bei den Gästen zur Matchwinnerin und wurde als MVP ausgezeichnet. Die Mittelblockerin des VT Aurubis Hamburg war sowohl im Angriff als auch im Block eine der entscheidenden Figuren. Bei Stuttgart ragte vor allem die Niederländerin Femke Stoltenborg als Zuspielerin heraus, die ihre Angreiferinnen immer wieder gekonnt in Szene setzte. Jelena Wlk war eine der effektivsten Angreiferinnen auf Stuttgarter Seite.

Tabellenauswirkungen

Die Niederlage war ein herber Rückschlag für Allianz MTV Stuttgart im Kampf um die vorderen Playoff-Plätze. VT Aurubis Hamburg hingegen sammelte zwei wichtige Punkte im Aufstiegskampf und untermauerte den Anspruch, in dieser Saison ein ernstzunehmender Gegner für jede Mannschaft der Liga zu sein. Die Hamburgerinnen zeigten, dass sie aus der deutlichen Hinspiel-Niederlage ihre Lehren gezogen hatten.

Fazit

Die Partie zwischen Allianz MTV Stuttgart und VT Aurubis Hamburg war ein Paradebeispiel für die Spannung und Ausgeglichenheit der 1. Volleyball-Bundesliga der Frauen. Was nach zwei Sätzen wie eine klare Angelegenheit für die Gäste aussah, entwickelte sich zu einem hochdramatischen Fünf-Satz-Krimi. Stuttgart bewies Moral, Hamburg aber die größere Konstanz und Kaltschnäuzigkeit in den entscheidenden Phasen. Für die neutrale Zuschauerin und den neutralen Zuschauer bot die Begegnung in der SCHARRena beste Unterhaltung auf höchstem Niveau.

Rivalität seit 2010

Stuttgart W vs Hamburg W Direkter Vergleich· 13

Stuttgart W und Hamburg W trafen 13 Mal aufeinander — Stuttgart W gewann 8 Mal, Hamburg W 5 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. Stuttgart W führt den Direktvergleich mit 8 Siegen aus 13 Begegnungen an. Insgesamt fielen 53 Tore in diesen Partien, im Schnitt 4.08 pro Spiel (29 für die Heimmannschaft, 24 für die Gäste). Beide Teams trafen in 11 Spielen (85%). In 13 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Stuttgart W ist in den letzten 5 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2012.

Unentschieden
0
·
Hamburg W
5
Siege
Tore gesamt
53 · 4.1/Spiel
Beide getroffen
11/13 · 85%
Über 2,5
13/13 · 100%

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