Vilsbiburg W
Kopenicker Berlin W
Köpenicker SC Berlin besiegt Rote Raben Vilsbiburg in einem packenden Fünf-Satz-Spiel mit 3:2. Trotz einer starken Aufholjagd im Tiebreak bleibt Vilsbiburg unbelohnt.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungKöpenicker SC Berlin gewinnt packendes Duell mit 3:2 in Vilsbiburg
Vor 848 Zuschauern in der Ballsporthalle Vilsbiburg haben die Rote Raben Vilsbiburg am Mittwochabend eine knappe 2:3-Niederlage gegen den Köpenicker SC Berlin hinnehmen müssen. Die Sätze endeten 25:20, 15:25, 25:23, 20:25 und 12:15 aus Sicht der Gastgeberinnen. Es war bereits das fünfte Spiel in Folge, das für die Roten Raben über die volle Distanz von fünf Sätzen ging.
Personelle Probleme bei den Roten Raben
Die personelle Situation vor der Partie war angespannt: Mit Nikol Sajdova (Bänderriss), Srna Markovic (Hüftprellung) und der kurzfristig erkrankten Matea Magdic (Magen-Darm-Virus) fehlten gleich drei wichtige Spielerinnen. Immerhin gab die neue Mittelblockerin Lucy Charuk ein vielversprechendes Debüt im Raben-Trikot.
Satz 1: Eine Aufholjagd der Extraklasse
Der erste Durchgang begann denkbar schlecht für die Gastgeberinnen. Köpenick setzte sich früh auf 12:17 ab – ein Rückstand, der bereits nach einer Vorentscheidung aussah. Doch dann legten die Roten Raben einen bemerkenswerten 13:3-Lauf hin und verwandelten die Partie innerhalb kürzester Zeit. Am Ende stand ein 25:20-Erfolg für Vilsbiburg, der die Halle zum Beben brachte.
Satz 2: Köpenick dominiert nach Belieben
Im zweiten Satz übernahmen die Gäste aus Berlin das Kommando. Nach der ersten technischen Auszeit (6:8) zog der KSC zielstrebig davon. Über 11:16 und 15:25 machten die Berlinerinnen deutlich, dass sie nicht gewillt waren, sich kampflos geschlagen zu geben.
Satz 3: Die Entscheidung auf Messers Schneide
Der dritte Satz bot Volleyball vom Feinsten und mehrere Führungswechsel. Beim Stand von 23:23 war es eine nervenaufreibende Phase. Roslandy Acosta – mit insgesamt 21 Zählern die herausragende Scorerin der Partie – schmetterte den Ball zum 24:23 auf den Boden. Im Anschluss brachte Janisa Johnson (20 Punkte, zweitbeste Scorerin) ihre Attacke nicht durch, sodass Vilsbiburg den Satz mit 25:23 für sich entschied und mit 2:1 in Führung ging.
Satz 4: Berlin gleicht aus
Der vierte Durchgang gehörte wieder den Gästen. Köpenick legte früh vor (5:8), baute den Vorsprung über 12:16 kontinuierlich aus und gewann schließlich 20:25. Damit stand es 2:2, und der Tiebreak musste die Entscheidung bringen.
Tiebreak: Die große Aufholjagd bleibt unbelohnt
Im entscheidenden fünften Satz kamen die Berlinerinnen wie aus der Pistole geschossen. Mit 1:8 und 2:9 lagen sie bereits deutlich vorne – eine Vorentscheidung schien gefallen. Doch dann bäumten sich die Roten Raben ein letztes Mal auf. Mit einer beeindruckenden Energieleistung arbeiteten sie sich Punkt für Punkt heran und kamen tatsächlich noch auf 8:9 heran. Der Ausgleich gelang jedoch nicht mehr. Lauren Barfield – später zur MVP des Spiels gekürt – verwandelte nach 1 Stunde und 59 Minuten den Matchball zum 12:15.
Saisonkontext: Tabellarische Ausgangslage
In der Tabelle der 1. Bundesliga Frauen belegten die Rote Raben Vilsbiburg zum Saisonende mit 13 Siegen aus 24 Spielen bei einem Satzverhältnis von 51:44 den 6. Platz (39 Punkte). Der Köpenicker SC Berlin rangierte mit 10 Siegen und einer Satzbilanz von 42:53 auf dem 8. Platz (30 Punkte). Die Meisterschaft sicherte sich der Dresdner SC (60 Punkte) vor dem Schweriner SC (57 Punkte) und Allianz MTV Stuttgart (51 Punkte), während VolleyStars Thüringen und VCO Berlin den Gang in die Zweitklassigkeit antreten mussten.
Hinrunden-Rückspiel
Bereits im Hinrunden-Duell am 7. November 2015 hatten sich die Teams ein packendes Fünf-Satz-Match geliefert, das seinerzeit Vilsbiburg mit 3:2 in Berlin für sich entschied. Im direkten Vergleich der beiden Mannschaften in der laufenden Saison stand es damit 1:1 – ein Ausdruck der großen Ausgeglichenheit zwischen den Kontrahenten.
Ausblick
Für die Roten Raben stand als nächstes ein schweres Auswärtsspiel beim Schweriner SC auf dem Programm, ehe sie am 13. Februar den Pokalsieger Allianz MTV Stuttgart in der heimischen Ballsporthalle empfingen. Der Köpenicker SC empfing am 13. Februar die Ladies in Black Aachen.
Rivalität seit 2010
Vilsbiburg W vs Kopenicker Berlin W Direkter Vergleich· 17
Vilsbiburg W und Kopenicker Berlin W trafen 17 Mal aufeinander — Vilsbiburg W gewann 16 Mal, Kopenicker Berlin W 1 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. Vilsbiburg W führt den Direktvergleich mit 16 Siegen aus 17 Begegnungen an. Insgesamt fielen 59 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.47 pro Spiel (48 für die Heimmannschaft, 11 für die Gäste). Beide Teams trafen in 6 Spielen (35%). In 17 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Vilsbiburg W ist in den letzten 10 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2017.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026