Hamburg W
NawaRo Straubing W
VT Aurubis Hamburg feiert einen 3:1-Heimsieg gegen NawaRo Straubing in der 1. Bundesliga Frauen 2015/16 – mit einer starken Aufholjagd und Nervenstärke im vierten Satz (31:29).
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungRevanche geglückt: Hamburg schlägt Straubing nach hartem Kampf
Am 7. Februar 2016 empfing VT Aurubis Hamburg (auch als „Rubies" bekannt) in der CU Arena in Hamburg-Neugraben den Aufsteiger NawaRo Straubing zum Rückspiel der 1. Bundesliga Frauen. Vor 1.179 Zuschauern gelang den Gastgeberinnen mit einem 3:1-Sieg (25:17, 25:21, 10:25, 31:29) die Revanche für die 1:3-Hinspielniederlage vom 14. November 2015.
Start nach Maß für die Rubies
Den ersten Satz eröffnete Saskia Radzuweit mit einem erfolgreichen Hinterfeldangriff und gab damit direkt die Richtung vor. Das Team um Ersatz-Kapitänin Denise Imoudu – die für die verletzte Mannschaftsführerin einsprang – agierte von Beginn an hochkonzentriert. Die Hamburgerinnen zwangen die Gäste aus Straubing immer wieder zu Eigenfehlern und störten deren Spielaufbau empfindlich. Über 8:4 und 16:13 bei den technischen Auszeiten setzten sich die Rubies nach und nach ab und sicherten sich den Auftaktsatz nach 23 Minuten klar und verdient mit 25:17.
Zweiter Satz: Rückstand aufgeholt
Im zweiten Durchgang geriet Hamburg zunächst in Rückstand. Mit 5:8 ging es aus Sicht der Gastgeberinnen in die erste technische Auszeit. Doch die Rubies kämpften sich zurück: Beim 11:11 war der Rückstand erstmals egalisiert, und mit einer 16:13-Führung ging es in die zweite technische Auszeit. Straubing verkürzte zwar noch einmal, doch den 25:21-Satzerfolg nach 26 Minuten konnten die Gäste nicht mehr verhindern. Hamburg lag damit 2:0 in Sätzen vorne.
Straubing schlägt zurück
Die Kräfte zehrenden ersten beiden Sätze waren den Hamburgerinnen im dritten Durchgang deutlich anzumerken. NawaRo Straubing nutzte die Verunsicherung eiskalt aus. Nach nur 18 Spielminuten ging der Satz mit 25:10 an die Gäste, die nun neuen Mut im Kampf um den Spielgewinn schöpften. Der deutliche Satzverlust war eine klare Ansage der Straubingerinnen, die sich noch nicht geschlagen geben wollten.
Nervenstärke im vierten Satz – Siebter Matchball verwertet
Einmal mehr bewiesen die Rubies im vierten Durchgang, welche mentale Stärke das Team in dieser Saison auszeichnete. Einen frühen 0:3-Rückstand glich Hamburg aus und ging ihrerseits erstmals mit 9:8 in Führung. Was folgte, war eine packende Schlussphase: Die Hamburgerinnen dominierten den Satz über weite Strecken, benötigten aber insgesamt sieben Matchbälle, um den Durchgang für sich zu entscheiden. Nach weiteren 34 Spielminuten – und mit 31:29 – hatten sie sich durchgebissen und drei immens wichtige Punkte im Kampf um die angestrebten vorderen Tabellenplätze eingefahren.
Herausragende Spielerinnen
Bei dieser tollen Mannschaftsleistung ragte Jana-Franziska Poll (Nummer 8 bei Hamburg) besonders heraus. Mit immer wieder wuchtigen Angriffsschlägen führte sie ihr Team immer wieder auf die Siegerstraße und wurde folgerichtig zur wertvollsten Spielerin (MVP) der Hamburgerinnen gekürt. Auf Seiten von NawaRo Straubing war Laura Weihenmaier (Nummer 17) die auffälligste Akteurin und erhielt den MVP-Titel.
Tabellarischer Kontext
Die Saison 2015/16 der 1. Bundesliga Frauen war geprägt von Spannung an beiden Enden der Tabelle. Während sich Spitzenteams wie der Dresdner SC und Allianz MTV Stuttgart duellierten, kämpften die Aufsteiger und die Teams im Tabellenkeller um den Klassenerhalt. NawaRo Straubing als Aufsteiger wurde am Ende der Saison mit einem Punktabzug bestraft und stand damit als Absteiger fest. Für VT Aurubis Hamburg stellte der Sieg einen wichtigen Schritt in der Tabelle dar – auch wenn der Club zur folgenden Saison überraschend keine Lizenz mehr beantragte und den Spielbetrieb in der Bundesliga einstellte.
Spiel auf einen Blick
| Team | Sätze | 1. Satz | 2. Satz | 3. Satz | 4. Satz |
|---|---|---|---|---|---|
| VT Aurubis Hamburg | 3 | 25 | 25 | 10 | 31 |
| NawaRo Straubing | 1 | 17 | 21 | 25 | 29 |
- Datum: 7. Februar 2016, 15:00 Uhr
- Ort: CU Arena, Hamburg-Neugraben
- Zuschauer: 1.179
- MVP Hamburg: Jana-Franziska Poll
- MVP Straubing: Laura Weihenmaier
- Spiellänge: 101 Minuten (23+26+18+34)
Fazit
VT Aurubis Hamburg zeigte in dieser Partie eine bemerkenswerte Charakterstärke. Nach einem deutlichen Einbruch im dritten Satz rappelten sich die Rubies wieder auf und bewiesen im vierten Satz gegen einen hartnäckigen Gegner außergewöhnliche Nervenstärke. Der 3:1-Erfolg gegen NawaRo Straubing war nicht nur eine gelungene Revanche für die Hinspielpleite, sondern auch ein Statement im Kampf um die Play-off-Plätze – bevor der Club am Ende der Saison überraschend von der Bühne der Bundesliga abtrat.
Rivalität seit 2015
Hamburg W vs NawaRo Straubing W Direkter Vergleich· 1
Hamburg W und NawaRo Straubing W trafen 1 Mal aufeinander — Hamburg W gewann 0 Mal, NawaRo Straubing W 1 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2015 zurück. NawaRo Straubing W führt den Direktvergleich mit 1 Sieg aus 1 Begegnung an. Insgesamt fielen 4 Tore in diesen Partien, im Schnitt 4.00 pro Spiel (1 für die Heimmannschaft, 3 für die Gäste). Beide Teams trafen in 1 Spiel (100%). In 1 Begegnung (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 3–1 im Jahr 2015.
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