Der USC Münster dreht einen 0:2-Rückstand gegen den VC Wiesbaden und gewinnt 3:2. Tanja Großer erzielt 23 Punkte für den VCW.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungUSC Münster dreht 0:2-Rückstand und schlägt VC Wiesbaden 3:2
Die Volleyballerinnen des USC Münster haben am 14. Februar 2016 ein packendes Bundesliga-Duell gegen den VC Wiesbaden mit 3:2 (19:25, 22:25, 25:23, 25:23, 15:13) für sich entschieden. Vor 1.610 Zuschauern in der Sporthalle Berg Fidel drehten die Gastgeberinnen einen 0:2-Satzrückstand und sicherten sich zwei wichtige Punkte im Kampf um die Playoffs. Der VCW musste sich trotz einer couragierten Vorstellung mit nur einem Zähler begnügen.
Starker Start der Gäste
VCW-Cheftrainer Dirk Groß vertraute auf folgende Starting-Six: Kaisa Alanko (Zuspiel), Rebecca Schäperklaus und Jennifer Pettke (Mittelblock), Tanja Großer und Delainey Aigner-Swesey (Außenangriff) sowie Liz Hintemann (Diagonal).
Die Partie begann ausgeglichen, doch der VCW erwischte den besseren Start. Zur ersten technischen Auszeit führten die Wiesbadenerinnen knapp mit 8:7. Ein Stellerpunkt von Kaisa Alanko zum 10:7 leitete eine starke Phase der Gäste ein. Der USC hatte sichtlich Probleme mit dem druckvollen Aufschlag des VCW, sodass die Hessen zur zweiten technischen Auszeit bereits mit 16:10 führten. Den Vorsprung gaben sie nicht mehr her – mit 25:19 sicherte sich der VCW verdient den ersten Satz.
Auch der zweite Durchgang begann vielversprechend für Wiesbaden. Schnell lag der VCW mit 6:1 in Führung, zur ersten technischen Auszeit hieß es 8:4. Die Gäste aus Hessen zeigten sich in der Abwehr stark, Libera Alyssa Longo – damals die drittbeste Annahmespielerin der Liga – ließ kaum einen Ball fallen. Beim Stand von 19:19 wurde es eng, doch Delainey Aigner-Swesey brachte den VCW in Führung. Mit 25:22 entschied Wiesbaden auch den zweiten Satz für sich und führte mit 2:0.
Münsters Aufholjagd
Im dritten Satz wendete sich das Blatt. Der USC startete stark und lag schnell mit 4:1 vorn. Dirk Groß reagierte, brachte Esther van Berkel für Aigner-Swesey und Annalena Mach für Hintemann. Mach, die nach mehrwöchiger Verletzungspause ihr Comeback feierte, verkürzte mit einer Aufschlagserie auf 7:9. Doch Münster behielt die Oberhand. In einer hochdramatischen Schlussphase wehrte der VCW mehrere Satzbälle ab, ehe Leonie Schwertmann mit einer Blockaktion den 25:23-Satzgewinn für Münster perfekt machte.
Der vierte Satz war ebenso umkämpft. Kein Team konnte sich entscheidend absetzen. Beim Stand von 22:22 erhoben sich die Zuschauer, die Spannung war greifbar. Am Ende hatte Münster Satzball und verwandelte diesen zum 25:23 – der Ausgleich war geschafft.
Tie-Break-Krimi
Wie schon im Hinspiel musste der Tie-Break die Entscheidung bringen. Auch im fünften Satz blieb es bis zum Schluss spannend. Am Ende hatte der USC das entscheidende Quäntchen Glück auf seiner Seite und gewann den Durchgang mit 15:13.
Tanja Großer als herausragende Akteurin
Zur wertvollsten Spielerin des VCW wurde Außenangreiferin Tanja Großer gewählt. Die 22-jährige Berlinerin war an unglaublichen 46 Angriffsaktionen beteiligt und erzielte satzübergreifend 23 Punkte für ihr Team. „Ich bin mit meiner Entwicklung in dieser Saison sehr zufrieden“, sagte Großer, die sich in jener Spielzeit von einer Ergänzungs- zur Stammspielerin entwickelt hatte. Auf Seiten des USC Münster wurde Sina Fuchs mit der MVP-Goldmedaille ausgezeichnet.
Stimmen zum Spiel
Annalena Mach (VCW-Diagonalangreiferin): „Ich habe mich sehr gefreut, dass mich Dirk nach meiner Verletzung das erste Mal hat spielen lassen. Ich war sehr motiviert und froh, dabei zu sein. Das Spiel war spannend und die Stimmung super. Ich denke, Münster und wir waren auf Augenhöhe, doch am Ende war unser Gegner einfach ein kleines Stück besser. In den entscheidenden Momenten haben wir zu viele einfache Fehler gemacht. Aber wir haben ein gutes Spiel gezeigt und uns nach den beiden letzten Niederlagen in allen Bereichen gesteigert.“
Dirk Groß (VCW-Cheftrainer): „Wir können mit der Leistung unserer Mannschaft sehr zufrieden sein. Ich habe viele gute Dinge gesehen, vor allem in der Block-Feld-Abwehr und in der Organisation unseres Angriffsspiels. Es war natürlich eine spannende Partie. Wir waren in allen Bereichen, also Aufschlag, Annahme und Angriff besser als unser Gegner, haben aber in den entscheidenden Situationen die Punkte nicht gemacht. Und dann verliert man eben auch mal knapp.“
Tabellenkonstellation
Der USC Münster war mit fünf Siegen in Folge in die Partie gegangen und festigte mit dem Erfolg seinen vierten Tabellenplatz. Der VCW rutschte auf Rang fünf, blieb aber im Rennen um die direkte Playoff-Qualifikation. Beide Teams sollten sich wenig später in den Playoffs erneut gegenüberstehen – ein Vorgeschmack auf das Viertelfinale, das der USC letztlich für sich entscheiden sollte.
Der VCW zeigte sich nach zuvor zwei sieglosen Spielen gegen den Deutschen Meister Dresden und im Europapokal gegen Bukarest deutlich verbessert. „Besser gespielt, trotzdem verloren“, brachte es der VCW auf den Punkt. Am Ende fehlte in den entscheidenden Momenten das Quäntchen Glück.
Rivalität seit 2010
Munster W vs VC Wiesbaden W Direkter Vergleich· 37
Munster W und VC Wiesbaden W trafen 37 Mal aufeinander — Munster W gewann 15 Mal, VC Wiesbaden W 22 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. VC Wiesbaden W führt den Direktvergleich mit 22 Siegen aus 37 Begegnungen an. Insgesamt fielen 155 Tore in diesen Partien, im Schnitt 4.19 pro Spiel (71 für die Heimmannschaft, 84 für die Gäste). Beide Teams trafen in 28 Spielen (76%). In 37 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2023.
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API-Daten: 11. Juni 2026
